Welcher Dress-Code gilt bei Hochzeiten?

Es gibt nur zwei Regeln, aber an die sollte sich jeder Gast halten. Die erste lautet: Das Brautpaar bestimmt die Richtung. Die zweite: Es ist stillos, der Braut die Schau zu stehlen. "Die Farbe weiß ist also tabu. Sie gehört der Braut", sagt Helbach-Grosser. Und gerade die Schwiegermutter sollte sich nicht zu hell kleiden, denn damit mache sie sich verdächtig, den Sohn nicht los lassen zu wollen, deutet Helbach-Grosser.

Oft bittet die Einladung um festliche Kleidung oder Abendgarderobe für die Hochzeitsfeier ("Kirche festlich, abends sexy"). Für weniger formelle Hochzeiten im Familien- und Freundeskreis bevorzugen Männer dann einen dunklen Anzug, die Frau kann zwischen Cocktail- oder Abendkleid wählen. Der Rock oder das Kleid sollten aber nicht zu kurz geschnitten sein, sonst zieht dieses Outfit alle Blicke weg von der Braut. "Dasselbe gilt auch für einen sehr tiefen Ausschnitt", erklärt die Stilberaterin Helbach-Grosser. Wenn sich das Paar leger kleiden wird und das auch in die Einladung schreibt, haben die Gäste diese lässige Kleiderordnung zu akzeptieren. "Denn der Gast sollte nicht besser angezogen sein das Brautpaar", erklärt Helbach-Grosser.

Frauen sollten beim Hut vorsichtig sein: "Er sieht eher aufgemotzt aus und könnte mit dem Kopfschmuck der Braut konkurrieren. Aber wer sich unsicher ist, sollte ganz einfach beim Brautpaar nachfragen. Das Paar kann am besten die Kleiderfrage beantworten."

Foto: AP

15. September 2009, 11:532009-09-15 11:53:00 ©