Von Christoph Hickmann

Die Lage an der hessischen Klinik, in der 270 Menschen an Salmonellen erkrankt waren, normalisiert sich langsam. Doch es bleibt weiterhin unklar, wie die Erreger ins Essen gelangten.

Am Tag Nummer acht ohne neue Infektionen spricht Stefan Burkard von einem "tiefen Durchatmen auf unserer Seite".

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Salmonellenkultur: In Schonkost, Salatsoße und Pudding gefunden (© Foto: dpa)

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Endgültige Entwarnung will der kaufmännische Direktor des Klinikums Fulda am Donnerstag zwar noch nicht geben, doch offenbar ist die Salmonellen-Epidemie dort gestoppt - nach einem Monat mit 271 Erkrankten und einem indirekt sowie zwei direkt durch Salmonellen verursachten Todesfällen.

Außerdem ist zumindest in groben Zügen klar, was die Epidemie in der Klinik und einem etwa drei Kilometer entfernten Seniorenzentrum auslösen konnte: Im Fall der zweiten Infektionswelle steckten die Erreger wohl in einer Salatsauce, außerdem waren nach derzeitigen Erkenntnissen zwei an Schonkost-Patienten verteilte Puddingsorten kontaminiert. Bereits zuvor hatten Kontrolleure ein Apfelmus-Sahne-Dessert als Auslöser der ersten Welle ausgemacht.

Noch nicht klar ist hingegen, wie die Erreger ins Essen gelangten. Entweder seien sie bereits infiziert angeliefert worden, durch Mitarbeiter in der Küche verunreinigt oder auf dem Weg zu den Patienten kontaminiert worden, sagt Burkard. Obwohl dies offiziell kein Thema ist, wird auch Sabotage als möglicher Grund noch immer nicht ausgeschlossen.

Als wahrscheinlichste Variante gilt derzeit, dass die Lebensmittel in der Küche verunreinigt wurden. Nach Angaben des Gesundheitsamtes bleiben alle Sicherheitsvorkehrungen zunächst einmal erhalten. Die Klinikleitung will zudem das Küchenpersonal künftig regelmäßig untersuchen lassen. Und ihren Patienten ab sofort keine kalten Nachspeisen mehr servieren lassen.

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(SZ vom 1.6.2007)