Die Lage an der hessischen Klinik, in der 270 Menschen an Salmonellen erkrankt waren, normalisiert sich langsam. Doch es bleibt weiterhin unklar, wie die Erreger ins Essen gelangten.
Am Tag Nummer acht ohne neue Infektionen spricht Stefan Burkard von einem "tiefen Durchatmen auf unserer Seite".
Bild vergrößern
Salmonellenkultur: In Schonkost, Salatsoße und Pudding gefunden (© Foto: dpa)
Anzeige
Endgültige Entwarnung will der kaufmännische Direktor des Klinikums Fulda am Donnerstag zwar noch nicht geben, doch offenbar ist die Salmonellen-Epidemie dort gestoppt - nach einem Monat mit 271 Erkrankten und einem indirekt sowie zwei direkt durch Salmonellen verursachten Todesfällen.
Außerdem ist zumindest in groben Zügen klar, was die Epidemie in der Klinik und einem etwa drei Kilometer entfernten Seniorenzentrum auslösen konnte: Im Fall der zweiten Infektionswelle steckten die Erreger wohl in einer Salatsauce, außerdem waren nach derzeitigen Erkenntnissen zwei an Schonkost-Patienten verteilte Puddingsorten kontaminiert. Bereits zuvor hatten Kontrolleure ein Apfelmus-Sahne-Dessert als Auslöser der ersten Welle ausgemacht.
Noch nicht klar ist hingegen, wie die Erreger ins Essen gelangten. Entweder seien sie bereits infiziert angeliefert worden, durch Mitarbeiter in der Küche verunreinigt oder auf dem Weg zu den Patienten kontaminiert worden, sagt Burkard. Obwohl dies offiziell kein Thema ist, wird auch Sabotage als möglicher Grund noch immer nicht ausgeschlossen.
Als wahrscheinlichste Variante gilt derzeit, dass die Lebensmittel in der Küche verunreinigt wurden. Nach Angaben des Gesundheitsamtes bleiben alle Sicherheitsvorkehrungen zunächst einmal erhalten. Die Klinikleitung will zudem das Küchenpersonal künftig regelmäßig untersuchen lassen. Und ihren Patienten ab sofort keine kalten Nachspeisen mehr servieren lassen.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(SZ vom 1.6.2007)
Wettmanipulation im Fußball
"Salmonellen in 30 Prozent der Legehennenbetriebe"
"Häufigste Infektionsquelle sind kontaminierte Lebensmittel und hier besonders Eier und daraus hergestellte Speisen. Infizierte Legehennen übertragen die Salmonellen in und auf die Eier."
"Nach ersten Auswertungen scheint ein Zusammenhang zwischen Salmonellenbelastung, Betriebsgröße und Haltungsform zu bestehen: Größere Betriebe mit mehr als 3.000 Legehennen und Tiere in Käfighaltung waren häufiger betroffen als kleinere Betriebe und als solche mit Boden-, Volieren- oder Freilaufhaltung."
Quelle: http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_gz_ernaehrung_salmonellen_1152624270.htm
Lösung:
Ei und Eiprodukte aus der Küche verbannen.
Wer sich dazu (aus mir unerfindlichen Gründen) nicht in der Lage sieht, kann das Risiko etwas reduzieren, indem er Eier von freilaufenden und Bio-Hühnern verwendet.
Jedes Jahr werden hunderttausende Menschen krank und Tausende sterben, weil sie verseuchtes Fleisch gegessen haben. Untersuchungen ergeben, dass nicht weniger als 90% des Geflügels im Supermarkt mit Salmonellen, Campylobacter oder anderen Bakterien verseucht sind.