Ob Apfel oder Hühnchen - viele Verbraucher wollen umweltfreundlich einkaufen. Doch die geplanten Gütesiegel für Lebensmittel helfen wenig.
Wer bei der Ernährung auf Klimaschutz achten will, hat es nicht leicht. Zwar hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass ein Rind klimaschädlicher ist als ein Hühnchen. Doch wie ist es beim Obst?
Verschiedene Klimaschutz-Labels verwirren den Konsumenten, eine einheitliche Lösung steht aus. (© Foto: AP)
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Die Frage, ob der Apfel aus Neuseeland in der Klimabilanz in jedem Fall schlechter abschneidet als Früchte vom Bodensee, lässt sich nicht einfach beantworten. Im ersten Fall schlägt der lange Transportweg negativ zu Buche. Beim heimischen Apfel können dagegen lange Lagerzeiten im Kühlhaus die Klimabilanz ruinieren. Völlig unübersichtlich wird die Lage spätestens bei einem Fertigprodukt wie Tiefkühlpizza, das gleich Dutzende Zutaten enthält.
Verbraucher, die sich möglichst klimaschonend ernähren wollen, suchen die dafür notwendigen Angaben auf den Verpackungen bislang vergeblich. Sogenannte Klimasiegel sollen dieses Manko beseitigen. Handel und Produzenten arbeiten seit geraumer Zeit an verschiedenen Modellen zur Kennzeichnung. Dazu gehört etwa die von der Biobranche lancierte "Stop Climate Change"-Initiative oder das "Product Carbon Footprint"-Modell, das den CO2-Fußabdruck einzelner Produkte feststellen soll.
An diesem Projekt beteiligen sich zehn Unternehmen, darunter die Handelsketten Tengelmann, Rewe und dm sowie der Tiefkühlkosthersteller Frosta. Dabei ist es nicht allein ein plötzlich erwachtes Umweltbewusstsein, das die Unternehmen antreibt, sondern auch nüchternes Kalkül, denn ein Klimasiegel auf der Verpackung bringt Wettbewerbsvorteile.
Doch solche Klimaschutz-Labels sind umstritten, auch weil eine einheitliche Lösung nicht in Sicht ist und Angaben über die CO2-Wirkung eines Produkts für Konsumenten häufig unverständlich sind. Die Berliner Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) verfolgt die Vorstöße von Handel und Lebensmittelindustrie mit Skepsis. "Da es bislang keine einheitlichen Standards gibt, sind solche Siegel und Angaben wenig aussagekräftig und kaum überprüfbar. Es besteht die Gefahr der Verbrauchertäuschung."
Gefahr der Verbrauchertäuschung
Trotz dieser Schwierigkeiten wollen immer mehr Konsumenten wissen, wie viel Kohlendioxid ein Produkt vom Acker bis ins Ladenregal verursacht. In einer Studie der Managementberatung Sempora wünschten sich 70 Prozent der Befragten ein einheitliches CO2-Siegel für Lebensmittel und andere Konsumgüter. Die Meinungsforscher von Emnid stellten vor kurzem fest, dass jeder dritte Deutsche bereit ist, einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das gilt auch fürs Essen. Durchschnittlich elf Tonnen Treibhausgase verursacht jeder Bundesbürger pro Jahr, immerhin ein Fünftel davon entfällt auf Nahrung. Ehrgeiziges Ziel der Bundesregierung ist es, den Gesamtwert langfristig auf zwei Tonnen zu reduzieren.
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Nun, wenn ich mir Ihre alle Argumente hier gegen Bioessen so durch den Kopf gehen lasse, ich fasse nochmal kurz zusammen: aufwändiger verpackt, weiter transportiert, krebserregender, elitärer, dann fehlt mir nur das ehrlichste Argument, nämlich der Preis.
Die anderen Argumente kommen mir hier irgendwie zusammengeschustert daher, denn jeder weiß, wie z.B. Zitrusfrüchte oder Bananen belastet sind. Dass diese Giftstoffe allesamt im menschlichen Organismus nichts ausmachen und vor Allem dann noch gesünder seien, als unbelastete Ware allein, ist doch Wunschdenken, das ist Gewissensbefriedigung.
Nur am Rande bemerkt, es sollte hier um eine Kenntlichmachung der CO2-Bilanz eines Produktes gehen.
"Geht in ihr werbekorruptes Journalistenhirn eigentlich rein, was die Wörter "Biologie" und "Ökologie" bedeuten?"
Ne, kritisches und eigenständiges Denken ist gar nicht gut. Lieber als Journalist die kranken Wortmonster nachplappern, die die Sprachvergewaltiger aus der Werbetexterszene für Politik und Wirtschaft kreiren. Sich sinnlos im Fluß mit dem strömenden Wortmüll treiben lassen ist doch viel bequemer.
In der über die Werbung herangezüchteten Biomanie übersehen bestimmt die meißten Bio-Kunden, daß die Waren unter dem Biosiegel am aufwendigsten und am nobelsten verpackt sind. Ja sogar der Verpackungsanteil ist relativ bei den meißt geringeren Einwaagen höher. Damit versucht man dem Kunden die Höherwertigkeit des Inhalts einzubilden. Die Kundenver*rsche zahlt der Käufer sogar noch freudig mit einem höheren Preis. Für Verpackung und logistischen Transportaufwand.
Erzählen Sie mehr, Peter, ich komme langsam in Stimmung. Bioprodukte krebserregenderer als wie normale....sehr gut.
Diese Siegel sind vor allem eines: verkaufsfördernd. Sie machen ein "ich bin so gut" oder ein "ich bin so oberschicht" Gefühl. Trotzdem handelt es sich doch inzwischen meistens um riesige Unternehmen die alles bis auf das letzte ausreizen um möglich billig irgendwie an das Siegel zu kommen. Klar sind Bio Sachen von Lidl streng ohne Pestizide hergestellt. Trotzdem wurde vom Bauern bis zur Kassiererin jeder mit einem Hungerlohn abgespeist und an Umweltfreundlichkeit muß man sich auch nicht halten.
Mal ganz abgesehen davon, sind viele Bio Produkte krebserregender als normale, weil die Pflanzen in Richtung Ertrag und Schädlingsesistenz überzüchtet wurden und das auch für den Menschen giftig ist. Selbstbetrug vom feinsten.
Paging