Experten geben es langsam auf, vor Fertiggerichten zu warnen. Jetzt appellieren sie, wenigstens ein bisschen Gemüse dazu zu essen.
Neun von zehn Kindern essen mindestens jeden dritten Tag ein Fertiggericht. Das ergab eine Umfrage des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE). Experten des Instituts empfehlen, die vorbereiteten Gerichte mit frischen Zutaten anzureichern.
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Die Wissenschaftler untersuchten bei 550 Kindern zwischen zwei und 18 Jahren drei Tage lang, was auf den Tisch kam. Das Ergebnis: Bei neun von zehn Kindern wurde mindestens an einem der drei Tage ein Fertiggericht aufgetischt, eines von fünf Kindern nahm sogar einmal täglich eine solche vorbereitete Mahlzeit ein. "Die Produkte enthalten durchschnittlich mehr Fett und weniger Gemüse als aus unserer Sicht empfehlenswert ist. Zudem beinhalten sie oft Geschmacksverstärker", so Mathilde Kersting vom FKE.
Doch das Institut sieht auch ohne gänzliche Abkehr von diesen vorbereiteten Mahlzeiten ein Potenzial, um die Gerichte aufzuwerten: "Sahne im Rezept lässt sich oft problemlos durch Milch ersetzen", so Kersting denn damit sinkt der Fettgehalt. Und gerade bei Pizzen kann man einfach frisches Gemüse zum Belag hinzufügen.
Eichung auf den Fertig-Geschmack
Problematisch ist der häufige Verzehr von reinen Fertigprodukten auch, weil die Kinder gewissermaßen auf diesen Geschmack geeicht werden. Andere Gerichte können sich dann kaum noch dagegen durchsetzen - sie treffen den gewohnten Geschmack nicht. "Wir wissen aus Studien, dass Erfahrungen aus der Kindheit die Geschmacksvorlieben lange prägen können", so Kersting.
Um den Speiseplan abwechslungsreicher und gesund zu gestalten, eignet sich auch Obst als Zwischenmahlzeit - als natürliches Fertiggericht.
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... braucht man eh nicht. Habe selbst eine Unverträglichkeit gegen Natriumglutamat, koche gerne, aber selbst bei Zutaten (Fertigbrühe!!! Gewürzmischungen!!!Sossen!!!) muss man genau die Zutatenliste studieren. Ich glaube, viele Menschen haben eine Unverträglichkeit, ohne das genau zu wissen. Typisch: gewisse Übelkeit nach dem Besuch beim "Chinesen". Ohne Glutamat bekommt man automatisch wieder den Sinn für den "guten Geschmack". DIeses Sch....zeug sollte endlich kennzeichnungspflichtig gemacht werden, und zwar so explizit, wie eine Allergiker-Info. Ich weiss von Erstickungsanfällen mancher stark Betroffenen. Ich denke, selbst Fertiggerichte kommen ohne Glutamat aus. Für mich ist die Verwendung von Glutamat jedenfalls eine deutliche Abwertung der Qualität der Speise. Erwiesenermassen kommt ein chemischer Verwandter des Natriumglutamates z.B. in Zwiebeln und Tomaten vor, deshalb auch die Verwendung von Zwiebeln in Sossen usw., und deswegen haben Tomaten so einen attraktiven Geschmack. Man sei ermuntert zum Vergleichen! Auf jeden Fall: Lasst Euren guten Geschmack nicht länger verarschen!!!
Ich bin immer wieder erstaunt: Welche Fertigpizza ist genießbar, OHNE dass man sie mit Frischgemüse anreichert?
Was bei mir zur logischen Konsequenz führt, dass ich mir mein Essen gleich selbst koche. Fertiggerichte, die zusätzliche Zubereitung erfordern erschienen mir irgendwie unlogisch. Und im Vergleich zum Gleichselbstmachen zu teuer, insbesondere wen man auch noch die Qualität zum Maßstab nimmt.
Ab und zu, so einmal im Jahr, probier ich dann mal wieder mit einer Fertigpizza. Der ausbleibende Essgenuss ist die scheinbar gesparte Zeit nicht wert. Und der Spaß, etwas Leckeres zuzubereiten, geht beim Packung aufreißen und in den Ofen schieben (sorry - no microwave in my kitchen!) sowieso verloren.
Leide rist richtig, dass Kindergeschmäcker geeicht werden. Darum ist dieser ganze Chemiekrams in den Fertiggerichten so problematisch - den Kids schmeckt Obst dann späer nur mehr in Tablettenform. In der Eßzeugs-Industrie sollte es doch irgendwo verantwortliche Manager geben, denen klar ist, wieviel Lebensgenuss sie den Menschen damit nehmen?
Wer Sahne durch Milch ersetzt, kann nicht kochen. Basta!
Wenn man weniger Sahne nehmen will, dann möge man halt: weniger Sahne nehmen. Am einfachsten ist es, man kocht was anderes, wo keine Sahne drangehört.
Wenn man unbedingt will, nehme man halt z.B. nur ein Viertel der ursprünglichen Sahne. Ist es dann zu wenig flüssig, nehme man Wasser, bis die Konsistenz erreicht ist, die man haben will. Braucht man die Sahne zum Eindicken, kann man mit etwas Mehlschwitze nochhelfen. Das Essen schmeckt dann natürlich anders, aber mit Milch hätte man es wohl zerstört. Nur weil die auch weiß ist, heißt das nicht, daß das vergleichbar ist.
Die Frau isst wohl zu viele Fertiggerichte und kocht nicht selber.
Es ist doch schon mal ein Fortschritt, wenn die Experten (ob echt oder selbst ernannt) zwischen Wunschdenken und Realität unterscheiden lernen und zur Kenntnis nehmen, was ist. Was die Ernährung gerade der jungen Leute angeht, hilft es gar nichts, dauernd das "fast food" zu verteufeln. Man sollte vielmehr akzeptieren, dass die Fertiggerichte vor allem deshalb gut ankommen, weil sie kaum Arbeit machen und - ja - schmecken.
Der Ansatzpunkt ist also die Lebensmittelindustrie. Sie muss Fertiggerichte produzieren, die fettarm und vitaminreich sind. Dann erübrigt sich der erhobene Zeigefinger (der sowieso immer das Gegenteil dessen bewirkt, was eigentlich bezweckt werden soll).