Kindergeschrei mag genauso laut sein wie ein Presslufthammer - künftig wird es toleranter behandelt als andere Lärmquellen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen.
Wer sich daran stört, dass Kinder auf Spielplätzen und Kitas ab und zu mal kreischen, muss künftig damit leben: Das Bundeskabinett hat beschlossen, das Bundes-Immisionsschutzgesetz zu ändern.
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Kindergeschrei ist laut, hat aber einen gänzlich anderen Charakter als andere Lärmquellen. Deshalb hat das Bundeskabinett nun klare Regelungen für den Umgang mit Kinderlärm beschlossen. (© dpa)
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Damit sollen Klagen erschwert werden, die sich gegen den Lärm aus Kindergärten, Kitas oder von Spielplätzen richten. Auch wenn die Lautstärke von Kinderschrei mit dem Hämmern eines Pressluftbohrers vergleichbar ist - er wird künftig anders gewertet. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) will so erreichen, dass Kinderlärm nicht immer wieder zu Gerichtsstreit führt.
Die Regierung fordert damit mehr Toleranz ein - und sieht dies als Beitrag für eine kinderfreundliche Gesellschaft. Auch ruhebedürftige Menschen und Senioren müssen also künftig Verständnis dafür aufbringen, wenn Kinder ihren Gefühlen lautstark freien Lauf lassen - daran kann ohnehin kein Gesetz der Welt etwas ändern.
Mit der Gesetztesänderung werden zudem die Hürden für neue Kindereinrichtungen und Spielplätze gesenkt. Eine Novelle des Bauplanungsrechts, in der klargestellt werden soll, dass Kindertagesstätten künftig auch in reinen Wohngebieten grundsätzlich zulässig sind, ist in Planung.
In der Vergangenheit hatten immer wieder Anwohner von Spielplätzen und Kindergärten wegen Lärmbelästigung geklagt - oftmals mit Erfolg. Das Bedürfnis nach einer Welt ohne Kindergeschrei drückte sich in etlichen Initiativen gegen die entsprechenden Einrichtungen aus. Rechtlich beriefen sich die Kläger im Sinne des Immissionsschutzgesetzes auf einen Umweltschaden.
Bereits 2010 hatte sich der Bundesrat hinter die Bestrebungen der Bundesregierung gestellt und den Gesetzgeber dazu aufgefordert, klarzustellen, "dass Kinderlärm sozialadäquat ist". Es lässt sich eben nicht - wie etwa einen Presslufthammer - einfach abstellen.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/dpa/bre/vs)
Ich kann mich noch gut daran, erinnern, dass es uns als Kindern immer viel Spaß gemacht hat, von schimpfenden, knarzigen alten Wüterichen weggejagt zu werden.
Wir wurden weggejagt, haben uns gefühlt wie Robin Hood. Dem Knorrigen hat es unter Umständen auch sogar ein bisschen Spaß gemacht und dann war die Welt auch schon wieder in Ordnung.
Schade, dass heute Gerichte bemüht werden und sogar Gesetze ins Leben gerufen werden müssen wegen des guten alten Generationenkonflikts.
Noch "schader" ist es, dass Kinder nicht mehr so frei auf der Straße oder auf Spielplätzen spielen können.
Jetzt bin ich schon so alt, dass ich denke, früher wäre alles besser gewesen.
Vielleicht vergessen Sie ja, dass es zum Menschein genauso gehört, Kind zu sein (und eben laut) wie es dazu gehört, älter zu werden. Mit dem gleichen Gedankengut, mit dem die Seniorenunion Ihre Argumente vorbringt, ließen sich Seniorenheime in Industiregebiete verbannen, weil bei jüngeren Mitbürgern der Anblick dahinsiechender Alter Übelkeit provoziert. Kinderlärm ist nicht unzumutbar. Er ist im Gegenteil nichts anderes als zuzumuten Ohne Kinder keine Menschheit. Ohne normales tolleriertes Kinderverhalten vermutlich eine noch psychotischere Gesellschaft mit noch mehr gescheiterten "Landschaftsmalern und Hobbystrategen". Vielleicht vergaßen Sie und Ihre Mitstreiter in der Seniorenunion ja weiterhin, dass der Lärm von von ihren ältesten Mitgliedern gesteuertem rollenden Kriegsgerät im Innenstadtbereich (auch damals schon) sicherlich eher in die Kategorie "unzumutbar" fällt (Verzeihung für die Polemik...manchmal geht es halt nicht anders).
Also wenn der Wertverlust von Grund ausschlaggebend dafür sein soll, dass man keine Kitas oder ähnliches bauen kann, dann sag ich: servus - gut nacht.
Und wie sehr die Gerechtigkeit für alle verzerrt ist, kann ich an einem ganz großartigen Beispiel darstellen:
Ein schwerhöriger Mann, der an einer der größten Ein- und Ausfallstraßen Münchens wohnt, hat gegen den Betrieb auf der angrenzenden Bezirkssportanlage geklagt. Der Mann wohnt also zwischen der 24h Dauerlärmstraße und beschwert sich über die von März bis Oktober betriebene Sportanlage. Jetzt hat dieser eine Mann Recht bekommen. Die 1500 Nutzer der Sportanlage können diese nur noch eingeschränkt nutzen und müssen strikte Regeln befolgen. Dazu gehören zeitliche Reglementierungen und das Verbot von Flutlicht. Jetzt erzählen Sie mir mal, was das mit Gerechtigkeit für alle zu tun hat. Zumal die Anlage schon in Betrieb war bevor der Mann dort einzog!
Es ist ein klassisches Beispiel dafür, dass nur die individuellen Rechte (vor allem Älterer=große Wählergruppe) zählen und über das Gemeinwohl gestellt werden. So makaber es klingt: Aber jetzt hoffen 1500 Menschen, dass der eine Mann das Zeitliche segnet. Auch nicht gerade ein wünschenswerter Zustand.
Und wenn man Kindern das Spielen und Toben verbietet, sollte man allen nicht mehr arbeitenden den Ausgang verwehren. Dann fahren sie nicht mehr wie Besoffene im Zickzack mit Tempo 30 durch die Stadt, fragen beim Bäcker nicht jedesmal jedes einzelne Produkt ab und überhaupt: Dann sind sie einfach nicht mehr lästig.
Wird nicht passieren da die Alten Teil des Wahlvolkes sind. Die Guten wie die Schlechten. Kinder haben aber kein Recht zu wählen, wie also sollen sie sich zur Wehr setzen, wenn man ihnen faktisch das Grundrecht auf ein normales Leben abspricht?! Sollen wir uns denn noch mehr sozial Gestörte heranzüchten?
da wird es einige Grundbesitzer geben, die, wenn dort plötzlich ein Spielplatz gebaut wird, einen erheblichen Wertverlußt hinnehmen müssen...
Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass Kommunen bisher sehr unvernünftig gehandelt haben und bzw. ein DfB-Minispielfelder (kleiner Fußbalplatz) mitten in ein Wohngebiet gebaut haben und weder für die Einhaltung der Ruhezeiten gesorgt haben noch dafür, dass dort NUR Kinder spielen.
Gerade bei der Planung von solchen Einrichtungen kann man doch erwarten, dass die Komunen verantwortungvoll im Interesse ALLER (am Besten unter Beteiligung auch der Anwohner) die Standortfrage klären.
Denn gerade hierauf begründen sich doch die Klagen in der Vergangenheit, denn die Komunen haben bisher solche Anlagen irgendwo platziert und sich nie für einen ordnungsgemäßen Betrieb interessiert (Einhaltung der Ruhezeiten, keine Erwachsene,...) - frei nach Gutsherrenart.
Natürlich brauchen Kinder auch ihren Platz zum Spielen, aber ich gebe zu bedenken, dass, wie die Bundesregierung auch immer bestätigt, D. immer älter wird.
Wo bleiben da die Rechte der Alten oder solche, die mit Kindern nichts am Hut haben?
Aber wer so eine Frage stellt wird ja schon als kinderfeindlich abgekanzelt...
Kinder wie auch Erwachsene haben Rechte, die nur ein vernünftiges nebeneinander zulassen, sofern die Kommunen endlich verantwortungsbewußt mit den Standorten umgehen!
Wie immer ist es sehr leicht, einfach mal gegen etwas zu sein. Ich unterstelle Ihnen einfach mal, dass es da in Ihrem Leben noch mehr gibt. Vielleicht tragen Sie sich sogar mit dem Gedanken, eine Bürgerinitiative zur Durchsetzung eines Einkaufsverbots für Berufstätige an Samstagen ins Leben zu rufen. ;=))))
Ich nehme an, dass Sie entweder schon als griesgrämiger Rentner zur Welt gekommen sind und sollte dies nicht der Fall sein, waren Sie ein geräuschloses Kind.
Ich spare mir Totschlagargumente wie "da spielen Ihre zukünftigen Rentenzahler", usw. Ich kann nachvollziehen, dass Kinder krach machen. Allerdings machen sie das nicht ununterbrochen. Sie sind nicht den ganzen Tag über draußen, vielleicht drei Stunden, wenn es hochkommt. Ausnahmen sind möglich. Bei schlechtem Wetter bleiben sie den ganzen Tag drin. In diesen Zeitfenstern des Krachs haben Sie da wirklich nichts besseres zu tun als dem Kindergeschrei zu lauschen? Ich hätte da nämlich eine Idee: Nutzen Sie diese Zeit für Einkäufe!! Dann halten Sie am Samstag auch niemanden mehr auf und können die Ruhe vollends genießen. Es sei denn, ein böser Nachbar fängt dann an zu mähen oder sein Auto zu saugen....
PS: Ich wohne neben einer Kinderkrippe.
Haben Sie den Mut zu antworten?
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