Sprüche von Prinz Philip:"Wo hast Du diesen Hut her?"

Obwohl Prinz Philip die royale Etikette im Laufe seines langen Lebens verinnerlicht hatte, war er oft nicht um einen Kommentar verlegen. Manche waren Fehltritte, aber einige auch ungemein witzig.

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Schon die Geburt von Prinz Philip verlief außergewöhnlich, zumal für einen Adeligen: Philip, einziger Sohn von Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark und Prinzessin Alice von Battenberg, kam am 10. Juni 1921 auf der griechischen Insel Korfu zur Welt - angeblich auf einem Küchentisch. Als Philip selbst Vater wurde, kam sein erster Sohn, Prinz Charles, sogleich in den Genuss des gnadenlosen Humors seines Vaters: "Der sieht ja aus wie Plum Pudding!", soll der Prinz zu seiner Frau gesagt haben.

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Seine spätere Frau traf Philip erstmals 1934, fünf Jahre später, als sie gerade einmal 13 Jahre alt war, soll sich Elizabeth bei einem Besuch der Marineschule im britischen Dartmouth sogleich in den stattlichen Prinzen verliebt haben. In mehr als 73 Jahren Ehe konnte keines der Boulevardblätter dem Prinzen eine Affäre nachweisen. "Wie hätte ich das anstellen sollen?", argumentierte er einmal im Gespräch mit seinem Biographen Gyles Brandreth. "Seit 1947 folgt mir Tag und Nacht ein Sicherheitsbeamter."

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Am Tag ihrer Krönung, am 2. Juni 1953, soll Prinz Philip die Queen gefragt haben: "Wo hast du denn diesen Hut her?"

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Ein Unternehmenschef hielt 1956 auf der Duke-of-Edinburgh-Konferenz eine dreiminütige Rede über soziale Verantwortung in der Industrie. Prinz Philip fragte im Anschluss: "Es tut mir leid, aber ich habe den Sinn Ihrer Rede nicht verstanden. Könnten Sie sie wiederholen?"

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Zu Prinz Philips 85. Geburtstag erschien 2006 eine Sammlung einiger verbaler Fehltritte. Das Buch trug den Titel Duke of Hazard, zu deutsch: Risiko-Herzog und spielte vor allem auf die deplazierten Kommentare über die indigene Bevölkerung an, die Philip bei Besuchen in einigen Commonwealth-Staaten gemacht hatte.

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Aber auch die Menschen im nördlichen Teil der britischen Insel ging er etwas rüde an: "Wie halten Sie die Eingeborenen lange genug vom Alkohol fern, dass sie die Prüfung bestehen?", fragte Prinz Philip 1995 einen Fahrlehrer in Schottland. Wirklich lustig dagegen der Satz, den Philip einem Polizisten entgegnete, als dieser ihn in der Nähe des Buckingham Palace einen Tag vor seiner Hochzeit 1947 wegen zu schnellen Fahrens anhielt: "Sorry, aber ich habe eine Verabredung mit dem Erzbischof von Canterbury."

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Als Philip in Australien ein Ehepaar kennenlernte, das ihm als Mister und Doktor Robinson vorgestellt wurde, erklärte der Ehemann: "Meine Frau hat einen Doktor in Philosophie und ist viel wichtiger als ich." Worauf Philip antwortete: "Ach ja, wir haben dieses Problem in unserer Familie auch."

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Während die Queen im Jahr 2004 die neue britische Botschaft in Berlin einweihte, bezeichnete Prinz Philip das 27 Millionen Euro teure Gebäude als "unglaubliche Platzverschwendung".

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Immer zwei Schritte hinter der Queen: Prinz Philip hatte sich im Laufe seines Lebens an die Rolle des Prinzgemahls gewöhnt. In seiner Anfangszeit am britischen Hof soll er einmal gesagt haben: "Ich bin nichts als eine verdammte Amöbe."

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Bei einer Preisverleihung zur Würdigung der Leistungen älterer Menschen sollte der Prinz im Jahr 2011 zum "Oldie des Jahres" gekürt werden. In einem humorvollen Brief lehnte er den Titel ab. Philip schrieb: "Nichts baut einen mehr auf, als wenn man daran erinnert wird, dass die Jahre immer schneller vergehen und dass der Lack beginnt, vom alten Rahmen abzublättern".

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Zwar waren die manchmal auch derben Sprüche charakteristisch für den Prinzen, dennoch wurde er im Alter zurückhaltender. "Ich würde Fehler, die ich mache, lieber nicht machen", sagte er in einem TV-Interview, ergänzte aber gleich: "Welche es sind, werde ich nicht verraten."

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