Menschen können tatsächlich an gebrochenem Herzen sterben, zeigt eine Studie. Denn nach Schicksalsschlägen steigt das Infarktrisiko.

Menschen mit gebrochenem Herzen können einer Studie zufolge tatsächlich daran sterben. Wie australische Forscher herausfanden, ist das Risiko eines tödlichen Herzinfarkt bei Menschen, die gerade einen schmerzhaften Verlust erfahren mussten, bis zu sechsmal höher.

Bild vergrößern

Schwere Schicksalsschläge greifen auch den Körper an. (© Foto: iStock)

Anzeige

Für die am Dienstag vorgestellte Studie untersuchte die australische Herzstiftung 160 Menschen, von denen rund die Hälfte kurz zuvor ihren Partner oder ein Kind verloren hatte.

Bei den Trauernden seien "ein höherer Blutdruck, eine erhöhte Herzfrequenz sowie Veränderungen im Immunsystem" nachgewiesen worden, was das Risiko eines Herzinfarkts erhöhe, heißt es in der Studie.

Demnach sinkt das Infarkt-Risiko etwa sechs Monate nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen und pegelt sich nach etwa zwei Jahren wieder ein. Ursache für die körperlichen Veränderungen ist nach Auffassung der Autoren eine plötzliche Flut von Stresshormonen nach einem schweren Schicksalsschlag. Frühere Studien ergaben bereits, dass diese Hormone vor allem bei Frauen eine starke Wirkung haben.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Wüste bebt

Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...

(sueddeutsche.de/AFP/bilu/bre)