Football-Spieler in den USA sind offenbar sexuell flexibel: Jeder Dritte von ihnen gab an, schon einmal gleichgeschlechtlichen Sex gehabt zu haben
Sie tragen Rüstungen und rammen die Köpfe gegeneinander - American Football scheint ein Sport für ganz harte Männer zu sein. Doch die hautengen Hosen bringen manche Sportler offenbar auf andere Gedanken: Eine Studie von Eric Anderson an der britischen University of Bath ergab, dass 40 Prozent der Football-Spieler schon einmal sexuelle Kontakte mit anderen Männern hatten.
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Die harten Jungs im American Football sind sexuell aufgeschlossen. (© Foto: AFP)
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So sammelten sie Erfahrung beim Küssen, gemeinsamen Masturbieren und oralem Geschlechtsverkehr - ohne dabei zwingend selbst schwul zu sein (Sex Roles 2007, online first).
Der Wissenschaftler interviewte College-Studenten zwischen 18 und 23 Jahren. Die jungen Männer hatten alle American Football in der Highschool als Leistungssport betrieben. Doch im College schafften es die Studenten nicht in die Profi-Mannschaft und wechselten zum Cheerleading - trotz der damit behafteten Vorurteile stuften sich alle Teilnehmer als typisch männliche Football-Spieler ein.
Von den 47 Sportlern berichteten 19 von homosexuellen Kontakten, doch nicht alle stuften sie als solche ein. Einige der Teilnehmer bewerteten beispielsweise Sex zwischen zwei Männern und einer Frau als homoerotisch, andere nicht. "Schwulen Sex zu haben, lässt die Sportler in einer maskulinen Gruppenkultur nicht automatisch schwul erscheinen", erklärte Anderson.
Zeiten ändern sich
Der Forscher sieht den Grund für die Offenheit der Teilnehmer in der modernen Kultur: In den Medien würden homosexuelle Vorlieben oft positiv dargestellt und im Internet könnten sich schwule Männer schrittweise aus der Anonymität wagen. Zudem gebe es weniger religiösen Fundamentalismus, der eine entspanntere Haltung gegenüber Homosexualität verhindere.
"Zeiten ändern sich und sie ändern sich besonders schnell für Männer dieser Altersgruppe", sagte Eric Anderson. Dies sei nicht nur im Sport der Fall: Eine andere Studie hätte ergeben, dass Männer in nicht-schwulen Nachtclubs genauso lange mit anderen Männern tanzen wie mit Frauen. "So etwas hätte es vor zehn oder zwanzig Jahren noch nicht gegeben", so Anderson.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
Brasiliens Präsidentin Roussef
Schwachsinniger Artikel ueber eine schwachsinnige Studie.
Pa"p"st natürlich..
Mal ne ganz andere Frage, warum steht dieser Artikel eigentlich in der Rubrik "Gesundheit".
Schliesst sich die SZ da auch der MEinung des Pabstes an, der Homosexualität als Krankheit sieht?
Eine Gruppengröße von 47 kann wohl kaum als repräsentativ gelten. Wenn es sich noch dazu um Cheerleader handelt, so bestätigt die Studie lediglich Vorurteile, auch wenn die Cheerleader früher mal Football gespielt haben.
Ich persönlich glaube, dass Vorlieben für bestimmte Sportarten grundsätzlich nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun haben.
Das wird der religiösen Rechten in den USA ganz und gar nicht gefallen. Gerade dass hier die amerikanischste aller Sportarten unterwandert wird....
*g*
Schön zu lesen, dass sich zumindest ein Teil der Amerikaner langsam aus der Kontrolle kultureller Zwänge löst. Auch wenn eine Befragung von 47 Personen wissenschaftlich echt nichts hermacht.
Paging