Unsere positiven Gedanken haben eine Heimat - zumindest im Gehirn. US-Wissenschaftler entdeckten zwei Hirnregionen, die bei optimistischen Vorstellungen besonders aktiv waren.
Positives Denken hat eine Heimat im Hirn - denn wer sich erfreuliche Situationen vorstellt, bei dem sind vor allem zwei Regionen des Gehirns aktiv. Das berichten Tali Sharot und seine Kollegen von der New York University im Fachmagazin
Positiv Denken - das perdigte Claudia Schiffer vor der WM 2006, als sie mit der deutschen Nationalfahne posierte. (© Foto: dpa)
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Die US-Wissenschaftler untersuchten, welche Regionen des Gehirns aktiv waren, wenn sich die 15 Testpersonen traurige und glückliche Ereignisse aus Vergangenheit und möglicher Zukunft vorstellten. So erinnerten sich die Teilnehmer beispielsweise an eine Beerdigung, an der sie teilgenommen hatten oder stellten sich vor, in naher Zukunft in einen Autounfall verwickelt zu sein. Mit Hilfe eines bildgebenden Verfahrens, der Magnetresonanztomographie (MRT), konnten die Wissenschaftler beobachten, wie aktiv die Hirnareale bei den einzelnen Aufgaben waren. Besonders intensiv reagierten die beobachteten Hirnregionen jedoch auf glückliche Vorstellungen von der Zukunft.
Die beteiligten Hirnareale - Amygdala und anteriorer cingulärer Cortex - sind beide Teile des limbischen Systems, welches Emotion verarbeitet und an der Entstehung des Triebverhaltens beteiligt ist.
"Als die Teilnehmer sich erfreuliche zukünftige Ereignisse vorstellten, waren der anteriore cinguläre cortex und die Amygdala besonders aktiv, Hirnregionen, die bei Depressionen anscheinend gestört sind", so Sharot. Denn genau diese Hirnregionen enthielten bei depressiven Menschen wesentlich weniger Zellen als in normalen Gehirnen. Das hatten Autopsien von verstorbenen Depressiven ergeben.
Zudem beobachteten die Forscher, dass die Teilnehmer geneigt waren, sich für die nahe Zukunft eher positive als negative Ereignisse vorzustellen. Die Zukunft sei offen für Interpretationen, so Elisabeth Phelps, eine Mitautorin der Studie, dies erlaube es den Menschen, sich von möglichen negativen Ereignissen abzuwenden und sich den eher positiven Aussichten zu widmen.
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