Tränende Augen, laufende Nase, juckende Haut: Warum die zwölf Millionen Pollenallergiker in Deutschland in diesem Jahr besonders leiden müssen - und warum die Beschwerden noch heftiger werden.
Etwa zwölf Millionen Menschen in Deutschland haben ein untrügliches Näschen für Veränderungen der Natur. Sobald die ersten Blüten sprießen, tränen ihnen die Augen, die Nase läuft und die Haut juckt.
Anzeige
"Dieses Jahr sind die Beschwerden heftiger als sonst", sagt Gerhard Schultze-Werninghaus, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie. "Die Blütezeit der Pflanzen hat früher eingesetzt, dauert länger und verursacht stärkere Symptome."
Wer auf Birkenpollen, Hasel und Erle allergisch reagiert, hat dieses Jahr besonders zu leiden, denn diese Pflanzen lösen derzeit die heftigsten Reaktionen aus.
Der milde Winter und das sonnige Frühjahr haben den Vegetationszyklus beschleunigt. "Die Bäume blühen, und die Gräser sind auch schon da", sagt Erika von Mutius vom Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München.
"Für Allergiker kommt gerade alles zusammen." Bereits Ende Dezember und im Januar klagten die ersten über Heuschnupfen - ausgelöst meist durch Haselpollen aus dem Ausland. "Bei manchen Patienten ist die Allergie dieses Jahr so stark, dass sie sogar das erste Mal Asthma bekamen", sagt Schultze-Werninghaus.
"Trend zeigt nach oben"
Das vorige Jahr war vergleichsweise harmlos für Allergiker - der schneereiche, lange Winter und das kurze Frühjahr hatten den Pflanzen nur eine kurze Blüteperiode ermöglicht. Experten sind sich aber einig, dass die Erderwärmung dazu beiträgt, dass Pollenallergien immer häufiger und heftiger werden.
"Je nach Witterung und Botanik gibt es zwar jährliche Schwankungen, aber der Trend zeigt nach oben", sagt Mutius. "Manche Pflanzen, etwa die Esche, blühen mehr als zwei Wochen länger als vor 30 Jahren", sagt Schultze-Werninghaus.
Der Treibhauseffekt hat zwar die Blühsaison in Europa in den vergangenen Jahrzehnten um zehn bis 14 Tage verlängert. Es gibt jedoch auch andere Faktoren, die Allergiker stärker leiden lassen: So haben Forscher entdeckt, dass es immer wieder neue Pollen gibt - und dass die Pollen abhängig vom Standort aggressiver werden.
Ambrosia artemisiifolia, das Beifußblättrige Traubenkraut, hat den Sprung von Nordamerika nach Europa geschafft, wo es bisher als Allergen unbekannt war. Der häufigste und heftigste Auslöser für Heuschnupfen in den USA breitet sich jetzt in Frankreich, Norditalien und Süddeutschland aus.
Zudem tragen Umweltgifte dazu bei, dass es Allergikern schlechter geht. Im Fachblatt European Respiratory Journal von diesem Mittwoch zeigen Forscher, dass Kinder häufiger an Heuschnupfen, Allergien, Asthma und Neurodermitis leiden, wenn sie an stark befahrenen Straßen wohnen.
"Die Studie zeigt, dass Luftverschmutzung die Allergieneigung erhöht und dazu beiträgt, dass Kinder an den Atemwegen erkranken", sagt Michael Jerrett von der Universität Berkeley. 4100 Babys wurden schon im Mutterleib für die Wissenschaft erfasst. Jetzt untersuchten die Forscher den Gesundheitszustand der mittlerweile Vierjährigen.
"Die allergische Prägung findet in den ersten Jahren und teilweise schon in der Schwangerschaft statt", sagt Mutius. Ihr Team hat gezeigt, dass Kinder von Bauernhöfen stärker vor Allergien geschützt sind als reizärmer aufwachsende Kinder im selben Ort oder in der Stadt. Trotzdem gibt es Trost für Stadtbewohner: "Die Luftbelastung muss schon sehr hoch sein, damit Pollen aggressiver werden", berichtet Mutius. Ein paar hundert Meter von großen Straßen entfernt sinke das Risiko.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(SZ vom 25.04.2007)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
...hatte mal als Kind bis ins Jugendliche hinein superkrass Heuallergie. Habe alles mögliche ausprobiert. Erst als ich verzweifelt genug war tierisches Eiweiß ne Zeit ganz wegzulassen gings mir besser. Habs dann ne Zeit wieder ein bißchen probiert ( zumindest Käse ...) heute esse ich Hardcoremässig gar keins mehr !!! FREIWILLIG !!! Mein Tip: nicht jedermannsFRau sache ist es Tiereiweißfrei zu leben, aber ne Allergie ist ein deutliches Zeichen dafür, daß man den Körper zumindest ne Zeit möglichst entlasten sollte, damit der seine Kräfte reaktiviren kann. Gegen die Belastung der Umwelt in der Luft kann man so direkt ja oft nix machen. Gegen das was man in sich hineinfuttert schon...
Beobachtet wird beispielsweise im Raum München seit Anfang 2004:
"Verkehrsmaschinen", die fast täglich wiederholt über einem größeren Terrain hin und herfliegen und Schwaden zurücklassen, die stehen bleiben, sich ausbreiten. Auffällig, dass seit Sommer 2004 ein dramatischer Rückgang der Kleintierwelt verspürbar, und dass seit etwa 2005 Frühjahr die Allergien stark zunehmen. Solche Flugeinsätze, die offensichtlich zu stehenden Wolkenstreifen führen, hat es in großen Teilen Europas wie auch in den USA. Menschen klagen zunehmend über Augenreizung, Atembeschwerden, ungewohnt chemische Gerüche. Ein höherer Beamter bestätigte diese Flugeinsätze. r.kendel
Was schon ist Realität, Schreiber unter Pietoso? ? Was vor drei Jahrzehnten als irreal eingestuft wurde (durch Wissenschaften und und und und durch ihre Gläubigen -), ist heute real. Beispielsweise bewohnbare Planeten: damals ausgeschlossen!
Was beispielsweise vor Jahrzehnten als irreal eingestuft wurde, etwa die Möglichkeit globaler Katastrophen noch innerhalb weniger Jahrzehnte, ist heute Realität.
Ich weiß nicht, wer es fertig gebracht hatte, im KZ die Lage als Herausforderung anzusehen. Wie denn so? Ich weiß nicht, wer es fertig bringt, inmitten von Hochwasserfluten die Lage als Herausforderung zu begreifen. Ich weiß nicht, ob es eine Mutter gibt und geben kann, die es als Herausforderung erachtet, ihrem in den Fluten treibenden Kind in den Tod zu folgen.
Ich weiß nur eins, Schreiber Pietoso, dass Sie ziemlich unsensibel und Ihre Augen verschließen und glauben, jeglicher Herausforderung begegnen zu können, glauben, mit Ihrem Smart noch etwas beizutragen. Sie vergleiche ich mit dem Fall, wo ein Mensch zwar erkennt, dass die Planken des Schiffsrumpfes durch Hochkriminelle angebohrt und durchbohrt wurden, dann jedoch glaubt, er könne noch etwas dagegen tun, nämlich mit einem Eimer Wasser die Fluten stoppen. Und wenn Sie meinen, dass es der Tausende bedarf, um das zu können, dann liegen sie auch da völlig daneben. Vor dreissig Jahren wäre die sich heute abzeichnende Katastrophe (Klimaaufheizung) evtl. noch zu mindern gewesen. Heute nicht mehr. Die Wirkungen von Stoppmaßnahmen fallen in den nächsten 15 Jahren nicht mehr ins Gewicht, da sich die Gewalten der Natur bereits auf einen Umsturz eingestellt haben und losbewegen. In der Phase, wo sie so tätig werden wie heute sichtbar und erlebbar, ist es zu spät. r.kendel
.
Billigflugtickets auf Mallorca-sauftouren und bis zum zerplatzen aufgetunte Autos haben rein garnichts damit zu tun, Kulturen anderer Länder kennenzulernen. Kondenstreifen sind kondensiertes Wasser in der Luft, haben also wirklich wirklich nichts mit Abgasen zu tun, was jedoch nicht heißt, dass Flugzeuge nicht Tonnenweise CO2 und "unsaubere" Abgase erzeugen, da Kerosin, wie Diesel bekanntlich schwer brennbar ist.
P.S.: Meine Maus fährt nen Smart und ich Fahrrad :-P, es rührt sich schon was, leider gibt es viele Scheuklappenmenschen auf diesem Planeten, die die Realität als Bedrohung, und nicht als Herausforderung sehen.
Mit sonnigen Grüßen,
Hendrik Damm
Ich hatte in den letzten Jahren auch zunehmend Probleme mit Grässerpollen. Daher habe ich irgendwann mal gefragt was man tun könnte. Nach etwas Beratung habe ich mich für eine Hyposensibilisierung entschlossen, die auch jetzt noch läuft. (Ist eine langfristige Angelegenheit.) Und siehe da es hilft, obwohl es dieses Jahr so schlimm sein soll habe ich keinerlei Symptome, ausser das ich die monatlichen Spritzen 1-2 Tage lang vielleicht etwas stärker bemerke. Und auf das mögliche Asthma am Ende der Allergieentwicklung wollte ich wirklich nicht warten.
@CA-KE-KOE: Warum Flugzeuge und Autos? Weil die Menschen ihren Horizont erweitern und andere Gegenden und Kulturen kennenlernen wollen. Die Stabilität die Europa endlich erreicht hat ist auch dem zu verdanken, dass die Menschen sich gegenseitig kennen lernen und kein Diktator uns mehr erzählen kann das z.B. die Franzosen böse Kinderfresser sein.
Ausserdem sagen die Kondensstreifen wenig über die Menge an Abgasen der Flugzeuge aus. Trotzdem sollten wir weiter versuchen mehr in Einklang mit der Natur zu kommen - Aber technisch ins 18. Jahrhundert will ich deswegen trotzdem nicht zurück.
Paging