Die Deutschen trauen sich immer später vor den Altar und bekommen folglich immer später Kinder. Mittlerweile liegen wir auf "unterem internationalen Niveau".

Die Deutschen zögern immer länger, ehe sie sich vor den Traualtar trauen. Wie das Statistische Bundesamt in seinem Jahrbuch 2007 feststellt, heiraten Deutsche immer später, bekommen entsprechend später Kinder - und die nennen sie zur Zeit am liebsten Leon oder Marie.

Beckenbauer

Franz Beckenbauer zählte eher zu den Wiederholungstätern als den Spätzündern, als er im Dezember 2006 Heidi Burmester heiratete. (© Foto: dpa)

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"Wenn ein Mann sich erstmals traut, ist er im Durchschnitt fast 33 Jahre alt, eine Frau knapp 30 Jahre", sagt der Präsident des Bundesamtes, Walter Radermacher. Vor zehn Jahren habe das Heiratsalter von Männern bei 30 und von Frauen bei 27 Jahren gelegen.

Mit dem Heiratsalter verschiebt sich auch das Alter der Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes. Verheiratete Mütter sind heute rund 30 Jahre alt. Frauen im gebärfähigen Alter bekommen im Schnitt 1,4 Kinder. Das sei, so Radermacher, unteres europäisches und internationales Niveau.

Am schwierigsten wird die Ehe in Deutschland - statistisch gesehen - nicht im siebten, sondern schon im sechsten Jahr. Nach Angaben des Amtes aus dem Jahr 2005 wurden die meisten Ehen (rund 12 900) nach fünf Jahren geschieden. Treibende Kraft seien meist die Frauen: In 56 Prozent der Fälle stellten sie den Scheidungsantrag.

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(dpa/sueddeutsche.de)