Vor zehn Jahren hat sich niemand für Halloween interessiert. Jetzt boomt das Geschäft mit dem Kürbis. Warum bloß?
Wer Anfang der neunziger Jahre als Werwolf oder als Latex-Monster verkleidet nachts durch Wohngebiete gestreift wäre, der hätte wohl nicht lange auf die Polizei warten müssen.
Das Wahrzeichen des Gruselfestes: der ausgehöhlte Kürbis (© Foto: iStockphotos)
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Und mindestens skeptische Blicke hätte derjenige auf sich gezogen, der einen Kürbis ausgehöhlt, ihm Zähne und Augen geschnitzt, und ihn anschließend von einer Kerze beleuchtet ins Fenster gestellt hätte.
Weil sich die Zeiten aber geändert haben, rechnet Dieter Tschorn in diesen Herbsttagen vor, dass deutsche Gemüsebauern im vergangenen Jahr allein im September und Oktober 4 600 Tonnen Kürbisse an private Haushalte verkauft haben. "Diese Zahl habe ich recherchiert", sagt der Mann.
Denn am Kürbisverkauf glaubt er, seinen ganz persönlichen Erfolg messen zu können. Dieter Tschorn aus Weinheim an der Bergstraße, ein Lobbyist der Spielwarenhersteller, gilt als der Mann, der Halloween in Deutschland zum Leben erweckt hat. Zum Wohle und im Auftrag der Spielzeugindustrie.
Ein ökonomisches Kalkül
Allenfalls vereinzelt wurde hierzulande bis in die neunziger Jahre hinein das Spektakel gefeiert. In irischen Kneipen oder auf Burg Frankenstein bei Darmstadt, wo US-Soldaten mit ihren Familien das Fest regelmäßig in der Nacht vom 31. Oktober auf 1. November zelebrierten.
Viele halten Halloween ohnehin für ein typisch US-amerikanisches Kitsch-Phänomen, aber das ist zumindest nicht ganz richtig. Denn tatsächlich hat die Gruselshow einen keltischen Ursprung. Vor allem im katholischen Irland wurde Jahrhunderte lang traditionell der "All Hallow's Eve" begangen, der Abend vor Allerheiligen.
"Man glaubte, dass in dieser Nacht nicht nur die bösen Geister der Verstorbenen umgehen, sondern auch die bösen Mächte regieren", sagt Dieter Tschorn. Die zu Laternen umfunktionierten ausgehöhlten Kürbisse sollen übrigens an Jack O'Lantern erinnern, einen irischen Schmied, den der Teufel der Sage nach in einer Halloween-Nacht aus der Hölle warf, weshalb er irrlichtern und ruhelos durch die Welt streift.
Irische Einwanderer brachten das Fest im 19. Jahrhundert in die USA mit. Un dort entwickelte sich Halloween zu einem großen Geschäft. Warum nicht auch in Deutschland daran verdienen, dachte sich vor etwa 15 Jahren Dieter Tschorn, der Vorsitzender der Fachgruppe Karneval des Deutschen Verbandes der Spielwarenindustrie (DVSI) ist. Halloween ist also hierzulande kein zufällig gewachsener Kult, sondern das Resultat von ökonomischem Kalkül.
"Unsere Strategie war aus der Not geboren", sagt Tschorn. Der Golfkrieg hatte 1991 den Karneval ausfallen und das Geschäft mit Kostümen, Masken, Fastnachtsperücken und -zubehör zusammenbrechen lassen. Und dann treibt die Branche von Haus aus noch ein Problem um: Der Karneval dauert aus kalendarischen Gründen von Jahr zu Jahr unterschiedlich lange. "Wir mussten unbedingt in das Geschäft eine Konstante bringen", sagt Tschorn. Und da kam man auf Halloween.
Seit 1994 propagiert die Spielwarenbranche den Grusel-Karneval, der vom Geschäft her inzwischen längst nicht mehr nur eine Nacht, sondern ein, zwei Monate dauert.
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- Der Reiz von Halloween Der Spaß am Gruseln 30.10.2008
fuegerstef:Sie sind zum lück auch kein verknöcherter Spiesser. Sie wissen halt, dass die Kinder einfach Spass daran haben.
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dass hat doch nichts mit spießigkeit zu tun ,wenn man den halloweens-kommerz ablehnt. man muß schließlich nicht über jedes stöckchen springen, dass einem hingehalten wird. ;-)
ich persönlich werde heut nacht jedenfalls nicht im sündhaft teuren, stylischen dior-vampirella-fummel heulend und zähneknirschend durch die kneipen ziehn, nur weil's " in " ist... ;-)
"Ich hab zu Hallowen ein paar Süßigkeiten parat freu mich das die Kleinen spaß haben..."
Sie sind zum lück auch kein verknöcherter Spiesser. Sie wissen halt, dass die Kinder einfach Spass daran haben.
VIel schlimmer als Helloween sind Weihnachten und Ostern.´: Widerliche Christliche Lügengeschichten, die allein schon schlimm genug sind, ohne dass man ab August Stollen und Lebkuchen kaufen kann.
Querschläger: Falsch ist allerdings, dass sich vor 10 Jahren noch niemand für Halloween interessiert hat, auch damals gab es in Deutschland schon entsprechende Parties, zumindest unter Studenten. ..
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aber es gab zumindest noch nicht diesen ganzen ramsch zu kaufen, auf den man wirklich gut verzichten kann. in einem der bekannten , deutschen discounter gabs vor einer woche sogar für die halloweensparty eine lebensgroße guillotine ( fallbeil ) mit 2,05m höhe für 64,95 euro zu kaufen .....arrharrarr
"Papst Gregor IV. legte bereits 835 Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November fest"
quelle :wikipedia.de
Ha1ha: Halloween und Tanzverbot
Tja, wir in Bayern dürfen leider nicht feiern. Das Tanzverbot lässt grüßen!
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dieses tanzverbot bezieht sich ja auch nicht auf halloween ,sondern den "stillen" feiertag allerheiligen , zum gedenken der toten und gilt von 3 uhr nachts bis 24 uhr.
Papst Gregor IV. legte bereits 835 Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November fest, also lange bevor halloween hier in deutschland herumspukte.
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