Seit 50 Jahren sind Männer und Frauen gesetzlich auf Augenhöhe. Aber was hat sich in dieser Zeit wirklich getan - ein Überblick.
Seit 1958 begegnen sich die Geschlechter auf Augenhöhe - zumindest vom Gesetz her. Wie aber sieht die Realität aus? Was Frauen (und Männer) erreicht haben - eine Bilanz.
Eigentlich sollte es keine Unterschiede geben zwischen Mann und Frau, aber schon die Gehaltsabrechnung spricht eine andere Sprache. (© Foto: iStockphoto)
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Arbeit
Die natürliche Aufgabe einer Frau, so sah das weiland CDU-Familienminister Franz-Josef Wuermeling (im Amt 1953 bis 1962), sei "Selbsthingabe und Selbstverleugnung". Heute müsste Wuermeling mit Angela Merkel an eine Kanzlerin berichten, und seine Amtsnachfolgerin, die Ärztin und siebenfache Mutter Ursula von der Leyen würde ihn alt aussehen lassen. Damals jedoch sah sich Wuermeling in seinen Worten eins mit dem Gesetz, das dem Mann bis 1958 "die Entscheidung in allen das gemeinschaftliche eheliche Leben betreffenden Angelegenheiten" zubilligte. Sprich: Eine Frau, die arbeiten gehen wollte, hatte ihren Mann zu fragen. Heute betonen vor allem Männer in Führungspositionen gerne, dass Frauen dieselben Chancen haben. Seltener erklären sie, warum immer noch kein deutsches Dax-Unternehmen von einer Frau geführt wird oder warum der Anteil weiblicher Top-Manager in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern bei vier Prozent liegt.
Geld
Am meisten hapert es bei der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen noch beim Gehalt: Eine niedergelassene Ärztin verdient im Jahr durchschnittlich 78 000 Euro, ihr männlicher Kollege 128 700 Euro. Im Schnitt bekommen Frauen ein Drittel weniger für die gleiche Tätigkeit. Aber wenigstens dürfen sie heute selbst bestimmen, was sie mit ihrem Geld machen. Noch bis 1958 hatte der Mann die Hoheit über das Konto seiner Frau.
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Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
Das kann man natürlich so interpretieren, wenn man Nebensätze aus dem Gesamtzusammenhang reißt und selbst vorurteilsbehaftet ist ;)
Worauf ich hinauswollte, war eher die Frage, ob es ÜBERHAUPT Frauen gibt, auf die genannte Eigenschaften zutreffen. Da können sie mir ja wohl schlecht widersprechen. Warum ich das geschrieben habe? Nun, im gegenwärtigen Diskurs gibt es, und das zeigt sich im obigen Artikel mal wieder sehr deutlich, nur das stark vereinfachte Täter-Opfer-Schema, wobei Männern bzw. einem ominösen Patriarchat die Täterrolle zukommt und Frauen ausschließlich als Opfer betrachtet werden. Etwas anderes kommt gar nicht in Frage, das ist schon fast ein Automatismus. Dass man damit Frauen jeglicher Eigenverantwortung enthebt und als unmündige Wesen darstellt, scheint dabei nicht weiter aufzufallen. Soviel zum Thema "Vorurteile".
Übrigens gibt es zum menschlichen Partnerwahlverhalten einige Untersuchungen, beispielsweise von Prof. David Buss. Zuletzt befasste sich der Psychotherapeut und Autor Stefan Woinoff insbesondere mit dem weiblichen Partnerwahlverhalten, das er u.a. für die hohe Zahl partnerloser Karrierefrauen verantwortlich macht. Die Titelgeschichte einer der letzten Stern-Ausgaben bestätigt nur diesen Eindruck (auch wenn die Autoren - natürlich - wieder dazu tendieren, die portraitierten Frauen zu überhöhen und gleichzeitig als Opfer zu betrachten). Von "steinzeitlich" kann man hier durchaus sprechen, was natürlich auch auf Männer zutrifft. Nur: während die Akzeptanz einer selbständigen, voll im Beruf stehenden Partnerin unter Männern in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen hat bzw. selbstverständlich geworden ist (siehe z.B. die Umfrage im Spiegel Nr. 28, nach der sogar mehr Frauen als Männer die Rollenteilung "Hauptverdiener/Zuverdienerin" favorisieren, wenn ich mich recht erinnere), findet man doch immer noch nur sehr wenige Frauen, die sich für einen"Hausmann" begeistern könnten, egal wie erfolgreich sie selbst im Beruf sind. Da hakt es einfach noch gewaltig mit der Emanzipation, und ich vermute, das wird es auch noch eine ganze Weile, bedingt durch die erwähnte "Täter-Opfer"-Geisteshaltung, die solche Gedankengänge nicht erlaubt.
ganz einfach:
sie urteilen über frauen ,indem sie die folgende diffamierenden behauptungen aufstellen:
-frauen sehen sich als opfer ,weil sie in teilzeitbereiche gedrängt werden
-frauen wollen einfach nur ihre interessen durchsetzen
-frauen sind ein bißchen konservativ, wie auch schon bei der partnerwahl
-frauen sind steinzeitlich.
leider fehlt jedoch jegliches sachliche argument, auf das sie ihre unterstellungen stützen.
Was soll denn daran Ihrer Meinung nach ein Vorurteil sein und warum?
e.retikulum schrieb:
"Selbstverständlich sind aber natürlich die Frauen hier Opfer, da sie von Männern bzw. Kindern in Teilzeitberufe gedrängt werden. Völlig ausgeschlossen, dass Frauen einfach nur ihre Interessen durchsetzen und viele selbst einfach nur ein bißchen "konservativ" sind - wie auch schon bei der Partnerwahl. Wenn nicht gar "steinzeitlich". Ach nein, sowas darf man ja nur Männern an den Kopf werfen ;)"
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na, wer wirft denn hier mit vorurteilen um sich?
Na, Sie sind aber auch blitzschnell mit Ihren Vorurteilen - bei Ihrer Argumentationsweise bin ich nur froh, NICHT im Mittelalter zu leben ;)
Paging