Giftstoffe in Zahncremes Krebs statt Karies?

Moderne Zahncremes versprechen Schutz vor Karies und Zahnfleischbluten. Was nicht auf der Packung steht: Viele enthalten einem Test zufolge krebs- und allergieauslösende Stoffe.

Morgens, mittags, abends rät der Zahnarzt zum Putzen. Am besten mit einer elektrischen Bürste, danach sollen Zahnseide und Mundspülung den letzten Feinschliff erledigen.

Die akribische Hygiene mag gut für die Mundgesundheit sein - auf den Körper kann sie eine ganz andere Wirkung haben. Laut Testbericht der Zeitschrift Öko-Test enthalten Zahncremes mitunter allergie- und krebsauslösende Stoffe. Lediglich 14 von 36 getesteten Produkte konnten die Tester "bedingungslos" empfehlen.

Auffällig dabei: Die teuersten und am meisten beworbenen Zahnpflegemittel müssen nicht die besten sein. Im Gegenteil, unter die Besten mit dem Ergebnis "sehr gut" schafften es gerade einmal drei bekannte und teuere Produkte wie Elmex, Lavera und El-Ce med brillant 40 Vital. Daneben überzeugten elf Hausmarken von Discountern mit ihrer Qualität. Wer bei Lidl, Plus oder Schlecker seine Zahncreme kauft, ist laut Tester auf der sicheren Seite.

Lange Namen und mediale Werbepräsenz dagegen können täuschen: Das Produkt Blend A Med Complete extra fresh, Odol med 3 40 Plus oder Dentagard mit Naturkräutern landeten auf den letzten Plätzen. Die Note "ungenügend" erhielten sie, weil sie den Bakterienkiller Triclosan enthalten, der womöglich Antibiotikaresistenz bewirken kann.

Statt zahnschmelzstärkenden Fluoriden enthalten viele Pasten halogenorganische Verbindungen, die unter Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Außerdem in einer Zahnpasta nichts zu suchen, dennoch mehrfach nachgewiesen: das aggressive Tensid Natriumlaurylsulfat. Anstatt der Mundhygiene zu dienen, reizt es Schleimhäute.

Vielversprechende Namen und der tiefe Griff ins Portemonnaie sind also keine Garantie dafür, nachhaltig für die Gesundheit zu bürsten.