Moderne Zahncremes versprechen Schutz vor Karies und Zahnfleischbluten. Was nicht auf der Packung steht: Viele enthalten einem Test zufolge krebs- und allergieauslösende Stoffe.
Morgens, mittags, abends rät der Zahnarzt zum Putzen. Am besten mit einer elektrischen Bürste, danach sollen Zahnseide und Mundspülung den letzten Feinschliff erledigen.
Es kommt nicht auf Namen oder Farbe an bei der richtigen Zahnpasta (© Foto: iStockphotos)
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Die akribische Hygiene mag gut für die Mundgesundheit sein - auf den Körper kann sie eine ganz andere Wirkung haben. Laut Testbericht der Zeitschrift Öko-Test enthalten Zahncremes mitunter allergie- und krebsauslösende Stoffe. Lediglich 14 von 36 getesteten Produkte konnten die Tester "bedingungslos" empfehlen.
Auffällig dabei: Die teuersten und am meisten beworbenen Zahnpflegemittel müssen nicht die besten sein. Im Gegenteil, unter die Besten mit dem Ergebnis "sehr gut" schafften es gerade einmal drei bekannte und teuere Produkte wie Elmex, Lavera und El-Ce med brillant 40 Vital. Daneben überzeugten elf Hausmarken von Discountern mit ihrer Qualität. Wer bei Lidl, Plus oder Schlecker seine Zahncreme kauft, ist laut Tester auf der sicheren Seite.
Lange Namen und mediale Werbepräsenz dagegen können täuschen: Das Produkt Blend A Med Complete extra fresh, Odol med 3 40 Plus oder Dentagard mit Naturkräutern landeten auf den letzten Plätzen. Die Note "ungenügend" erhielten sie, weil sie den Bakterienkiller Triclosan enthalten, der womöglich Antibiotikaresistenz bewirken kann.
Statt zahnschmelzstärkenden Fluoriden enthalten viele Pasten halogenorganische Verbindungen, die unter Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Außerdem in einer Zahnpasta nichts zu suchen, dennoch mehrfach nachgewiesen: das aggressive Tensid Natriumlaurylsulfat. Anstatt der Mundhygiene zu dienen, reizt es Schleimhäute.
Vielversprechende Namen und der tiefe Griff ins Portemonnaie sind also keine Garantie dafür, nachhaltig für die Gesundheit zu bürsten.
- Statussymbol im Mund Das gekaufte Lächeln 25.09.2008
- Zahngesundheit Mehr als ein Strahlen 13.03.2009
(sueddeutsche.de/mmk/bre)
Konsequenz der Loveparade-Katastrophe
In Zahnpasta ist unter anderem Zucker(seeeeeehr gut für die Zähne) oder Sacharin(ein zur Schweinemast hergestelltes und immer noch dazu benutztes Mittel), Fluor(inzwischen weiss hoffentlich auch der Dümmste, dass das nicht gesund ist), etc etc etc
Wer seine Zähne gesund putzen möchte, nimmt z.B. Sango-Korallen-pulver, Teebaumöl oder afrikanisches Zahnholz her.
Wer seine Zähne kaputt putzen möchte, kann weiter bei den Produkten der Pharma-Industrie bleiben ... ;o))
Zitat: "Natriumaurylsulfat"
"Natriumlaurylsuffat" ist richtig.
naja, die SZ wird kaum den ganzen Artikel abdrucken, dafür soll man dann doch die Zeitschrift bzw. den Artikel kaufen.
Also laut Überschrift enthalten die deutschen Zahncremes Krebs-fördernde Chemikalien.
Nur im Artikel findet man keine Info dazu.
Natriumlaurylsulfat ist lediglich als reizend beschrieben, so übermässig gefährlich ist diese seit vielen Jahrzehnten auch in Shampoos verwendete Substanz wohl nicht.
Also ich bin enttäuscht von der Informationstiefe des Artikels, fehlt ja der relevante Inhalt.
Was Ökotest angeht, ist seine Nähe zu Lidl etwas auffällig.
Was Testplakten angeht, sind sowieso der Kreativität keine Grenzen gesetzt, so erhielt ein Bier eines Discounters eine Goldmedallie als Deutschlands bestem Bier, von einem Bierclub.
Ich persönlich vertraue keinen Plaketten mehr. Mein Lidl Fahrradschloss wurde mit gut beworben, ich bekomme es aber auch mit dem Schlüssel eines Baumarktfahrradschlosses auf, spricht nicht für die Sicherheit.
Ein anderer Discounter bildet zum Testurteil in der Werbung gleich zwei Artikel ab, allerdings wurde mit dem Urteil eigentlich nur ein Produkt bewertet, tja so kommt man auch zu vielen Plaketten.
Das nur am Rande noch erwähnt, weil das Ganze ja von Ökotest inzeniert wurde und ich diesem Siegel schon lange nicht mehr traue.
In der Süddeutschen fehlt wie gesagt jede relevante Info zur Zahnpastafrage, daher kann man als Leser ja auch nicht beurteilen, ob an der Sache was dran ist.
Vielleicht wurde ja noch die CO2-Bilanz der Zahnpasta bewertet ?
und was ist mit ALDI?