Mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag machen nicht so dick wie drei größere
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Immer wieder hört man die Empfehlung, mehrere kleine Zwischenmahlzeiten zu sich zu nehmen, das sei besser, als bei Frühstück, Mittagessen und Abendessen "zuzuschlagen". Einzuwenden ist dagegen nichts, vielleicht ist es geselliger, und das Völlegefühl stellt sich nicht so schnell ein - ebenso wenig wie Hunger in den langen Pausen zwischen den großen Mahlzeiten. Als Vermeidungsstrategie gegen Übergewicht sind Zwischenmahlzeiten jedoch nicht geeignet. In Studien wurde gezeigt, dass eine definierte Essensmenge mehr Energie im Körper freisetzt, wenn sie in kleine Mahlzeiten zerteilt und zu verschiedenen Zeitpunkten gegessen wird - und daher dicker macht -, als wenn sie auf einmal verzehrt wird. In der Praxis zeigte sich zudem, dass es in verschiedenen Studien mit mehreren Tausend Probanden keinen Unterschied in der Energieaufnahme innerhalb von 24 Stunden gab - egal ob die Teilnehmer schlemmten oder nur nippten.
Fazit: Wie es euch gefällt
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(SZ vom 1.2.2008)
"Wenn ich Sport treibe, esse ich mehr, deshalb hat es keine Auswirkung. Mythostyp: faule Ausrede: kaum ein regelmäßiger Läufer nimmt zu.
Der Artikel ist leider voller dicker Fehler und was noch viel schlimmer ist, er verschweigt vieles :(
Es geht schon auf der ersten Seite los: "Manche Mythen ... sind aber nur schlechte Ausreden für Übergewicht." Wieso brauchen Dicke denn eine Ausrede? Man weiß heute, dass es keine Diät gibt, mit der Dicke dauerhaft abnehmen können [Zeit 2007]. Dabei nützt es auch nichts, wenn man die Diät Ernährungsumstellung nennt. Das Gewicht ist zum größten Teil genetisch bedingt[Stunkard]. Die Betroffenen können also nichts dafür. Was soll das Gefasel von Ausreden?
Der Artikel widerlegt angeblich Dicke wissen, dass sie dick sind. Dabei gilt jemand mit einem BMI zwischen 25 und 30 schon als übergewichtig. Komischer weise haben diese Übergewichtigen die geringste Mortalität [Flegal]. Wieso sollte die Gewichtsklasse mit der geringsten Mortaltät zu dick sein? Dies ist dummes Zeug! Gott sei Dank wissen diese Menschen nicht, dass sie zu dick sind. Sie sind es nämlich nicht!
Der Artikel widerlegt angeblich Dicke sind gute Futterverwerter. Denn Mit jeder Gewichtsklasse nahmen Energieverbrauch und -umsatz kontinuierlich zu. Dies ist eine ziemlich einseitige Darstellung. Es gibt viele Studien die gezeigt haben, das Dicke nicht mehr essen als Dünne (Beaudoin und Meyer (1953) oder Lincoln (1972) ). Viel interessanter ist aber wie viele cal Dicke verbrauchen, wenn sie abgenommen haben. In Wikipedia findet man dazu:
Leibel und Hirsch untersuchten 1984 den Kalorienverbrauch von gewichtsstabilen dicken und dünnen Personen. Der Energiebedarf pro Quadratmeter Körperoberfläche war vergleichbar mit 1432 kcal/m2/Tag (Dicke) und 1341 kcal/m2/Tag (Dünne). Nach einer Diät sank der Kalorienbedarf der Dicken auf 1021 kcal/m2/Tag unter den Wert der dünnen Kontrollgruppe. Die Dicken nahmen 2171 kcal/Tag auf, weniger als die Dünnen mit 2280 kcal/Tag. Und dies obwohl sie noch 60% mehr wogen als die dünne Kontrollgruppe. [Leibel]
Bei höherem Gewicht weniger cal. Das nenne ich gute Futterverwerter.
Wie unterschiedlich die Reaktion auf einen Nahrungsüberschuss ist, konnte man sogar in der SZ nachlesen [SZ]. Einge Meschen verbrennen überschüssige cal einfach. Sie nehmen selbst bei 6000 kcal pro Tag nicht zu. Es gibt sie leider doch die guten und schlechten Futterverwerter:(
Viel schlimmer ist, was der Artikel verschweigt:
Der "Terror der Gesundesser" (SZ) leidet an einem schwerwiegenden ('tschuldigung) Problem:
1. Übergewicht = schlecht.
Wer bestimmt Über(!)gewicht und wer ordnet selbiges
in Kategorien ein? Ästheten? Wissenschaftler? Die
Mehrheit? Gar der Zeitgeist?
Das wäre eine durchaus interessante Diskussion.
(Semantisch jedenfalls; sachlich wäre sie überflüssig.)
Teil zwei der Diskussion sollte sich um Schwule drehen.
Die Argumente dürften sich zu 75 Prozent gleichen.
Bier macht nicht "mehr dick als alles andere", sondern der wirkt appetitanregend. Wenn man es schafft den Griff zu den Snacks zu vermeiden ist das von der Seite der Kalorien betrachtet in Ordnung.
Bei Cola und sonstigm Industriemuell muessen Sie fuer uebermaessige Kalorien nicht mehr essen, sie sind bereits enthalten.
Die Studie besagt, dass Menschen mit niedrigerem Bildungsstand eher zu Uebergewicht neigen. Ihre Interpretation ist daher falsch wenn Sie sagen:
"Sie besagt auch das 2/3 der Deutschen zu dick und nach der Aussage auch dumm sind."
Obwohl ein alter Spruch besagt: "Intelligenz saeuft, Dummheit frisst" ;-)
In diesem Sinne... Prost!
Fazit: Die Gesamtmenge an Kalorien macht's.
Ich habe die Beobachtung gemacht, dass viele gar nicht wissen wie viel sie am Tag an Kalorien zu sich nehmen. Gerade von den Uebergewichtigen Kollegen und Freunden hoere ich immer wieder: Ich esse doch auch nur 2-3 mal an Tag und auch nicht mehr als Du.
Das mag sein, aber zwichendurch gibt's am laufenden Band Kalorienbomben. Hier ein Kaesecroissant, da ein Stueck Schokolade, Nachmittags dann ein kleines Stueckchen Kuchen und nebenbei ein paar Kekse. Und dann noch FastFoodMcBurger zum Abendessen (Viel Energie, wenig Masse) und abends locker ausklingen lassen bei Chips und Erdnuesschen.
Vielleicht sollte man mal eine Woche lang ueber seine Essgewohnheiten Buch fuehren...
Paging