Argumente gegen die Impf-Verweigerung: Impfungen sind etwas ganz Natürliches. Wie Sie die Gesundheit Ihres Kindes am besten schützen, erklärt Ihnen Dr. Günter Gerhardt.

Als Impfbefürworter habe ich in der Praxis immer wieder Probleme damit, Eltern davon zu überzeugen, ihr Kind impfen zu lassen. Vor allem zwei Argumente muss ich mir dabei immer wieder anhören. Erstens: Impfen - das ist doch etwas Unnatürliches. Und zweitens: Impfungen sind gefährlich!

Impfen schützt. (© irisblende.de)

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Zum Ersten: Eine Impfung ist zunächst einmal etwas ganz Natürliches, werden doch dem Körper abgeschwächte oder abgetötete oder auch nur Bestandteile von Viren und Bakterien zugeführt. Diese haben ihre krank machende Wirkung verloren, sind aber trotzdem in der Lage, den Körper zur Bildung entsprechender Antikörper zu veranlassen. Der Körper reagiert darauf mit denselben Immunmechanismen wie auf einen Kontakt mit natürlicherweise in der Umwelt vorkommenden Bakterien oder Viren.

Zum Zweiten: Von gefährlich kann man wirklich nicht sprechen, es gibt lediglich selten harmlose Rötungen und Schwellungen an der Injektionsstelle oder es tritt eine leichte Temperaturerhöhung nach der Impfung auf. Diese Nebenwirkungen verschwinden in der Regel schnell wieder. Schlimmere Komplikationen sind ganz selten und rechtfertigen nicht einen Verzicht auf das Impfen, weil die Folgen und vor allem auch die Spätfolgen von Infektionskrankheiten wesentlich häufiger sind und schlimmer verlaufen. Die Abwägung von Nutzen und Risiko bei Gesunden spricht immer für die Impfung.

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(Quelle: www.medical-tribune.de)