Man sagt, Senf mache dumm. Aber machen Spaghetti schlau? US-Forscher haben die Wirkung mediterraner Küche auf das Gehirn untersucht.

Freunde deutscher Hausmannskost sollten ihren Speiseplan rechtzeitig überdenken. Denn Forscher behaupten, dass Mittelmeerküche den geistigen Abbau im Alter verzögern kann.

Immer nur Nudeln hilft allerdings auch nicht weiter. Unter gesunder "mediterraner" Kost wird eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse und mehr Fisch als Fleisch verstanden (© Foto: iStockphotos)

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Zudem kann die mediterrane Kost einer Studie zufolge bei Menschen, die bereits leichte kognitive Beeinträchtigungen aufweisen, den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit bremsen.

Forscher der Columbia Universität in New York beobachteten über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren rund 1.400 anfangs geistig rege Menschen sowie etwa 480 Personen, deren kognitive Leistungsfähigkeit schon leicht gelitten hatte.

Bei jenen Teilnehmern, die zunächst noch geistig fit waren, senkte eine mediterrane Kost das Risiko für einen Leistungsabbau. Jenes Drittel, das sich recht strikt an die Mittelmeerküche hielt, war um 28 Prozent weniger gefährdet als die Personen, die bevorzugt Fleisch und andere tierische Produkte aßen.

Bei den geistig schon beeinträchtigten Teilnehmern senkte die Mittelmeerkost das Risiko für einen Ausbruch der Alzheimer-Erkrankung um mehr als 40 Prozent.

Die Forscher vermuten in der Zeitschrift Archives of Neurology, dass Konsum von Fisch, Obst und Gemüse sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren und geringe Mengen Alkohol den Cholesterinspiegel, die Blutzuckerwerte und die Blutgefäße positiv beeinflussen.

(Quelle: "Archives of Neurology", Vol. 66, S. 216-225)

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(AP/mmk)