Was im Körper geschieht
Anzeige
Inzwischen weiß man mehr. Lachen ist Sport. Ohne dass wir es gleich merken, werden Muskeln angespannt, auch solche, von denen wir gar nicht wissen, dass wir sie haben. Ungefähr 300 sind es vom Kopf bis zum Bauch, 17 davon im Gesicht.
Du lachst, die Atmung wird schneller. Der Luftaustausch im Leib erhöht sich um das Dreifache. Mehr Sauerstoff saust durch die Organe. Die machen mit, werden lebendiger, treiben ihren eigenen Stoffwechsel an.
Dann - es hat sich ausgelacht - entspannt sich der Leib. Wohlgefühl stellt sich ein. Das Gehirn hat mitgespielt, mitgelacht. Es hat im Zentrum der Gefühle (dem limbischen System) mehr Glückshormone (Endorphine) produziert, ausgeschüttet beim Lachsport.
Gleichzeitig hat es Stresshormone (zum Beispiel Adrenalin) unterdrückt. Der Hormonhaushalt hat sich verändert. Außerdem ist das Immunsystem hochgejazzt worden. Schmerzempfindungen lassen nach. Der Mensch ist, für kurze Zeit wenigstens, ein anderer, ein besserer geworden. Das alles ist allein durch Lachen geschehen, ganz ohne Witze. Es funktioniert sogar einfacher ohne solche Scherze.
Allerneueste Forschungen verstärken das Bild. Eine halbe Stunde Heiterkeit pro Tag verbessert messbar den Hormonhaushalt. Eine sorgfältige Studie zeigte, dass der Status von Diabeteskranken sich positiv ändert. Die Laborwerte für Blutfette und Entzündungsreaktionen wurden besser. Nicht sofort, aber nach ein paar Monaten regelmäßiger Heiterkeit. Es brauchte dazu auch kein ständiges Yogalachen. Lustige Filme, immer wieder konsumiert, taten es auch. Laurel und Hardy ("Dick & Doof") erweisen sich als wahre Medizinmänner. In ihrem Film "Fra Diavolo" lachen sie selbst minutenlang. Sie sehen sehr glücklich aus dabei.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
- Lachen als Therapie Verordneter Humor 19.04.2009
- Gesunde Mimik Sexy oder hysterisch? 16.04.2008
(SZ Wohlfühlen 2/2009/mmk)
Partnersuche zum Valentinstag