Erbgut bei Tieren - und möglicherweise auch bei Menschen - wird einer neuen Studie zufolge nicht nur per DNA übertragen, sondern auch durch die deutlich einfacher gestrickte RNA.
Minoo Rassoulzadegan von französischen Institut für Gesundheit und Medizinforschung (Inserm) berichtete in "Nature", wie sie bei genetisch veränderten Mäusen eine Erbanlage per RNA auf die nächste Generation übertrug.
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Die Studie könnte Folgen für die Erforschung von Erbkrankheiten haben. Paul Soloway von der New Yorker Cornell-Universität forderte in einem gesonderten Artikel auf, die Ergebnisse zunächst mit Vorsicht zu genießen: Bevor die Mendelschen Gesetze zur Vererbung umgeschrieben würden, müssten zunächst andere Wissenschaftler die Studie in Versuchen nachvollziehen.
Dass RNA (Ribonukleinsäure) als Erbmaterial dienen kann, ist von Viren wie dem Grippe-Erreger sowie dem HI-Virus bekannt, das die Immunschwächekrankheit Aids überträgt. Bei Mensch und Tier ist die RNA der DNA (Desoxyribonukleinsäure) untergeordnet, in welcher Erbinformationen dauerhaft abgelegt sind. Die RNA gilt bislang nur als eine Art Überträgerin oder auch Zwischenspeicher dieser Informationen innerhalb eines Organismus.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)