Um ungewollte Schwangerschaften junger Mädchen zu verhindern, gibt die englische Stadt Sheffield bizarren Aufklärungsunterricht. Das Motto: Mehr Sex, weniger Kinder.
Brav versprach Alfie, ein guter Vater zu sein. Er war zwar erst 13, und die Mutter seines Kindes mit ihren 15 Jahren zwei Köpfe größer als er, aber der Junge mit dem Kindergesicht bekannte sich mutig zu dem ungewollten Nachwuchs.
Es gibt glückliche junge Mütter, aber für viele Jugendliche kommt das Leben mit Kind zu früh. (© Foto: iStockphotos)
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Plötzlich wirkte es fast schick unter Englands Jugendlichen, Papa zu werden, und auch andere Jungs erhoben Anspruch auf das neugeborene Mädchen namens Masie. Das war nicht auszuschließen, denn Teenagermutter Chantelle hatte mit mehreren Jungs Sex gehabt.
Was für die Gleichaltrigen zum Spiel wurde und wochenlang die britische Boulevardpresse mit ausreichend Stoff versorgte, kitzelte endlich auch eine Reaktion aus Politikern heraus. Tory-Chef David Cameron fand es "besorgniserregend", dass so viele Kinder in seinem Land Kinder bekämen. Und Premier Gordon Brown äußerte sich zwar nicht direkt zum Fall "Alfie", schlug aber zumindest halbherzig mit der Hand aufs Rednerpult und forderte: Man müsse etwas tun.
Sheffield legt nun vor. Mit ihrem Programm zur Bekämpfung von Teenagerschwangerschaften macht die nordenglische Stadt von sich Reden. Denn die Ratschläge klingen zuerst einmal bizarr. Das Motto: Mehr Sex, weniger Kinder. Da die bisher gepredigte Enthaltsamkeit augenscheinlich nicht fruchtete, versucht man nun, das Pferd andersherum aufzuzäumen. Je mehr die Kinder über Sex wüssten, desto selbstbewusster und selbstbestimmter gingen sie mit ihrer Sexualität um.
Wie die Zeitung The Star aus Sheffield berichtet, seien 471 der 15- bis 17-jährigen Mädchen der Stadt 2007 schwanger geworden. Die Schwangerschaftsrate sei in ärmeren Stadtteilen bis zu sechs mal so hoch wie in betuchteren Gegenden. Die teuren Aufklärungskampagnen der vergangenen zehn Jahre ließen die Schwangerschaftsrate um gerade mal 0,3 Prozent sinken. Dabei versucht Sheffields "Teenage Pregnancy Partnership Board" (TPPB) seit 1998 das Ziel der Regierung zu realisieren, die Schwangerschaften bis 2010 um die Hälfte zu reduzieren.
Großbritannien führt in Europa die traurige Statistik an: 39.000 Mädchen unter 18 Jahren erwarteten 2006 ein ungewolltes Kind, 4000 der Mädchen unter 16 Jahren ließen es abtreiben.
Mit erhobenem Zeigefinger komme man da nicht weiter, meint Steven Sacks, der das Zentrum für sexuelle Gesundheit der Stadt leitet. Seine Zauberformel: Offener Umgang und Freude am Sex. Der althergebrachte Satz "An apple a day keeps the doctor away" wurde kurzerhand umgedichtet in "An orgasm a day keeps the doctor away". Sacks zufolge sei Sex so gesund wie die tägliche Portion Obst und Gemüse sowie regelmäßiger Sport. Wer zwei Mal die Woche bewusst und mit Spaß Sex habe, sei automatisch auf der sichereren Seite. Wer keinen festen Sexualpartner habe, dürfe ruhig regelmäßig onanieren.
Als Spaßmacher, die ein ernstes Thema verharmlosen, wollen die liberalen Aufklärer von Sheffield nicht gesehen werden. Sie berufen sich auf die Erfolge, die vergleichbare Programme in den Niederlanden gezeigt haben. In ihrem bereits 2007 formulierten Programm zur Bekämpfung der Teenagerschwangenschaften setzt das TPPB auf offene Gespräche auf Augenhöhe mit den Jugendlichen.
Keine Studie habe belegen können, dass frühe Aufklärung auch zu einem vorzeitigen Beginn des Sexuallebens führe. Im Gegenteil: Je besser die Minderjährigen Bescheid wissen, desto bewusster entscheiden sie, was sie wollen oder nicht. Verfrühte Schwangerschaften sind fast immer die Folge völliger Unwissenheit.
Diese "Unfälle" sind nicht selten der Beginn eines Albtraums. Wenn Kinder oder Teenager ungewollt schwanger werden, kann das ein abruptes Ende ihrer eigenen Kindheit und dramatische soziale Folgen bedeuten - seien es Konflikte in der eigenen Familie, der Schule oder den Verlust des Ausbildungsplatzes. In ihrer Broschüre mit dem Titel "Pleasure" gibt die Gesundheitsbehörde den jungen Aktiven deshalb einige Grundregeln mit auf den Weg. Ein erfülltes Sexualleben erreiche, wer gesund sei, beim Sex sicher bleibe, ihn bewusst genieße und generell auf seine wirtschaftliche Situation achte.
Das alles hätte auch Alfie bedenken müssen, der Junge, der nicht einmal Taschengeld bekommt und bislang nicht wusste, wie viel Windeln kosten. Doch der 13-Jährige hatte Glück - sein Vaterschaftstest erwies sich als negativ. Seine Ex-Geliebte Chantelle zieht derweil ihre Tochter ohne Vater groß.
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(sueddeutsche.de/mmk/bre/cmat)
Brasiliens Präsidentin Roussef
"Das ganze hat mit Diskriminierung nichts zu tun. Der Islam muss nur noch warten dann kann er in den Westen einmaschieren ohne Probleme das zur Überlegung ihrer Zukunftspläne."
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Nach Ihrem ersten Anlauf mit 'Diskriminierung' hat man noch Hoffnung. Aber mit dem Schlusssatz kriegt man Probleme, ob der wirklich absichtlich im gleichen Atemzug geschrieben wurde.
"...en, weil sie meinen, dass sie sich so die Jungfräulichkeit bewahren. "
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Das katholisch korrekte Rezept wäre eigentlich, dass man auf einen Erzengel wartet. Damit umgeht man deutlich alle verzweifelten Versuche.
Ich schrieb in meinem von der Moderation kassierten Beitrag - sofern ich mich erinnere - an WPJ folgendes:
Über die Geschlechterverteilung bei den Geburtenraten sind mir auch Meinungen bekannt - unter anderem von Michael Moore und anderen - daß angeblich die Jungs aussterben. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber man kann hier immerhin offensichtlich zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Auf den Kindergeburtstagen, die ich so miterlebe, spielen meist 10 Mädels mit 2 oder 3 Jungs. (Da mache ich mir schon Hoffnungen, daß es, wenn ich 60 bin, für die 25 Frauen kaum mehr gleichaltrige Männer gibt :))
Über den Umgang mit indischen Frauen weiß ich aus erster Hand, daß Frauen dort immer noch diskriminiert werden. Oft werden Mädchen auf Druck der Schwiegerfamilie zwangsabgetrieben oder bei der Geburt getötet oder verstümmelt (damit sie nicht teuer verheiratet werden müssen, sondern betteln gehen können). Während meines letzten Aufenthaltes in Varanasi erhängten sich dort 3 oder 4 Schwestern, damit ihr Vater sich wenigstens die Mitgift für die Jüngste leisten kann. Die Studenten an der Uni Benares fanden das mehrheitlich vorbildlich! Wer denn die viel wertvolleren Söhne gebären soll, wird beim geringen Wert der Mädchen dort gerne übersehen.
Über die Überalterung erwähnte ich, daß wir nicht blind Kinder in die Welt setzen können, um die auf den Kopf gestellte Populationspyramide wieder auf die Füße zu kriegen, weil wir gleichzeitig ein Problem mit Übersiedelung und Ressourcenknappheit haben. Aus diesem Grund, so mein Beitrag, rieten schon in den 70ern Wissenschaftler des Club of Rome oder Denker wie Hoimar v. Ditfurth zur "Gesundschrumpfung".
Ich lade gerne dazu ein, hier anderer Auffassung zu sein. Aber wo hier die Nettiquette verletzt wurde, soll mir mal bitte einer erklären.
ist, dass die Mädels verstärkt auf Analsex umsteigen, weil sie meinen, dass sie sich so die Jungfräulichkeit bewahren.
Woraus folgt: Es gibt einen Gott.
PS:
Und dann fände ich es anständig, wenn die Beiträge zwar im Artikel, aber nicht gelich im eigenen Profil gelöscht würden, damit man das selbst nochmal nachlesen und evtl korrigieren oder vertreten kann.
Was ich in dem gelöschten Beitrag schrieb, ist seriös recherchiert, und teilweise selbst in Indien erlebt.
Paging