Von Martin Wiehl

Mit der Impfung gegen humane Papillomaviren ist erstmals eine direkte Impfung gegen Krebs möglich. Die Impfung ist sehr effektiv denn rund jede 500. Impfung rettet ein Leben.

Der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist die zweithäufigste Krebserkrankung junger Frauen in Europa. Allein in Deutschland sterben jeden Tag fünf Frauen an den Folgen der Erkrankung.

Papllomaviren, AFP

Ein Arzt hält einen neuen Impfstoff gegen die so genannten humanen Papllomaviren in seiner Hand. (© Foto: AP)

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Darauf wies Diethard Sturm, Hohenstein-Ernstthal, vom Deutschen Hausärzteverband auf einer Pressekonferenz in Hamburg hin und betonte, wie wichtig es ist, diesem Krebs vorzubeugen.

Obwohl die bisherigen Vorsorgemaßnahmen durchaus wirksam sind, stoßen sie doch an ihre Grenzen. Denn an der jährlichen Vorsorgeuntersuchung durch Analyse des Zellabstrichs nimmt nur jede zweite Frau ab 18 Jahren teil.

Wie Monika Hampl von der Frauenklinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berichtete, konnte die Rate jährlich neu auftretender Zervixkarzinome seit Einführung der Vorsorgeuntersuchung im Jahre 1971 aber immerhin auf weniger als die Hälfte gesenkt werden.

Mit der neuen Impfung sollte sich dieser Trend nochmals fortsetzen, hofft die Frauenärztin. Denn jeder Krebserkrankung am Gebärmutterhals geht eine - zunächst noch nicht bösartige - Zellentartung voraus. Und für diese Krebsvorstufen sind stets Papillomaviren verantwortlich.

Insgesamt gibt es zwar über 100 verschiedene Typen von humanen Papillomaviren (HPV), aber nur zwei Varianten lösen letztlich rund drei Viertel aller Tumore am Gebärmutterhals aus. Und gegen diese beiden HPV-Varianten schützt der neue Impfstoff zuverlässig, betonte Frank von Sonnenburg von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Berliner Robert Koch-Institut.

Seinen Ausführungen nach ist die Impfung auch sehr effektiv, was nicht zuletzt den Ausschlag dafür gegeben hat, dass die STIKO Ende März, eine positive Empfehlung gegeben hat. Denn mit 130 Impfungen wird ein Krebsfall und mit 500 Impfungen ein Todesfall verhindert. Nach der öffentlichen Empfehlung sollten alle Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis einschließlich 17 Jahren gegen HPV geimpft werden.

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(Quelle: www.medical-tribune.de)