Das Rauchverbot in Irland hat die Gesundheit der Kneipenmitarbeiter deutlich verbessert, berichtet das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.
Das Rauchverbot in Irland hat die Gesundheit der Kneipenmitarbeiter deutlich verbessert. Das Pub-Personal klage heute seltener über Husten, gerötete Augen und Rachenreizungen als vor Einführung der rauchfreien Gastronomie, berichtete das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg mit Verweis auf eine irische Studie.
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Die Lungenfunktion der Mitarbeiter habe sich merklich gesteigert. Zugleich sprachen sich laut DKFZ in einer deutschen Umfrage zwei von drei Menschen für ein Rauchverbot in Restaurants aus.
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hatte im Auftrag des Krebsforschungszentrums im Februar bundesweit rund 2000 Menschen im Alter von 14 bis 80 Jahren befragt.
Der Wunsch nach einem Rauchverbot in Gaststätten hat demnach mit 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Im Februar 2006 hatten sich in der gleichen repräsentativen Umfrage 59 Prozent dafür ausgesprochen, im Februar 2005 waren es 53 Prozent. Die Zustimmung zu einem Rauchverbot zieht sich dabei durch alle politischen Lager und steigt mit der Schulbildung.
Welche zum Teil drastische Wirkung ein Rauchverbot haben kann, belegt die irische Studie der Forscher um Prof. Luke Clancy vom Forschungsinstitut für eine tabakfreie Gesellschaft in Dublin.
Die Wissenschaftler hatten für ihre im Fachblatt American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlichte Analyse Luftqualität und Mitarbeiter von 42 Pubs in Dublin untersucht.
Irland hatte im März 2004 als erstes Land in Europa eine vollständig rauchfreie Gastronomie eingeführt.
Ein Jahr nach Einführung des Rauchverbots klagten demnach unter den in Pubs beschäftigten Nichtrauchern statt ehemals fast 60 Prozent nur noch 15 Prozent über gerötete oder gereizte Augen.
Auch rauchende Mitarbeiter profitierten von ihrem qualmfreien Arbeitsplatz: Zwar blieben bei ihnen Hustenattacken am Morgen unverändert häufig, Klagen über Reizungen im Rachen halbierten sich jedoch in etwa.
Die Messungen der Luft belegten, dass die Konzentrationen schädlicher Partikel und des krebserzeugenden Benzols stark zurückgegangen sei.
Clancy hatte laut DKFZ zunächst von September 2003 bis März 2004 die Schadstoffbelastung in der Kneipenluft und den Gesundheitszustand der Mitarbeiter untersucht, kurz bevor das irische Verbot in Kraft trat.
Diese Daten verglich er mit denen einer identischen Untersuchung genau ein Jahr später.
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(dpa)
Bundespräsident Gauck in Israel
Was von den Studien des DKFZ bzgl. angeblichem Nichtraucherschutz zu halten ist wurde bereits in der ZEIT beschrieben http://www.zeit.de/online/2005/51/passivrauchen?page=all
Weiterer Kommentar überflüssig, dass solche reinen Agitprop-Studien allerdings mit öffentlichen Mitteln bezahlt werden ein Skandal.
Bei der Umfrage dürfte es sich um eine Manipulation handeln (Fragestellung)
Im Politbarometer vom 02.03.07 sprachen sich 28%für ein Rauchverbot ohne Ausnahme, 29% für die Ausnahme Raucherzimmer aus und 43% meinten der Wirt solle selbst entscheiden. Wenn unser Oberpopulist Seehofer in seinem zutiefst widerlichen Opportunismus immer wieder davon spricht, dass die Bevölkerung ein absolutes Rauchverbot wünscht ist er ein Lügner. Dies bestätigt sich immer wieder nicht nur im privaten Umfeld. Ich sage nur Positivliste!
@Luziffer
Ihr Beitrag dünkt mich recht inkonsistent:
Oben schreiben Sie, dass nicht die zahlende Kundschaft (hier: Nichtraucher) für Umsatzeinbußen verantwortlich sind, sondern Kunden (hier: Raucher), die dem Geschäft fernbleiben. Potzblitz, wer hätte das gedacht? Warum diese Kunden allerdings "arrogant" sind, erschließt sich mir nicht. Gilt das auch für Kunden, die z.B. Ikea meiden und so dem Geschäft Umsatzeinbußen bescheren? Sind die auch "arrogant"?
Nun, weiter unten schreiben Sie dann sehr richtig, dass Kunden (hier: Raucher) die Wahl haben. In der Tat, diese Wahl haben sie. Sie dürfen entscheiden, ob sie eine Gaststätte aufsuchen oder nicht.
Gute Luftgrüße!
das mit den umsatzeinbußen liegt ja wohl nicht an den nichtrauchern, die die kneipen besuchen.
eher doch an arroganten rauchern mit der meinung 'wo ich nicht rauchen darf geh ich nicht hin und 5 minuten vor der tuer stehen will ich nicht'.
es gibt gegenteilige belege dafuer, das gaeste in nicht-raucher lokalen laenger verweilen und dadurch mehr konsumieren. gerade snacks und aehnliches wuerden hauefiger verkauft.
das argument der wahlfreiheit fuer nichtraucher finde ich laecherlich. gerade in kleineren staedten und gemeinden hat man keine wahl. wieviele orte gibt es, in denen es nur ein bis zwei kneipen gibt? da hat man lediglich die wahl: soziales abseits durch gesundheitsbewusstsein oder (passiv-) raucher werden.
die wahlfreiheit hat doch in zukunft auch der raucher ! will er rauchen geht er einfach 5 min. vor die tuer. dass er dadurch etwas verpasst ist wohl eher unwahrscheinlich. viele iren fanden es uebrigens toll, vor der tuer andere raucher kennen zu lernen !
Leider unterschlägt die DKFZ, daß seit dem Rauchverbot bereits über 600 Kneipen und Pubs für immer zugemacht haben. Jede Woche kommt eine weitere hinzu.
Die Experten wiederholen jedoch immer wieder, daß Rauchverbote keine nennenswerten Umsatzeinbrüche bedeuten würden. Offensichtlich kann die Gastronomie doch nicht nur von den Nichtrauchern leben.
Gruß
GHL
Falls ein allgemeines Rauchverbot in öffentlichen Bereichen ohne faule Kompromisse hierzulande nicht durchgesetzt werden sollte, wäre das nicht nur ein Armutszeugnis, sondern eine einzige Schande für die Politik. Niemand will den Herren Struck, Müntefering und Co. ihre privaten Vergnügungen nehmen, aber angesichts der aktuellen zutiefst alarmierenden wissenschaftlichen Studien in bezug auf das Passivrauchen erwarte ich von einem Berufspolitiker dennoch, daß für ihn die Schrankentrias des Grundgesetzes nicht nur eine Worthülse ist.
Unabhängig hiervon sollte man auch endlich von dem Schreckgespenst der allumgreifenden Existenzbedrohung für Gastwirte Abstand nehmen; Zahlen in Irland, Norwegen, Neuseeland oder Schottland räumen dieses Lobby-Märchen eindrucksvoll zur Seite. Ich selbst war übrigens schon ca. 15 Mal auf der Grünen Insel, und seit dort das Rauchverbot eingeführt wurde, macht es sogar noch mehr Spaß. Unabhängig davon, daß die Raucherzonen vor den Pubs meist eine einzige Flirtmeile sind, kann es vorkommen, daß an einem eher rauhen Herbstabend der zum Biergarten umfunktionierte Innenhof proppenvoll ist, während man im Hause selbst nur noch auf vereinzelte Stubenhocker trifft. Der Stimmung tut dies indes keinerlei Abbruch, eher im Gegenteil. Selbst diejenigen, die aus Protest und tiefer Überzeugung die Pubs nunmehr meiden, veranstalten jetzt z.B. private Barbecues und sind dort auch nicht unglücklicher als vorher, wohingegen Familien nun auch mal guten Gewissens abends gemeinsam speisen gehen.
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