Ein Drittel der Deutschen kauft Essen mit Zusätzen, die die Gesundheit fördern sollen. Obst wäre aber gesünder - und Überdosierungen können sogar gefährlich sein.
Sie sollen die Abwehr stärken, entzündungshemmend wirken und vor Zellalterung schützen. Und außerdem Schutz vor Prostatakrebs bieten: "Funktionelle Lebensmittel" versprechen eine Menge.
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Gesund, gesünder, Functional Food: Viele Nahrungsmittel bieten inzwischen einen Zusatznutzen. (© Foto: iStock)
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Mehr als ein Drittel der Deutschen kauft gelegentlich oder sogar häufig solche Nahrungsmittel mit Zusatznutzen. Allerdings sind nur sechs Prozent der Ansicht, dass solche Functional-Food-Produkte für eine gesunde Ernährung tatsächlich notwendig sind. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Krankenkasse DAK in Hamburg.
Gefährliche Überdosierungen
Die DAK-Ernährungsexpertin Silke Wilms warnt vor gefährlichen Überdosierungen zum Beispiel von Vitaminen. So könne viel Vitamin A die Knochen porös und brüchig machen.
Besonders stark ist demnach das Interesse der Unter-30-Jährigen. Bei ihnen greift sogar die Hälfte hin und wieder oder oft zu Lebensmitteln mit Vitamin- oder anderen Zusätzen, die die Gesundheit fördern sollen.
Die Ernährungsexpertin rät allerdings, sich lieber auf natürliche Nährstoffquellen zu verlassen und zum Beispiel zu frischem Obst und Gemüse aus der Region zu greifen. Und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärke die Knochen weitaus besser als Kalziumpräparate.
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(sueddeutsche.de/dpa/pfau)
Super, endlich mal ein Beitrag auf Sueddeutsche.de der versucht Anglezismen (die sowieso im Englischen größtenteils sinnlos sind) zu vermeiden. Negativ zu bemerken ist allerdings, dass das "Wort" "functional food" im Titel auftaucht.
"Funktionelle Lebensmittel" macht sehr viel mehr Sinn.
Wunderbar, weiter so ;)
...wachsen schon seit Millionen von Jahren. Man muss sie nur ernten und essen...
Aber die Industrie will halt Geld verdienen, und Ängste (Krankheit und Siechtum...) sind nun mal gute Verkaufsargumente, gerne noch unterstützt von dem schönen "zumindest schadet es ja nichts" Argument, das sich bei näherem Hinsehen eigentlich immer als glatte Lüge entpuppt. (Wenn's der Gesundheit nicht schadet, dann aber auf jedem Fall dem Geldbeutel...)
Andererseits hält sich mein Mitleid mit den Menschen, die sich von diesem Blödsinn ernähren, aber durchaus in Grenzen: Wer zu faul ist mitzudenken, der hat's halt nicht besser verdient...
Mahlzeit!