Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat wieder einmal getestet und festgestellt: In der Capri-Sonne ist wenig Frucht, dafür viel Zucker.
Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat vor dem bei Kindern beliebten Erfrischungsgetränk Capri-Sonne gewarnt. Jede der Tüten enthalte 6,5 Stück Würfelzucker, wie Foodwatch mitteilte.
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Capri Sonne - wenig Sonne, viel Zucker. (© Foto: dpa)
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Außerdem steckten in dem Getränk, das mit großen Früchte auf dem Etikett wirbt, kaum Früchte. In der bekanntesten Capri-Sonne mit Orangen-Geschmack stecken laut Foodwatch nur sieben Prozent Orangen, das seien etwas mehr als zwei Esslöffel.
Für den typischen Capri-Sonne-Geschmack sorgen laut Foodwatch Aroma-Stoffe. Die Verbraucherorganisation wies darauf hin, dass der Capri-Sonne-Hersteller Wild ein weltweit führender Aromen-Produzent ist. Die Verwendung von Aroma werde nur sehr klein auf der Capri-Sonnen-Verpackung vermerkt. Der hohe Zuckergehalt sei für Verbraucher ebenfalls kaum zu erkennen, weil der Hersteller keine Nährwertangaben mache.
Zwar behaupte Capri-Sonne selbst nicht, dass das Kinder-Getränk gesund sei, erklärte Foodwatch. Allerdings werde der Verbraucher mit einer ausgeklügelten Werbestrategie "ganz legal in die Irre" geführt. Foodwatch kritisierte unter anderem, dass der Capri-Sonne-Hersteller trotz der ungesunden Zusammensetzung der Getränks als Förderer von Kinder- und Jugendsport auftrete. "Eltern sollten wissen: Im Schulranzen ist Capri-Sonne fehl am Platze", sagte Anne Markwardt von Foodwatch.
Capri-Sonne gibt es seit rund 40 Jahren. Das Getränk wird laut Hersteller inzwischen in 18 Ländern produziert und in über 100 Ländern getrunken. Capri-Sonnen-Produzent Wild ist daneben einer der weltweit führenden Produzenten von Aroma-Stoffen, die Lebensmitteln künstlich Geschmack geben.
Foodwatch wendet sich mit seiner Kampagne "abgespeist. de" gegen irreführende Werbepraktiken von Lebensmittelherstellern. Dazu stellt die Organisation auf der Internetseite regelmäßig Produkte vor, die nach ihren Angaben nicht halten, was sie versprechen.
(sueddeutsche.de/AFP/bilu)
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Ich weiß überhaupt nicht, worüber sich Foodwatch so aufregt. Daß da so wenig Fruchtsaft drin ist? Na und? Hat Foodwatch nicht erst vor ein paar Wochen davor gewarnt, wie schlecht doch Fruchtsaft für die Zähne sei?
...das wusste meine Mutter schon vor 20 Jahren, ohne Foodwatch und Süddeutsche, sie hatte wohl einfach mal einen Schluck probiert...
Deshalb haben wir als Kinder auch keine CapriSonne bekommen, eine Konsequenz die mittlerweile vielen Eltern wohl einfach zu unbequem ist,
schade...
Alle mir bekannten Kinder, die Capri-Sonne getrunken haben, mich eingeschlossen, konnten immer zwischen Orangensaft und Capri-Sonne unterscheiden. Keines trinkt heute noch Capri-Sonne, denn es ist Erachsenen zu süss. Insofern scheinen mir der Konditionierung doch natürliche Grenzen gesetzt.
...bei Caprisonne gibt es jetzt den "Spaßverdoppler"! Da kann man sich direkt an zwei Beutel anschließen!
was Sache ist. Aber Kinder werden durch das Trinken solcher Produkte so konditioniert, dass sie am Ende meinen, Säfte müssen so schmecken. Dann wollen die auch TV-Dinner, Surimi schmeckt ihnen wie Hummer, Batterienhuhn schmeckt ihnen (wenn es nur panniert wird) wie Weihnachten. Letztendlich sind aber doch die Eltern (und die Schulen, wenn die Kinder dort essen, ganz zu schweigen von den Krankenhäusern, wenn sie das Pech haben, dort eine Zeit verbringen zu müssen) verantwortlich. Und die wiederum sind Gefangene ihrer eigenen Konditionierung. Miracoli zum Beispiel. Mmmhhhh... Das ist doch lecker, nicht wahr?
Eben.
Paging