Deutschlands Feuerwehren laufen die Männer davon. Dafür finden nun viele Frauen Gefallen am Feuerwehrdienst. Aber sind die für den Job geeignet?
Sie schneiden Verletzte aus Autowracks, löschen Brände und leisten Hilfe bei Unwetterschäden: In Deutschland sind mehr als 1,3 Millionen Feuerwehrleute ehrenamtlich oder hauptberuflich im Einsatz. Welch eine beeindruckende Armada das ist, zeigt folgender Vergleich: Die Mitgliederzahlen aller sechs im Bundestag vertretenen Parteien und der Feuerwehren sind fast identisch.
Eine Feuerwehrfrau der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main. (© Foto: dpa)
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Doch seit geraumer Zeit geht die Zahl der aktiven Feuerwehrleute zurück. Jedes Jahr um ein Prozent. Immer weniger junge Männer treten in die Feuerwehr ein. Ein Hauptgrund: Viele Arbeitgeber nehmen es nicht mehr hin, dass ihre Leute ständig ausrücken müssen und dann am Arbeitsplatz fehlen.
Andererseits bringt die Mitgliedschaft in der Feuerwehr besonders auf dem Land Vorteile mit sich. Außer der gesellschaftlichen Anerkennung ergeben sich daraus auch berufliche und geschäftliche Vorteile. Überhaupt bildet die Feuerwehr neben dem Sportverein den wohl wichtigsten vorpolitischen Raum. Allein in Bayern gibt es 7700 Freiwillige Feuerwehren mit mehr als 320.000 Aktiven.
Wie Eskimos in der Sahara
Kein Lokalpolitiker kann es sich leisten, die Macht der Feuerwehren zu ignorieren. Einer wie der ehemalige CSU-Chef Erwin Huber hat als Mitglied einer Dorffeuerwehr sogar alle Leistungsabzeichen abgelegt, die meisten Politiker belassen es aber bei der passiven Mitgliedschaft.
Die Folgen dieser Verzahnung sind in der kommunalen Infrastruktur zu beobachten. In Bayern gibt es Städte mit 12.000 Einwohnern, die zehn Feuerwehren, zehn Feuerwehrhäuser und zehn Mal die Ausstattung an Tragkraftspritzen, Fahrzeugen und Atemgeräten besitzen. Die Volkssänger der Biermösl Blosn brachten diese Gemengelage frech auf den Punkt: "Weil die Gemeinde pleite ist, muss man den Haushalt schonen / drum gibt's fürs neue Feuerwehrhaus nur noch lumpige acht Millionen."
Nun, da den Feuerwehren trotz aller Wohltaten die Männer abhanden kommen, erweist es sich als Glücksfall, dass die Frauen nicht nur am Fußball, sondern auch am Feuerwehrdienst Gefallen finden. Vor 25 Jahren waren Frauen in der Feuerwehr noch fast so exotisch wie Eskimos in der Sahara.
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.. im aktiven Einsatz den Männern das Wasser nicht reichen können kann ich nicht beurteilen. Kann mir aber gut vorstellen, dass es in Extremsituationen auch auf Kraftausdauer ankommt, und da haben die Frauen naturgemäß Nachteile.
ABER: Wie oft kommt so etwas vor? Und dann sind ja nicht nur Frauen vor Ort, die anwesenden Männer können übernehmen während die Frauen sich um die anderen Dinge kümmern. Alles eine Frage der Einteilung, also ist das kein Problem.
Darüberhinaus gibt es bei der Feuerwehr auch einige Tätigkeiten, da ist es wirklich egal, ob Frau oder Mann. So ist es beispielsweise unerheblich, ob eine Frau oder ein Mann in der Leitstelle die eingehenden Notrufe entgegen nimmt und die weiteren Maßnahmen einleitet. Auch beim Fahren eines Notarztwagens ist es unerheblich ob Frau oder Mann am Steuer sitzt oder den Patienten betreut.
Insofern seh ich nicht den geringsten Grund, warum Frauen nicht bei der Feuerwehr Dienst machen sollten.
"westeraccum" sollte behutsam von "typisch" sprechen!
Ich bin in einer Feuerwehr bei der seit den 1970er Frauen dabei sind. Und dennoch treffen wir oft an der Einsatzstelle auf verwunderte Menschen, wenn die Damen den Helm absetzen.
Leider ist die Anerkennung bei Weitem nicht so, wie im Artikel dargestellt. Oft wird den ehrenamtlichen Rettern die Verschwendung von Steuergeldern nachgesagt. Dennoch stehen die wieder nachts um vier auf, weil die Feuerwehr ruft. An der Einsatzstelle wird man dann gefagt, ob es sich um eine Übung handelt!
Wie die Feuerwehren ausgestattet werden, was die Leute können müssen und welche Fahrzeuge in einer Gemeinde stehen, entscheiden nicht die Feuerwehrleute - auch wenn sie sich dafür rechtfertigen sollen.
Ist doch mal wieder typisch, erst wenn nicht mehr genug Jungen/Männer ein Amt haben wollen dann dürfen auch die Frauen ran. Siehe Messdiener/innen....
Das lässt für die katholische Kirche hoffen, es könnte dann auch in nur 100 bis 200 Jahren Priesterinnen geben*g*!
nicht dazu geeignet sein den Schlauch festzuhalten? Da haben sie dann mal richtig was in der Hand
Außerdem frieren Frauen schneller, da schadet so ein wenig Feuer überhaupt nicht
. In Bayern gibt es Städte mit 12.000 Einwohnern, die zehn Feuerwehren, zehn Feuerwehrhäuser und zehn Mal die Ausstattung an Tragkraftspritzen, Fahrzeugen und Atemgeräten besitzen.
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Welche denn zum Beispiel (München, Augsburg, Ingolstadt oder Nürnberg mal ausgenommen)? Wie steht es um Erding oder gar Traunstein?