Warum nehmen manche Menschen schneller zu als andere? Die Biologie von sechs Genen kann dafür verantwortlich sein.

Übergewicht entsteht auch im Kopf: In einer internationalen Studie haben Wissenschaftler sechs Gene identifiziert, die die Neigung zu Fettleibigkeit verstärken. Ebenso wie zwei bereits bekannte Erbanlagen beeinflussen auch die sechs neu entdeckten Gene die Aktivität von Nervenzellen im Gehirn.

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Der Hamburger: Bei manchen wandert er direkt auf die Hüften, andere verbrennen ihn besser. (© Foto: dpa)

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"Die beiden Hauptursachen für das Dickwerden sind natürlich falsche Ernährung und mangelnde Bewegung", sagt Iris Heid vom Helmholtz Zentrum München, die den deutschen Arm des Projekts koordiniert. "Aber die Biologie dieser Gene deutet darauf hin, dass genetische Faktoren dahinterstehen, wenn Menschen auf Lebensstil- und Umweltbedingungen unterschiedlich reagieren."

In der im Fachblatt Nature Genetics veröffentlichten Studie untersuchten die Wissenschaftler bislang zwei Millionen DNS-Varianten in 15 genomweiten Assoziationsstudien mit insgesamt über 32.000 Teilnehmern. Die Rolle der gefundenen Kandidatengene wurde dann in weiteren 14 Studien mit 59.000 Teilnehmern geprüft.

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(AP/Nature Genetics/bilu)