Erst feiern, dann fasten - das ist alljährlich ein strammes Programm für den Körper. Ein häufiger Fehler: die Zeit des Verzichts zum rasanten Abnehmen zu nutzen.
Die Zeit nach Aschermittwoch wird von vielen gern genutzt, den Körper nach all den "Genuss-Sünden" zu pflegen - ehe man mit Ostereieressen weitermacht.
Immer nur Apfel - das ist der garantierte Einstieg in den unliebsamen Jo-Jo-Effekt (© Foto: photocase)
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Allerdings sollte die Fastenzeit nicht als kollektives Hungern missverstanden werden, bei dem der Nachbar oder Kollege genauso leidet, wie man selbst. Ein gesundes Abnehmen ist nach Einschätzung der Ernährungswissenschaftlerin Ursel Wahrburg besonders mit sechswöchigen "Crash-Kuren" nicht möglich.
"Die Gewichtsabnahme ist etwas, das nur langfristig funktioniert", sagt Wahrburg, die an der Fachhochschule Münster tätig ist. Sinnvoller sei es deshalb, die Ernährung langfristig umzustellen.
Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und dauert bis zum Osterfest. Viele Menschen dächten, das Abnehmen sei im Grunde wie eine mehrwöchige Therapie, und sie seien nach nur sechs Wochen ihr Gewichtsproblem für immer los, sagt Wahrburg. Auf diese Weise könne jedoch niemand dauerhaft schlank bleiben.
"Das ist der Einstieg in die berühmte Jo-Jo-Geschichte: Am Ende ist der Mensch dicker und kränker als vorher", sagt die Ernährungsexpertin. Vielmehr solle man die Fastenzeit zunächst zum "Innehalten" nutzen, um sich klar zu werden, ob man seinen Lebensstil dauerhaft umstellen will: "Das fängt mit Alltagssituationen an, indem man zum Beispiel die Treppe nimmt und nicht den Aufzug", sagte Wahrburg.
Sport sei beim Abnehmen besonders wichtig. "Langfristig funktioniert das nur, wenn man an beiden Seiten arbeitet: der Essenseite und der Bewegungsseite", so die Wissenschaftlerin. Ferner sei es hilfreich, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun.
"Ich würde raten, sich jemanden zur Unterstützung zu suchen. Es fällt einem dann leichter." Sinnvoller als eine radikale Abnehmkur ist es nach Ansicht der Expertin jedoch, in der Fastenzeit eher auf Dinge wie Süßigkeiten zu verzichten: "Vielleicht merkt man nach diesen sechs Wochen, dass man gar nicht so viel vermisst hat."
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(dpa/sueddeutsche.de/mmk)
Abholzungen im Amazonas-Gebiet
Ich habe das Thema abnehmen schon lange aufgegeben. Seit dem ich Hartz IV bin gehe ich auseinander wie eine Dampfnudel. Es ist einfach kein Geld für eine vernünftige Ernährung da.
...neue Erkenntnisse. Da geht`s einem ja nach dem Lesen schon besser...