Erst der Tabak, jetzt die Burger: Bürgermeister Michael Bloomberg will ein rauch- und nun auch fettfreies New York. Fast-Food-Ketten müssen fortan angeben, wie viele Kalorien in ihrem Essen stecken.
Unüberlegt soll sich in New York niemand mehr Pommes, Burger und Pizza einverleiben. Die US-Metropole will verstärkt gegen die Volkskrankheit Übergewicht vorgehen: Schnellrestaurants in New York müssen ab sofort genau angeben, wie viele Kalorien in ihren Fast-Food-Gerichten stecken. Dies entschied am Dienstagabend ein Berufungsgericht in der US-Metropole.
Die New Yorker werden mit jedem Bissen wissen, was sie sich da gerade "antun". (© Foto: dpa)
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Fortan wird das Wissen um die Fettsünde gleich mitserviert. Vom Hamburger bei McDonalds bis zur Pizza bei Domino's muss auf jeder Portion stehen, wie hoch der Nährwert ist. Mit der Kennzeichnungspflicht für Pommes und Co. will der Stadtrat gegen die Volkskrankheit Übergewicht vorgehen. In einer Studie aus dem Jahr 2004 waren mehr als 21 Prozent der New Yorker als übergewichtig eingestuft worden - etwa 70 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor.
Große Aufregung, wenig Verständnis
Der Entscheidung des Berufungsgerichts ging ein erbitterter Justizstreit voraus. Die Imbissketten - allen voran McDonalds und Dunkin' Donuts - wehrten sich mit allen Mitteln gegen die entsprechende Anordnung der Stadtverwaltung. Noch am Dienstagmorgen verbuchten sie zunächst einen Erfolg: Das Gericht setzte auf ihr Drängen hin die Kennzeichnungspflicht zunächst aus. Diese Entscheidung nahmen die Richter am Abend dann aber wieder zurück.
Damit müssen nun alle Ketten mit landesweit mehr als 15 Filialen für Speisen und Getränke die Kalorien ausweisen. Einziges Zugeständnis des Gerichtes an die Ketten: Bei Verstoß gegen die Anordnung sind nicht schon am Anfang Juni Strafgelder fällig, sondern erst ab Mitte Juli.
Die Schwierigkeit der Entscheidung zeigten die Äußerungen der beteiligten Richter. Richterin Rosemary Pooler zeigte Unverständnis, "warum sich die Restaurantbetreiber so aufregen". Schließlich seien etwa auf Zigarettenschachteln schon seit langem Warnhinweise aufgedruckt, "und die Leute rauchen trotzdem weiter".
Ihr Kollege Chester Straub zeigte hingegen eher Verständnis für die Fast-Food-Unternehmer: "Eine Portion Pommes Frites mehr oder weniger macht ja keinen großen Unterschied." New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat sich den Kampf gegen Gesundheitsrisiken wie Rauchen und fettes Essen auf die Fahnen geschrieben. Den Tabakkonzernen ist er bereits mit saftigen Zigarettensteuern zu Leibe gerückt.
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(AFP/mmk)
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Wer so eine Schweinerei i s s t -------- so muß es heißen.
...der kann sich auch ruhig durchlesen, was er sich da in die Futterluke schiebt.
die Regelungswut hat einen weiteren Höhepunkt erreicht .... eigentlich egal weil Ami-Land. Muss nur mit Erschrecken feststellen, dass hier schon wieder der Applaus aufbrandet und die Übernahme dieses Schwachsinns für Deutschland gefordert wird!
Ist den der Bürger nicht mehr für sich selbst verantwortlich? Wie wollt ihr Ihn den noch bevormunden??
Zu Ihrer dritten Frage hätte ich eine Gegenfrage:
Wo sehen Sie eine Gesellschaft die zur Perfektion strebt?
Ich sehe eine Gesellschaft weit entfernt von der Perfektion, die sich mehr und mehr selbst zerstört und zu Gunsten des Kapitals immer schön ungebildet gehalten wird.
Auch wenn ein leichtes Unbehagen angesichts der Rigerosität des New Yorker Bürgermeisters aufkommt, muss man ihm doch dafür Respekt zollen, im Dienste der Gesundheit auch unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen und zu vertreten.
Die deutschen Wendehalspolitiker und Lobbysklaven wie Wulff und die CSU-Prominenz
sollten sich hieran ein Beispiel nehmen. Ihr Umgang mit dem Nichtraucherschutz ist ein weiteres trauriges Beispiel für fehlendes Rückgrat in der Politik.
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