Von Fabian Seyfried

Die Bereitschaft, Wagnisse einzugehen oder anderen Menschen zu vertrauen, überträgt sich offenbar von den Eltern auf die Kinder.

Wer selbst als Draufgänger gilt, muss sich nicht wundern, wenn seine Kinder später den gleichen Ruf haben. Denn Eltern, die kein Risiko scheuen, haben im Durchschnitt auch risikobereitere Kinder.

Wie der Vater, so der Sohn. (© Foto: AP)

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Das lässt zumindest eine neue Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und der Universität Bonn schließen (IZA Discussion Paper Nr. 2380).

Demnach überträgt sich die Risikobereitschaft von einer Generation auf die nächste.

Aus Fragebögen und Interviews mit 3600 deutschen Familien leiteten die Forscher für jeden Teilnehmer ein Risikoprofil her. Dabei unterschieden sie auch zwischen Risiken in Freizeit und Beruf. Anschließend zeigte ein Vergleich, dass Familienmitglieder in den einzelnen Bereichen in sehr ähnlichem Maße risikofreudig sind.

Besonders auf Einzelkinder und Erstgeborene wirken die Erwachsenen auf noch unbekanntem Wege prägend, ergab die Untersuchung. Einen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen fanden die Forscher hingegen nicht.

Wenig überrascht waren die Bonner Experten, dass auch die Bereitschaft, anderen Menschen zu vertrauen, von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird.

Risikobereitschaft und Vertrauen seien wichtige Werte in einer sozialen Gruppe und eine frühe Anpassung an die Mitmenschen für den Nachwuchs daher von großem Vorteil.

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(Quelle: www.medical-tribune.de)