Von Birgit Lutz-Temsch

Der Sternekoch Holger Stromberg testet Expeditionsnahrung - mit erstaunlichen Ergebnissen.

Beim Burger aus der Dose war Schluss. "Das geht einfach nicht", sagt Holger Stromberg, Sternekoch und Verpfleger der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, "das kann ich nicht essen." Vor ihm liegt ein matschiges Brötchen, zwischen dessen Hälften etwas klebt, das aussieht wie "gekochte Salami" und mit einer gelblichen Schicht überzogen ist, die "an alles erinnert, aber nicht an Käse". Das Urteil des Fachmanns ist vernichtend.

Holger Stromberg, Sternekoch und Verpfleger der Fußball-Nationalmannschaft, hat für uns Expeditionsnahrung getestet - mit erstaunlichen Ergebnissen. (© Foto: Stephan Rumpf)

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Und Holger Stromberg kehrt dabei keineswegs den verwöhnten Sternekoch heraus, im Gegenteil: 13 Expeditionsgerichte und ein Getränk hat er in einem exklusiven Test verkostet, wenn es sein musste, auch in kaltem Zustand. Und dabei streng danach geurteilt, was überhaupt möglich ist, wenn man Essen dehydriert, monatelang in Tüten packt und dann mit heißem Wasser wieder zum Leben erweckt.

Auf diese Form der Ernährung greifen zum Beispiel Wanderer zurück, die mehrtägige Touren vor sich haben und nur ein begrenztes Gewicht tragen können. Gerade das Essen ist aber auch eines der größten Themen bei der Vorbereitung fast jeder Expedition. Besonders wichtig wird das, wenn es um das Zurücklegen einer Strecke geht: Beim klassischen Höhenbergsteigen können Nahrungsmittel in die Hochlager transportiert werden. Wenn man von Russland nach Kanada über das arktische Meereis marschiert, ist das Anlegen von Nahrungsmitteldepots dagegen unmöglich.

Wer solche Distanzen "unsupplied", also ohne jede Unterstützung, zurücklegen will, muss sich sehr gut überlegen, wovon er sich in dieser langen Zeit extremer Beanspruchung ernähren wird. Und landet dann schnell bei der Regel: Maximaler Gehalt bei minimalem Gewicht - und der Einsicht, dass es nur mit natürlichen Lebensmitteln in ihrem Urzustand nicht geht.

Weiter auf der zweiten Seite: Zu welchen Ergebnissen Stomberg kam und was er selbst auf die Reise mitnehmen würde.

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