Wenn junge Mädchen oft müde sind, ist es Zeit für ein saftiges Steak: Denn der Grund könnte Eisenmangel sein.
Pubertierende Mädchen sind besonders häufig von Eisenmangel bedroht. Generell benötigt der Körper von Kindern und Jugendlichen während der Wachstumsphase besonders viel von dem wichtigen Spurenelement.
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Diäten in der Pubertät können vor allem bei Mädchen zu Eisenmangel führen. (© Foto: ddp)
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Doch Mädchen brauchen zusätzlich mehr Eisen in der Nahrung als Jungen im gleichen Alter, da sie wegen ihrer Menstruation zusätzlich Eisen verlieren, wie der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Ulrich Fegeler, berichtet.
"Machen sie noch zusätzlich eine Diät oder ernähren sich vegetarisch, sollten sie besonders auf genügend Eisen in ihrem Speiseplan achten", mahnt der Mediziner. Auch extremer Sport könne bei Mädchen wie Jungen zu Eisenverlust führen.
Hinweise auf einen Eisenmangel könnten Blässe, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, brüchige Haare und Fingernägel, spröde sowie eingerissene Lippen sein.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Mädchen und junge Frauen zwischen 10 und 19 Jahren 15 Milligramm Eisen täglich und für Jungen in dieser Altersgruppe 12 Milligramm. "Der Körper nimmt Eisen über Fleisch leichter auf als über pflanzliche Nahrungsmittel", erklärt Fegeler.
In Kombination mit Vitamin-C-reichen Früchten oder Gemüsesorten könne pflanzliches Eisen etwas besser verwertet werden. Ungünstig auf die Eisenaufnahme wirkten sich Tannine aus, die etwa im Tee oder Kaffee enthalten seien.
Deshalb sollten Vegetarier zum Essen keinen schwarzen oder grünen Tee oder Kaffee trinken, rät der Arzt. Auch überreichlicher Milchkonsum könne vor allem bei Kleinkindern die Eisenresorption negativ beeinflussen. Eisenreich seien dagegen rotes Fleisch, dunkles Geflügelfleisch, wie zum Beispiel Straußenfleisch, Thunfisch, Lachs, Eier, Tofu, getrocknete Bohnen und Erbsen, getrocknete Früchte sowie grünes Blattgemüse.
Ein 150-Gramm-Stück mageres Rindfleisch enthalte beispielsweise 6 Milligramm Eisen, 100 Gramm Dosen-Sardinen 5 Milligramm, 200 Gramm gebackene Bohnen 5 Milligramm, 90 Gramm gedämpftes grünes Gemüse ein Milligramm.
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(sueddeutsche.de/AP/bilu)
Brasiliens Präsidentin Roussef
Völlig richtig.
Und da ich nicht werten kann stimme ich auf diesem Weg zu.
Ich habe ein paar Jahrzehnte mehr auf dem Zähler, bin Vegetarier und meine Blutwerte sind immer in bester Ordnung.
"Vegane Ernährung ist auch kein Problem, wenn man ab und zu Vitamin B12 nimmt - es gibt so viele leckere vegane Rezepte!"
Stimmt, und die Vitaminpräparate wachsen auf Präparatbäumen? :-)
Als Leistungssportler habe ich ein paar Mal versucht, vegetarisch zu leben. Es geht einfach nicht, ohne dass sich Mangelerscheinungen einstellen, wenn man einen bestimmten Lebensstil führt.
Das im Steak vorhandene Eisen, genau wie andere Spurenelemente, lässt sich übrigens vom Körper leichter verwerten, daher ist Fleisch nunmal der bessere Lieferant dafür.
Der falsche Umgang mit Fleisch ist freilich ein anderer: in der deutschen Küche kocht man das Gemüse immer zum Fleisch. Es müsste genau umgekehrt sein.
Zitat:
"Ein 150-Gramm-Stück mageres Rindfleisch enthalte beispielsweise 6 Milligramm Eisen...200 Gramm gebackene Bohnen 5 Milligramm..."
Warum muss es dann das "saftige Steak" sein?
Öfters mal Hülsenfrüchte essen - Bohnen zum Beispiel in einem vegetarischen Chili, oder Linsen im Curry.
Ich bin 29, seit 18 Jahren Vegetarierin, und habe keinen Eisenmangel. Das ist einfach Quatsch...
Vegane Ernährung ist auch kein Problem, wenn man ab und zu Vitamin B12 nimmt - es gibt so viele leckere vegane Rezepte! :-)
Wer glaubt, vegane und vegetarische Ernährung sei einseitig und lustlos, ist einfach nur zu faul zum ausprobieren, kochen, backen und genießen :)
dass Menstruation allgemein (oder von mir aus auch nur bei ganz jungen Mädels) zu Eisenmangel führt, ist offenbar nicht tot zu kriegen... Das ist aber in der Praxis allenfalls bei abnormer Menstruation in Kombination mit einer krassen Mangelernährung der Fall, etwa in Richtung strikt veganisch oder Anorexie.
Die Ernährungshysterie (es ist immer a priori irgendwas zu viel, zu wenig, gesund oder ungesund...) in diesen wohlgenährten Breiten nimmt langsam groteske Züge an.