Gesund ist er ja, der grüne Kohl. Brokkoli enthält unter anderem krebshemmende Substanzen. Geschmacklich ist er jedoch nicht jedermanns Sache. Wissenschaftler aus Italien machen nun Hoffnung, dass es die wertvollen Bestandteile des Gemüses bald als Medikament geben könnte.
Die Forscher entdeckten, dass neben Brokkoli auch andere Pflanzen die krebshemmende Substanz Glucobrassicin bilden. Ausgerechnet im Färberwaid fanden sie besonders hohe Konzentrationen.
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Färberwaid, auch Deutscher Indigo genannt, war früher eine verbreitete Quelle für blauen Farbstoff. So diente er schon den Briten als Kriegsbemalung, wie im Film Braveheart eindrucksvoll dargestellt. Nun schickt sich die kampferprobte Pflanze an, gegen Brustkrebs zu Felde zu ziehen.
Die kriegerische Vergangenheit des Gewächses war den Forschern wohl auch nicht unbekannt: Sie verwundeten die Pflanzen, die auf den Angriff mit einer erhöhten Produktion von Glucobrassicin reagierten. Durch geschickte Düngung gelang es den italienischen Wissenschaftlern anschließend, die Ausbeute noch weiter zu steigern.
Bei dem jetzt erreichten Trockengewichts-Anteil sind die Forscher zuversichtlich, dass sich das Glucobrassicin effizient für medizinische Zwecke gewinnen lässt. Statt Brokkoliauflauf reicht in Zukunft vielleicht eine kleine Tablette zur Krebsvorsorge.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)
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