Wenn Essen nur noch Nebentätigkeit ist, verlieren Kinder das Gefühl für die richtige Menge - und werden fett.
Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen ist nach Ansicht von Experten auch die Folge von unregelmäßigen und ungesunden Mahlzeiten in den Familien. "Kinder und Jugendliche bekommen keine Esskultur mehr vermittelt", sagt der Leiter der Hochschulambulanz Oldenburg, Norbert Krischke. "Für sie verkommt Essen immer mehr zur Nebentätigkeit und wird ausschließlich nach Geschmack und Lust zusammengesetzt."
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Kandidaten für den Eintrag als dickste Kinder im Guinness-Buch: Die 15-Monate alte (26 kg) Luka Meliksishvili (re.) und der fünf Jahre alte (62 kg) Georgiy Bibilauri. (© Foto: AFP)
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In Deutschland leiden seinen Angaben zufolge derzeit rund 800.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 17 Jahren an extremem Übergewicht (Adipositas). Ursachen für die Krankheit seien zudem genetische Faktoren. "Kinder, deren Eltern beide zu dick sind, haben ein um 80 Prozent erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken", erklärte Krischke.
Die medizinischen Folgen seien Haltungsschäden, Wachstumsprobleme und ein erhöhtes Diabetesrisiko. Wirksame Lösungen seien Ernährungsberatungen. Nicht zu unterschätzen seien die psychischen Folgen der Krankheit. "Der tägliche Schulbesuch kann schnell zur Tortur werden, denn fettleibige Kinder und Jugendliche werden häufig gemobbt und abschätzig behandelt, der soziale Druck ist enorm", sagte der Psychotherapeut.
Aus Wut und Traurigkeit würden Kinder häufig noch mehr essen. Daraus resultiere ein Teufelskreis. "Lehrer müssen fettleibige Kinder schützen und die Klasse über Diskriminierung und Ausgrenzung aufklären."
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(Felicitas Daxner, dpa/bilu)
Partyzone Flußufer
Und ganz nebenbei, ein wenig off topic: Ich habe es sogar geschafft, meine Jugend ganz ohne Handy zu organisieren.
Manchmal staune ich selbst, dass sowas möglich war. Wie die Barbaren haben wir gelebt ...
@seabird. Sie schrieben: "Die Menschen müssen wieder lernen mehr Geld für bessere Ernährung und Gesundheit auszugeben "
Falsch. Die Menschen sollten endlich realisieren , dass bessere Ernährung weniger kostet - Geld und Zeit - als der ganze vorgefertigte Krams.
Nur eines von vielen tägliche Beispielen: Beim meinem letzten Einkauf hat jemand 5x 200ml "Geflügelsahnesauce" vom "Markenhersteller" gekauft. Nichts sonst.
Ich wüsst gar nicht, was ich damit anfangen soll. Für das Geld, was diese Pampe kostet, kann ich mir eimerweise Sahnesauce basteln, mit einem Zeitaufwand, der ungefähr der Wartezeit an der Kasse entspricht (vom Weg zum Supermarkt zu schweigen) und außerdem lecker lecker lecker und jedesmal anders, auf Gericht abgeschmeckt.
Und so geht es munter weiter. Ich schätze mal 95% des Angebots in einem Supermarkt ist überteuerter Müll. Der gekauft wird, weil es den Leuten als Premiumqualität und mindestens "wie hausgemacht", "nach alten Traditionsrezepten" (die Firma braut ihr Zeugs schließlich schon seit Jahrzehnten zusammen) angepriesen wird. Sowas gehört m. E. als Verdummung verboten, wenn es sich irgendwie im Einklang mit demokratischen Werten einrichten lässt.
Zu allerleirauh sei ergänzt: Es ist ja nicht nur, dass reichlich Bewegung die Körperentwicklung (und Körperbewusstsein) fördert. Sondern auch, dass Bewegung (bzw. NIchtbewegung) für die Entwicklung des Gehirns, der kognitiven wie emotionalen Denkprozesse entscheidend ist. Und es rede mir doch keiner ein, dass es in dieser Hinsicht heutzutage besser bestellt wäre als vor, sagen wir, 50 Jahren. Und Fitnesscenter mitsamt ihrer Gerätschaften sind ganz bestimmt keine Alternative zu der Erfahrung, mal einen ganzen Tag durchs Gestrüpp im Wald gestromert zu sein. Ich durfte so was noch. Wieviele Kinder heute dürfen sowas wohl bis zum 18. Lebensjahr noch zu ihren Erfahrungen rechnen?
Ich habe dafür auf Nintendo verzichtet. Ach, ging eigentlich ganz gut.
Wie schön wird auf den Kinder- Kanälen zwischen den Brutalo-Comics und Donald Duck alles angepriesen, was richtig schön Fett macht.
Am Abend ist es dann die Bierwerbung für Papa.
also, ich habe die fettriefende küchenkultur der nachkriegszeit durch meine großmutter gertenschlank überlebt. das kann nicht weniger schlimm als fastfood gewesen sein, was die spektakulären energiewerte der aufgetischten mahlzeiten anbelangt. alledrings musste ich noch selbst (auf eigenen beinen) zur schule gehen und ´wurde tagsüber immer mehrere stunden allein zum austoben nach draussen geschickt. aber wenn man heute seine kinder allein zum toben nach draussen schicken würde, solange sie noch unter 16 sind, würde man sich andere vorwürfe anhören müssen. aufsichtspflicht und die gefahren der welt, die draussen lauern. dafür kann niemand was, das ist eine entwicklung unserer zeit - generation rücksitz nannte man kürzlich das phänomen der rundumdieuhr chauffierten kinder, die man aus eigener angst nicht mehr alleine vor die tür lassen mag (auch ich tue mich da schwer). eine horde nachbarskinder, die die strassen unsicher macht, auf bäume klettern kann und mit klingelstreichen nervt? mittlerweile hat das eher seltenheitswert.
das essen ist nur noch ein i-tüpfelchen, das thema ist gerade ja sehr hip, aber m. e. auch etwas überbewertet und skandalheischend (ein plakativeres foto hat man für den artikel wohl nicht gefunden). und es ist nicht so sehr die zeit und einsatzbereitschaft der einzelnen eltern, die den kindern fehlt, sondern die akzeptanz in unserem lebensumfeld. und hand auf's herz, wir sind in vielerlei hinsicht ganz besch... vorbilder, die die verfügbarkeit von fastfood zu jeder zeit und an jedem ort selbst zu schätzen wissen. die statt apfel und banane stylishe zwischenmahlzeiten vom edelimbiss einschieben. und so ein niedlicher wrap sieht total gesund aus, ist aber dennoch eine konzentrierte kalorienbombe - mit teils zweifelhaftem nährwert (oder glaubt die welt immer noch, dass alte salatblätter und ein paar sprossen die vitaminpower eines apfels überbieten können?).
naja, nur mal so zum nachdenken.
Nunja, man muss nicht alles sofort als bare Münze nehmen, was "Wissenschaftler" (meist: "renommierte ... aus den USA") so tagtäglich an die Medien geben, resp. was die Medien sich tagtäglich so rauspicken um den Platz zwischen den Anzeigen zu füllen. Mal ist Salz (oder Fett oder sonstwas) gesund, in der nächsten Saison ist's verantwortlich für zig Krankheiten.
Auch ich war als Kind meist wütend und traurig. Ich bin nun viel viel viel lter und immer noch nicht fett.
Paging