Ganz ohne Gentechnik: Wissenschaftler haben unter den Kühen Neuseelands Tiere aufgespürt, die fettarme Milch produzieren.
Unter den vier Millionen Milchkühen Neuseelands haben Wissenschaftler Tiere aufgespürt, die fettarme Milch produzieren.
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Die Forscher der neuseeländischen Biotechfirma Via Lactia wurden auf die besonderen Hausrinder aufmerksam, als sie die Milchzusammensetzung der neuseeländischen Kuhpopulation untersuchten.
Eine der Kühe war genetisch sogar so veranlagt, dass ihre Milch einen wesentlich höheren Anteil ungesättigter als gesättigter Fettsäuren enthielt. Während erstgenannte sich günstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirken, erhöhen letztere die Cholesterinbildung und damit das Herzinfarktrisiko.
Milchprodukte mit einem hohen Anteil an ungesättigten, sogenannten weichen Fetten wären für den Verbraucher demnach wesentlich gesünder. Geht es nach den Vorstellungen von Via Lactia, sollen bis Ende 2011 die ersten Milchkuhherden gezüchtet werden, die ausschließlich fettarme Milch mit ungesättigten Fettsäuren produzieren.
Nach Auskunft von Ashvin Sood, Sprecher von Via Lactia, gibt es keine geschmacklichen Unterschiede zu handelsüblicher Milch. Bevor die fettarme Milch direkt vom Euter in kommerziellem Maßstab hergestellt werden könne, bleibe jedoch noch zu klären, ob die Rinder auch die gleiche Milchleistung haben wie andere Kühe.
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(SZ vom 29.5.2007)
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