Um Erkältungen zu vermeiden, sollte man nicht mit heißem Kopf aus dem Haus gehen, empfehlen Mediziner.

Mit frisch geföhnten Haaren ins Freie zu gehen, erhöht bei den derzeitigen Temperaturen drastisch die Erkältungsgefahr.

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Ach du schöne Welle: Über die vom Haaretrocknen erhitzte Kopfhaut verliert man viel Wärme. (© Foto: iStockphotos)

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Das gilt für Erwachsene, aber ganz besonders für Kinder, die im Winter immer eine Mütze tragen sollten, die auch die Ohren bedeckt, wie der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Ulrich Fegeler, betont.

Über die Kopfhaut verliere ein Kind sehr viel Wärme: "Kommt dazu noch Verdunstungskälte durch feuchte Haare oder rascher Wärmeverlust durch erweiterte Gefäße aufgrund der heißen Föhnluft, empfängt der Körper das Signal Unterkühlung".

In der Folge werden laut Fegeler die Blutgefäße enger gestellt, der Nasen-Rachen-Raum wird weniger durchblutet - und damit kann die Nasenschleimhaut die durchströmende Luft schlechter anwärmen und sich nicht mehr genügend befeuchten, um Keime abzutransportieren.

Einen ähnlichen Effekt haben nach Angaben des Mediziners auch kalte oder nasse Füße. Kinder bekämen dabei schneller und häufiger als ein Erwachsener eine Erkältung, da ihr Immunsystem erst noch lernen müsse, Krankheitserreger zu bekämpfen.

Sind Erreger in die Nase eingedrungen, produziert die Nase dem Arzt zufolge einen durchsichtigen Schleim, der dabei helfen soll, die Viren und Bakterien hinauszubefördern - die Nase rinnt. Färbe sich das Nasensekret weiß oder gelb, begännen Immunzellen die Erkältung zu bekämpfen.

Könnten sich die Keime trotzdem weiter vermehren, werde der Schleim grün. Wenn ein gelblich-grüner Nasenausfluss länger als zwei Tage anhalte oder Kopfschmerzen nicht nachließen, müsse ab dem Schulkindalter an Nasennebenhöhlentzündungen gedacht werden, betont Fegeler.

Dann sei meist eine Behandlung mit einem Antibiotikum erforderlich. Eine verschleppte Nebenhöhlentzündung könne sehr gefährlich werden, weil sich die Entzündung auf die umgebenden Knochen oder gar auf die Hirnhäute ausdehnen könne.

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(AP/mmk)