Wenn es um Drogen geht, denken viele Eltern: "Zum Glück macht mein Kind das nicht." Doch häufig ist dies ein gefährlicher Irrtum.
Gleich von zwei besorgniserregende Entdeckungen berichten Psychologen der Washington University School of Medicine:
Mehr Jugendliche trinken, als ihre Eltern ahnen. (© Foto: AP)
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Etwa die Hälfte der 591 von ihnen befragten Kinder gaben zu, Alkohol und Zigaretten zu konsumieren. Marihuana hatte bereits jeder Vierte der Jugendlichen genommen.
Und: Die Eltern wussten nur in der Hälfte der Fälle über den Drogenmissbrauch der zwölf- bis 17-Jährigen Bescheid.
Noch weniger Eltern war bewusst, dass ihr Nachwuchs exotische Drogen wie Speed und Barbituraten nahm.
Hier bestätigten lediglich 28 Prozent den Konsum ihrer Kinder. Auch entginge es den Eltern oft, wenn sich das Experimentieren mit Alkohol oder Cannabis zu einer echten Abhängigkeit entwickelte, so die Autoren der Studie (Alcoholism: Clinical and Experimental Research, early online).
Bei jüngeren Kindern zwischen zwölf und 13 zeigten sich besonders große Diskrepanzen zwischen deren Aussagen und dem Wissen der Eltern. Doch gerade in diesem Alter kämen viele Jugendliche zum ersten Mal mit Drogen in Kontakt, warnen die Wissenschaftler. Eltern sollten daher in dieser Zeit besonders auf Verhaltensänderungen ihrer Kinder achten.
Immerhin schienen die Teenager gewissenhafte Angaben zu den von ihnen verwendeten Rauschgiften zu machen. Ihre Eltern ergänzten nur äußerst selten Fälle von Drogenkonsum, welche die Jugendlichen nicht selbst angegeben hatten.
Das Fazit der amerikanischen Wissenschaftler lautet dementsprechend, dass Ärzte und Beratungsstellen Jugendliche in Bezug auf Drogen besser direkt befragen sollten. Mütter und Väter seien offensichtlich keine verlässliche Quelle auf diesem Gebiet.
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(Quelle: www.medical-tribune.de)