Die Deutschen trinken viel und regelmäßig Alkohol. Nun warnt die Drogenbeauftragte: Nicht nur auf Flatrate-Partys, auch durch Erwachsene lernen Jugendliche das Trinken.
Deutschland hat nach Einschätzung der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) ein Alkoholproblem. "Wir haben hier die Situation, dass einfach zu viele Menschen zu viel und zu regelmäßig Alkohol trinken", sagte Bätzing am Montag im WDR.
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Zu viel und zu oft: Deutschlands Alkoholkonsum (© Foto: ddp)
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Ein Pro-Kopf-Konsum von 10,3 Litern "mittlerem reinen Alkohol" sei einfach zu viel, betonte die Drogenbeauftragte im Vorfeld einer bundesweiten Aktionswoche gegen Alkoholmissbrauch.
Sie forderte gerade auch von Erwachsenen einen verantwortungsbewussteren Umgang mit Alkohol: "Ich sollte wirklich mal überlegen, ob ich jeden Abend mein Bier, meinen Wein trinken oder ob ich vielleicht bei jeder Party Alkohol trinken soll", sagte Bätzing.
Zurzeit seien Erwachsene nur schlechte Vorbilder für die Jugendlichen. Deren Einstiegsalter für Alkohol sinke immer weiter, und sie tendierten insbesondere auf so genannten Flatrate-Party zu exzessivem Trinkverhalten.
Schuld daran sei neben dem meist problemlosen Zugang zu alkoholischen Getränken auch eine gewisse Verharmlosung der Alltagdroge Alkohol durch die Erwachsenen, kritisierte Bätzing.
Die von der Drogenbeauftragten und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung initiierte "Suchtwoche" bietet vom 14. Bis 18. Juni zahlreiche Diskussionen, Vorträge und Aktionen rund um das Thema Alkohol. Möglich ist auch ein Online-Selbsttest, mit dem die eigenen Trinkgewohnheiten kritisch überprüft werden können.
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(AP)
Partyzone Flußufer
An den dirketen und indirekten Folgen des Konsums der harten Droge Alkohol sterben jährlich 100 Mal (!) so viele Menschen wie an allen illegalen Drogen zusammen. Nur mal so zur Einordnung.
Trotzdem wird das Rauschgift Alkohol in gröbster Weise verharmlost. Nur ein paar Beispiele: Das berühmte "Gläschen Wein", das ja sooooo gesund ist, oder das gigantische Massenbesäufnis genannt Oktoberfest, das ja soooo viel Spaß macht, oder das traditionelle Totalbesäufnis der Fußball-Meistermannschaft, die doch Vorbild für die Jugend sein soll. Na ja, das mit dem Vorbild haut ja gut hin, wir sehen es z.B. am Flatrate-Saufen der Jugendlichen. Und an Millionen von Alkohol-Drogenabhängigen in Deutschland. Die Liste an Beispielen ließe sich endlos fortführen.
Da lobe ich mir doch denjenigen, der mal zwischendurch eine Hanfblüte raucht. Der ist wenigstens nicht laut und aggressiv, der wird nicht gleich körperlich abhängig, und außerdem kotzt er mir nicht vor die Tür. Der grinst nur doof, und das ist unschwer zu ertragen.
und dieses Problem sitzt im Bundestag, teils als alkoholkranker Abgeordneter/Minister, zum anderen Teil als die, die den «kleinen Leuten» immer weniger in der Tasche lassen, um es den Großverdienern und Spekulanten hinterherzuwerfen.
Leider versinken viele Menschen im Rausch, anstatt auf die Straße zu gehen und der Politik zu zeigen, was sie von ihr halten.
Im Uebrigen bin ich dafür, dass die Bahn zur gemeinnützigen Stiftung/Verein (ohne Gewinne) wird. Kein Börsengang mit Volkseigentum!
Tacitus war halt ein weiser Mann.
Allerdings glaube ich nicht, dass das jetzige Trinkverhalten ein Resultat der antiautoritären Erziehung ist. Die hatte ihre Hochzeit ja vor einigen Jahrzehnten. Das müßten dann die heute 30 - 40jährigen Konsumenten sein (bitte keine Korrektur, so ungefähr müßte das hinkommen) Das Problem liegt darin (in meinen Augen!!), dass viele Jugendliche Alkohol vollkommen bewußt als DROGE einsetzen, während die meisten Erwachsenen, die sagen, die sollten ihre eigenen Erfahrungen sammeln und den Bierkonsum verteidigen, alkoholische Getränke als Genußmittel betrachten und die Sache deshalb "halb so wild" finden oder eben stark übertrieben. Vielen Kids heute geht es nicht um Genuß, denen geht es zum großen Teil ums "Abschießen", ums Verdrängen der Realität. Das ist eine Veränderung des Trinkverhaltens, die ein Problem in sich birgt, das der Normalkonsument gar nicht verstehen kann, da er dieses gezielte Einsetzen einer Droge, um einen Rausch zu erzielen, gar nicht kennt. Die meisten sind immer noch der Meinung, die sollten sich "beherrschen". Das ist eben der Grundfehler in der Denke. Ab einem bestimmten Zeitpunkt - und der ist bei Jugendlichen schnell erreicht - KöNNEN sich die nicht mehr beherrschen.
war über die Trinkgewohnheiten der alten Germanen mehr als erstaunt. Dass nun aber schon Kinder zu Alkohoexzessen neigen, ist schlimm. Mit Sicherheit eine Folge falsch verstandener antiautoritärer Erziehung.
Der Fiskus säuft mit. Auch er will sein Quantum.
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