Spenden-Obulus en masse: Über die spendabelsten US-Promis im Jahr 2007 und den Begriff "Charity".
Benefizgalas, Promi-Partys, Fernsehshows - die Wohltätigkeitsindustrie boomt, überall entrichten Stars ihren obligatorischen Spenden-Obulus, meist mit großem Getöse. Leute auf der Sonnenseite des Lebens erkennen anscheinend die ethische Dringlichkeit, den weniger betuchten Menschen zu helfen.
Hübsch verpackt in Gutmenschen-Societytum und Benefiz-Brimborium fließt der Rubel auf Charity-Partys. (© Foto: iStockphotos)
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"Charity" heißt das oft zitierte Schlagwort. Auf aufwändig inszenierten Partys wird Spendenakquise par excellence im Milieu der "High Society" betrieben. In den USA wie auch in Deutschland tummeln sich Stars und solche, die es gerne sein möchten, auf den roten Teppichen in Roben, mit deren Erlös man ganze Dörfer in Afrika ernähren könnte. Dabei werfen die gutmenschelnden Prominenten medienträchtig mit Geld um sich, bis die Spendenkasse scheppert.
Ein Teil des Geldes mag sicherlich bei den Bedürftigen ankommen - aber der Sinn von Charity-Veranstaltungen liegt meist woanders: Sie dienen in der Hauptsache zur Sinnstiftung gelangweilter Luxusladys, die ihr Leben in Saus, Braus und Champus öde und leer finden und deswegen ihre karitative Ader entdecken.
Ein weiterer Nebeneffekt von Spendengalas ist kostenlose PR für halbvergessene B- und C-Klasse-Promis. Über das Hintertreppchen Charity geht es dann ganz schnell wieder in Rampenlicht. Dann kann mit Lächeln in die Kamera gelullt werden, dass die Veranstaltung vor allem einem guten Zweck dienen soll. Ganz genau: Eine Wohltat für die Anwesenden.
Oft steckt dahinter berechende Strategie: Einen schönen Abend als Wohltätigkeitsaktion zu deklarieren, ist die eleganteste Lösung, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Dass man den Armen helfen muss, ist konsensfähig und damit leicht medienkompatibel.
Sie alle machen kräftig Schlagzeilen mit karitativen Spenden in Millionenhöhe - aber sind diese Menschen auch wirklich die, die am großzügigsten sind oder haben sie nur den besten PR-Berater? Die Organisation "The Giving Back Fund" hat nun im Parade-Magazin eine Liste mit den 30 großzügigsten US-Berühmtheiten veröffentlicht. Alle Daten basieren auf den im Staatsarchiv vermerkten Spenden des Jahres 2007.
"Giving Back" hat sich zur Aufgabe gemacht, Prominente zum Spenden aufzurufen. Die Rangliste des Vereins basiert auf Medienberichten und auf Angaben von Hilfsorganisationen. Sie wird vor der Veröffentlichung von einem Expertenkomitee überprüft. Hier ist die Top Ten:
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/viw/jüsc)
Wettmanipulation im Fußball
Es gibt eine Reihe von Beispielen, wo die "Promis" einfach gesehen haben, dass der Überfluss, den sie nur verschleudern können, besser da eingesetzt wird, wo Menschen geholfen werden kann. Dafür bekannt zu werden ist einfach verdient. Man sieht bestimmten Projekten ja ziemlich schnell an, ob das Mitleid oder die Public-relation-Abteilung am Zug war.