Die Recherche Gender, Erben, Luxus: Stimmen Sie für Ihr Thema ab!

Mit diesen drei Themen könnte sich die nächste Recherche beschäftigen: Gleichberechtigung, Erben und Statussymbole

  • Neue Abstimmung für das SZ-Projekt Die Recherche: Wählen Sie das nächste Thema, das wir für Sie recherchieren.
  • Zur Wahl stehen: Gleichberechtigung und Gender-Fragen, welche Folgen Erbschaften haben können, und Statussymbole.
Von Antonie Rietzschel

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

beim SZ-Projekt Die Recherche soll es um das gehen, was Sie am meisten interessiert. Hier können Sie abstimmen, welches Thema die Redaktion recherchieren soll. Welche Frage wir mit einem umfangreichen Dossier beantworten sollen. Ihre Stimme zählt:

Die Umfrage ist beendet. Das Ergebnis erfahren Sie in Kürze auf SZ.de.

Wir werden in den kommenden Tagen alle Stimmen auswerten und dann das Ergebnis bekanntgeben, welches in einen Rechercheauftrag an die Redaktion mündet. In den darauffolgenden Wochen werden sich unsere Autoren mit den verschiedenen Facetten des gewählten Themas beschäftigen. Die Fragen sind bewusst offen formuliert, damit wir, aber auch Sie, gezielt Schwerpunkte setzen können. Auch hier ist wieder Ihre Meinung gefragt.

Nach den sexuellen Übergriffen in Köln durch Männer aus Nordafrika wird über deren Frauenbild diskutiert - und wie sehr es sich von unserem unterscheidet. In Deutschland seien Frauen gleichberechtigt. Doch stimmt das? Frauen und auch Männern sind in Deutschland immer noch bestimmte Rollen zugedacht, bei Erziehung von Kindern wie der Pflege von Angehörigen. Doch auch alltäglicher Sexismus und sexuelle Gewalt könnten Themen sein bei einer Recherche zu "Wie viel Gleichberechtigung brauchen wir noch?".

Tod und Testament sind immer noch Tabuthemen. Dabei ist es wichtig, frühzeitig darüber nachzudenken. Eine große Erbschaft kann Freude machen - aber auch für Streit innerhalb der Familie sorgen. Werden Schulden vererbt, kann der Tod eines Menschen Angehörige schlagartig in finanzielle Probleme stürzen. Die Recherche könnte sich auch mit den gesellschaftlichen Folgen des Erbens beschäftigen: Erbschaften fördern soziale Ungleichheit. Der amerikanische Ökonom Guy Kirsch fordert deswegen sogar eine Erbschaftssteuer von 100 Prozent.

Beim Thema "Mein Auto? Mein Haus? Mein Boot? Wonach streben wir wirklich?" soll es um Statussymbole gehen. Früher ließ sich Luxus leicht definieren. War eine Kreuzfahrt noch bis vor ein paar Jahren nur für einen auserwählten Personenkreis erschwinglich, werden sie heute beim Discounter verramscht. Ist ein Gut auch für die breite Masse verfügbar, verliert es an Wert (hier ein Essay dazu). Die Recherche könnte sich auf die Suche der Statussymbole von heute machen: Zeit, Smartphones, Freunde, Kinder - oder Essen und Ernährung?

Die Themen basieren übrigens auf Lesereinsendungen: Sie sind eine Auswahl der am häufigsten genannten Vorschläge. In der Umfrage oben oder auch per Mail, Twitter oder Facebook können Sie uns neue Themen schicken, die Sie bislang vermisst haben, die Ihnen aber wichtig sind. Wir sind gespannt und freuen uns, von Ihnen zu hören.

Danke fürs Mitmachen, viel Spaß beim Abstimmen und der späteren Lektüre,

So erreichen Sie Die Recherche

"Alkohol, Cannabis, Crystal: Wo hört der Spaß auf?" Diese Frage hat unsere Leser in der zehnten Runde des Projekts Die Recherche am meisten interessiert. Dieses Dossier soll sie beantworten:

  • Woodstock Wider den Rausch aus Vernunft!

    Rausch wurde verteufelt, Rausch wurde instrumentalisiert: Die Herrschenden fürchteten seine revolutionäre Kraft und nutzten ihn als Machtinstrument. Wo bleibt heute seine politische Dimension?

  • Recherche Drogen Rausch Zwischen Rausch und Liebe

    Er ist Alkoholiker, sie bleibt trotzdem bei ihm - und beide geraten immer tiefer in die Sucht. Eine Geschichte über gegenseitige Abhängigkeit.

  • Die gefährlichste aller Drogen

    Wie lässt sich die Gefährlichkeit einer Droge bemessen? Wissenschaftler haben ein Modell entwickelt, das nicht nur gesundheitliche Folgen berücksichtigt - und zu einem beunruhigenden Ergebnis führt.

  • Trinken wie Mick in Frankreich

    Die Rolling Stones sind Rotwein und Oasis ein Bier im nordenglischen Pub. Eine persönliche Reise durch Schall und Rausch.

  • "Jede Körperöffnung wird als Versteck genutzt"

    Heroin im Feuerlöscher, Kokain im Magen. Der Chemielehrer als Drogenkoch, ein illegales Labor, das explodiert: Ein Drogenfahnder erzählt aus seinem Alltag.

  • Karl Huber: Cannabis gegen Alkoholsucht "Ohne Cannabis wäre ich schon lange tot"

    Karl Huber hat den Alkoholentzug durch Kiffen geschafft - mit staatlicher Genehmigung.

  • Alkohol in Deutschland Ist James Bond schon Alkoholiker?

    Und wie viel trinkt der Deutsche im internationalen Vergleich? Testen Sie Ihr Wissen zum Rauschmittel Nummer 1.

  • Bierrausch Guter Rausch, böser Rausch

    Die Geschichte des Rausches ist ein einziges Missverständnis. Während der Staat beim Kiffen null Toleranz kennt, dürfen wir uns bis zur Besinnungslosigkeit betrinken. Warum eigentlich?

  • Prohibition Warum sich Amerika wieder betrinken durfte

    "Gebt uns Alkohol, damit wir den Haushalt ausgleichen können!" Jahrelang sorgt die Prohibition in den USA Anfang des 20. Jahrhunderts für trockene Kehlen. Es braucht eine Wirtschaftskrise, um das Schnapsverbot zu beenden.

  • Hanf Kiffen hat Konjunktur

    "Deutschlands härtester Jugendrichter" ist für die Legalisierung von Cannabis. Die Fronten dieser Debatte verlaufen ungewöhnlich.

  • crystal Vater, Mutter, Meth

    Sind jetzt schon ganze Familien auf Drogen? Eine Plakatkampagne erzählt nur die halbe Wahrheit. Zu Besuch bei einer Crystal-Familie.

  • An estimated 12,000 to 15,000 people all exhale marijuana smoke as the clock hit 4:20pm during the 4/20 event at the University of Colorado in Boulder Welt im Rausch

    Solange es Menschen gibt, nehmen sie Drogen. Ihre Haltung dazu ändert sich allerdings ständig. Heute ist der Rausch eine ernste Angelegenheit geworden.

Antonie Rietzschel, Die Recherche