Eine US-Diätbewegung propagiert stete Unterernährung - und verspricht im Gegenzug ein langes Leben trotz mit knurrenden Magens.
Die meisten Menschen legen für ein paar Tage eine Diät ein, wenn die Hose mal wieder zu eng wird. Bob Cavanaugh jedoch ist entschlossen, für den Rest seines Lebens weniger zu essen, als bei seiner Körpergröße angebracht wäre.
Ewig hungrig durchs Leben laufen: Ist weniger tatsächlich mehr? (© Foto: iStockphotos)
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Der 61-Jährige aus dem US-Bundesstaat North Carolina ist eines von 3500 zahlenden Mitglieder der US-"Gesellschaft für Kalorienreduktion". "Viele machen mit, weil sie länger leben wollen", sagt der frühere Soldat über die Anhänger der Diätbewegung.
"Andere wollen mit der Diät altersbedingten Krankheiten vorbeugen, oder sie haben schon Diabetes, einen hohen Cholesterinspiegel oder verstopfte Arterien und wollen mit der Diät Ordnung in ihrem Körper schaffen." Cavanaugh selbst litt seit 15 Jahren an Bluthochdruck, als er vor acht Jahren begann, nur noch wenig zu essen.
"Ich hatte Hunger und Fressattacken", erinnert er sich an den Beginn der Ernährungsumstellung. Fortan zählte er nicht nur die Kalorien, sondern achtete auch darauf, genügend Vitamine, Mineralien und Aminosäuren zu sich zu nehmen.
Cavanaugh fühlt sich auf diese Weise besser: "Jetzt habe das Gefühl, viel vitaler zu sein", sagt er. Heute habe er mehr Energie als vor 20 Jahren. Eine kalorienreduzierte Kost bedeute nicht zwangsläufig, wenig zu essen, stellt Cavanaugh klar. Er beschränke sich zwar auf zwei Mahlzeiten am Tag, verschlinge aber jede Menge Obst und Gemüse zusammen mit kleinen Portionen Fleisch oder Fisch.
Fettes, sehr Süßes oder Salziges sind für ihn tabu. Tierversuche haben gezeigt, dass eine permanente leichte Unterernährung die Vitalität steigert und das Leben um mehr als 30 Prozent verlängert. Ähnliche Effekte erhofft sich die "Gesellschaft für Kalorienreduktion" auch beim Menschen. "In den reichen Ländern essen vermutlich 90 Prozent der Menschen 50 Prozent zu viel", sagt Christiaan Leeuwenburgh, der Leiter der Abteilung Altersbiologie an der Universität von Florida.
"Selbst wenn sie nur noch halb so viele Kalorien zu sich nehmen würden, würden sie ihren Grundumsatz decken", der das optimale Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch bezeichnet. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass die Einhaltung dieses Gleichgewichts hilft, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vorzubeugen.
Manche Versuche mit Tieren und Menschen gingen noch weiter: Bei gleichbleibender Nährstoffzufuhr wurde der Grundumsatz um zehn bis 20 Prozent unterschritten. Die Ergebnisse legen nahe, dass diese leichte Unterernährung der Gesundheit zuträglich ist.
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Partyzone Flußufer
Wer will schon ewig hungernd leben?
Ich ess bis ich satt bin, sterb dafür von mir aus 10 Jahre früher und hatte ein glückliches Leben.
Wie sagte doch der große Aphoristiker Johannes Groß: "Die Verzichte, die da gepredigt würden, folgten sämtlich der Regel: ' Wenn das Leben schon gar keinen Spaß mehr macht, soll es wenigstens lange dauern.'
Was sollen eigentlich Leute, denen gutes Essen Spaß macht, mit diesen Vorschlägen anfangen??
Nun ja, die Statistik sagt, dass man mit einem BMI an der Grenze oder knapp über der Grenze zum Übergewicht am längsten lebt.... Keine Ahnung, was die Ratten im Tierversuch bekommen haben - ich glaube lieber an die Zahlen der Toten-Statistik als an irgendwelchen Hokus-Pokus
Mann wundert sich über das Lebensalter mancher Leute die, wenn diese in Saus und Braus gelebt hätten, wegen Übergewicht, Alkohol und deren Folgen längst unter der Erde wären.
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da wundert man sich doch immer , dass unsere politiker im schnitt so alt werden...
"Im Schnitt brauchen Männer 1800 Kalorien am Tag, Frauen je nach Größe zwischen 1200 und 1600. "
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mit zunehmendem alter sinkt der kalorienverbrauch soundso...
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