Die große Kinder- und Jugendstudie, die Gesundheitsministerin Schmidt jetzt vorgestellt hat, gibt zu denken: 21,9 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zeigen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten. Außerdem leiden immer mehr unter chronischen Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Asthma und Allergien.
Im Großen und Ganzen geht es den Kindern in Deutschland zwar gut, die meisten sind sportlich aktiv, normal gewichtig und ausgeglichen. Doch eine große Zahl ist verhaltensauffällig.
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Das geht aus der Kinder- und Jugendstudie KiGGS hervor, die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin vorstellte.
Von 2003 bis 2006 besuchten Teams des Instituts bundesweit 167 Städte und Gemeinden und richteten für die "Feldarbeit" eigens Studienzentren ein.
In den drei Jahren wurden insgesamt 17.641 Jungen und Mädchen im Alter bis zu 17 Jahren medizinisch untersucht und - teils über die Eltern - befragt. Erhoben wurden Angaben zu Ernährung, Bewegung, Drogen- und Alkoholkonsum ebenso wie zum Impfstatus und zum Vorsorgeverhalten.
Die Auswertung des RKI ergab, dass es bei jdem sechsten Jungen und bei 11,5 Prozent der Mädchen Hinweise auf Verhaltensauffälligkeiten gibt. Zu den häufigsten Problemen zählen die Experten emotionale Schwierigkeiten und Hyperaktivität.
Jeder zehnte Junge (10,8 Prozent) zeigt der Studie zufolge Anzeichen für Hyperaktivität. Bei Mädchen liegt dieser Anteil bei 4,8 Prozent.
Noch alarmierender sind die Ergebnisse einer Teilstudie zur psychischen Gesundheit. Für diese Untersuchung wurden vom RKI knapp 2900 Familien mit Kindern von sieben bis 17 Jahren vertiefend zum seelischen Wohlbefinden befragt.
Die Auswertung ergab, dass 21,9 Prozent aller Kinder und Jugendlichen Hinweise auf psychische Auffälligkeiten zeigen.
So leiden der Studie zufolge zehn Prozent unter Ängsten, 7,6 Prozent unter Störungen des Sozialverhaltens und 5,4 Prozent unter Depressionen. Ungünstiges Familienklima und niedriger sozioökonomischer Status seien die wichtigsten Risikofaktoren für Verhaltensauffälligkeiten, hieß es. Längst nicht alle betroffenen Kinder würden behandelt.
Angesicht deutlich höherer Gesundheitsrisiken von Kindern aus sozial schwachen Familien kündigte Schmidt an, gerade hier die Vorsorge zu stärken. Gerade dort und auch bei Kindern mit Migrationshintergrund gebe es häufiger einen ungesunden Lebensstil, ein erhöhtes Unfallrisiko und mehr psychische Erkrankungen. Bei diesen Familien müssten die Präventionsangebote in erster Linie ansetzen.
Fettleibigkeit, Asthma und Allergien nehmen zu
Insgesamt zeige die Studie, dass immer mehr Kinder und Jugendliche unter chronischen Erkrankungen wie Fettleibigkeit, Asthma und Allergien litten, erklärte das Gesundheitsministerium. So gelten 15 Prozent der Kinder zwischen drei und 17 Jahren als übergewichtig, 6,3 Prozent sogar als fettleibig.
Auf der anderen Seite haben 28,9 Prozent der Mädchen zwischen elf und 17 Jahren Essstörungen. Diese psychischen Störungen gehörten im Kindes- und Jugendalter zu den häufigsten chronischen Gesundheitsproblemen, heißt es in der Studie. 13,3 Prozent der Heranwachsenden leiden unter Bronchitis, 13,2 Prozent unter Neurodermitis und 10,7 Prozent unter Heuschnupfen.
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(AP/AFP)
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Das subjektive Glücksempfinden des Einzelnen in Ländern der dritten Welt ist wahrscheinlich unterm Strich nicht geringer, als dies in den sog. Industrienationen der Fall ist-aber diese Frage ist eher philosophischer Art (Was ist der Sinn des Lebens?"; "was macht uns glücklich?")
Vielleicht fehlen uns tatsächlich verbindliche Werte, das "Wertkonservative"-wie dies ein Kommentator hier im Forum bereits recht anschaulich beschrieben hat.
Eine Gesellschaft, welche sich heutzutage fast ausschliesslich über Konsum, Wachstum, Erfolg, Effekthascherei....definiert kann uns auf Dauer keine Freude vermitteln, von Glück ganz zu Schweigen.
Aber auch seriöse Medien wie die SZ tragen ihre Schuld daran, wie oft liest man dieses Unwort "Karriere"-passend zur Boom-Town-Munich!-als sei dies dies das einzig seligmachende Lebensziel.
Wenn heutzutage von "Selbstverwiklichung" die Rede ist, ist meistes der berufliche Erfolg damit gemeint.
Diesen Lebensentwürfen können die Allermeisten nicht entsprechen und scheitern daran, in dem sie Krank werden, letztlich scheitern sie an den Vorgaben einer oberflächlich-dekadenten Gesellschaft.
und sie beginnen sogar schon vorgeburtlich! Wenn unsere Kinder auffällig werden, zeigt dies nur, daß sie schon`over the top` sind. Nehmen wir doch nicht an, die Unauffälligen hätten nichts abbekommen! Deren Macken sind nur noch nicht augenfällig.
Bravo, du abendländisch-katholisches Menschenbild, erzeuge uns nur mehr Wilhelm II`s oder
Nazischergen oder Politiker...............
Kindern lernen, dass man sich ihnen nur zuwendet, wenn sie auffällig werden.
Das normale Kind bekommt keine Zuwendung, höchstens finanzielle.
Kinder haben bekommen heute keine Zeit mehr und keine Gelegenheit mehr, sich normal zu entwickeln. Sie müssen zu viele Ansprüche erfüllen: ehrgeizige Eltern, Ansprüche der Konsumgesellschaft, Mithaltenkönnen unter Gleichaltrigen, Forderungen der Schule, Brutalität in den Medien -
welches Kind soll diese Spannungen aushalten, ohne seelischen Schaden zu nehmen ?
Immer mehr Menschen erkennen das und entscheiden sich deshalb: es ist unverantwortlich heutzutage noch Kinder in die Welt zu setzen.
muß vor allem Geld verdienen, mit was auch immer.
Eine natürliche, konsumterrorarme, moralisch-integere, medien-arme Welt, wo die rechtschaffene Familie dominiert, kann man den Kindern nicht mehr bieten.
somit produzieren wir ganz bewußt Verhältnisse, die wiederum Psychologen eine hohe Arbeitsplatzsicherheit bieten
Paging