Demokratische Republik Kongo Ebola-Ausbruch fordert 166 Todesopfer

Die Weltgesundheitsorganisation hat den Ausbruch von Ebola im Kongo bestätigt. Es ist die schwerste Ebola-Epidemie seit Jahren.

Bereits 166 Menschen sind in der Demokratischen Republik Kongo am Ebola-Fieber gestorben, meldet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Beim jüngsten Ausbruch der Seuche in der Provinz Kasai-Occidental sind insgesamt 372 Menschen erkrankt, teilte die Organisation mit.

Weitere Blutproben würden derzeit untersucht. Laboranalysen in Gabun und an den US-Zentren für Krankheitskontrolle (CDC) in Atlanta hatten die Fälle laut WHO bestätigt.

Die Regierung hat inzwischen zwei Städte im Süden des Landes unter Quarantäne gestellt. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um eine Ausbreitung der lebensgefährlichen Fiebererkrankung zu verhindern, sagte Informationsminister Toussaint Tshilombo

Die Bevölkerung in dem Gebiet wird nicht nur von dem Virus bedroht. Auch die von Shigellen ausgelöste Bakterienruhr wurde nachgewiesen. Die WHO und die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen haben Helfer und Medikamente in das Gebiet gesandt.

Es ist die schwerste Ebola-Epidemie seit Jahren. Im Kongo war die Krankheit zuletzt 1995 in Kikwit ausgebrochen - 200 Todesopfer hatte das Virus gefordert. Die Stadt ist etwa 400 Kilometer vom jetzigen Seuchengebiet entfernt. 2001 kam es zu einem Ausbruch in Uganda. Dabei starben sogar mehr als 200 Menschen.

Bisher sind seit 1976 in Afrika etwa 1200 Menschen an Ebola gestorben, 1850 Menschen erkrankten.

Die Seuche wird durch den Kontakt mit Blut, Ausscheidungen oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen. Die Krankheit verursacht starke innere Blutungen und verläuft in 50 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich. Eine Behandlungsmethode gibt es nicht.