Die Angst vor Demenz im Alter ist groß. Begierig werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse aufgesogen. Jetzt soll auch die Schlaflage bei der Früherkennung helfen.
Wie schräg sich jemand nächtens ins Bett legt, kann Aufschluss über sein Demenz-Risiko geben. Das ergab eine Studie des Leipziger Neurologen Joseph Claßen. Dafür filmte Claßen Versuchspersonen, die sich anschließend einem neuropsychologischen Test unterzogen. Je schräger die Menschen lagen, desto schlechter waren ihre Ergebnisse.
Wer sich zu schräg bettet, läuft nicht nur Gefahr, herunter zu fallen. Schräglage kann auch ein frühes Anzeichen von Demenz sein. (© Foto: ddp)
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Die Schlaflage könnte demnach wertvolle Informationen für die Früherkennung von Gedächtnisstörungen liefern, schreibt Claßen über seine Studie im British Medical Journal: "Gesunde Erwachsene legen sich spontan gerade ins Bett." Die schiefe Körperposition könnte auf eine Störung des räumlichen Orientierungssinns zurückzuführen sein, so Claßen. Ein gut zu beobachtendes Symptom, das nach Claßens Hoffnung vielen Menschen helfen soll. "Wir hoffen, dass auf diese Weise die Früherkennung der Demenzerkrankung begünstigt wird."
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(sueddeutsche.de/ap/leja/bre)
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Was ist mit der Relevanz "schräglicher" Träume?
Bitte nicht mit der Wissenschaftsredaktion schimpfen. Die müssen sich doch in allen Wissenschaften auskennen und dann ohne Recherche von Pressemitteilungen das Wichtigste übrig lassen, wie in diesem Fall.
Andere Onlinemedien wie z.B. die Presse verlinken zwar auf die Originalmitteilung der Uni Leipzig ( http://tinyurl.com/yhldb3y ), aber das würde wohl bei der vom Kostendruck gebeutelten SZ zu viel Zeit (=Geld!!) kosten. Außerdem kann der interessierte Leser seine kognitiven Fähigkeiten durch ein wenig Internet-Recherche dann gleich mittrainieren und so seiner Demenz vorbeugen. Die SZ betreibt also aktive Gesundheitsfürsorge!
Also, was liest man in der Pressemitteilung? "Eine Abweichung von 7° und mehr von der Längsachse des Bettes wurde von 90 % aller mitwirkenden Neurologen mit dem bloßen Auge als deutlich schief erkannt."
Wem das nicht klar ist, der steht natürlich von vornherein unter dem starken Anfangsverdacht einer kognitiven Beeinträchtigung. Und solche Personen zählen laut neuester Mediaerhebung nicht zum gewünschten Leserkreis der SZ. Ein SZ-Wissenschaftsredakteur weiss das selbstverständlich.
...wenn ich nachts schräges Zeugs träume???
Der filmende Neurologe aus Leipzig soll sich immer gerade ins Bett legen, damit sein Intellekt nicht noch weiter Schaden nimmt.
Ein irgendwie "schräger" Artikel. Es fehlt die Erklärung, was genau unter "schräg liegend" zu verstehen ist: Horizontal, vertikal, schräg zum Bett oder schräg in der Ebene ...???