Zwar unterschieden sich einzelne Länder in Details, die US-Amerikaner etwa fühlen sich insgesamt etwas weniger glücklich als andere, während im selben Zeitraum das Glücksgefühl in Europa leicht anstieg; doch ein Trend ist überall eindeutig. "Das subjektive Gefühl des Glücklichseins hat sich zu Männern hin und von Frauen weg verlagert", schlossen Stevenson und Wolfers, und "dieser Wandel gilt unabhängig davon, ob der Trend zu Glück für beide Geschlechter insgesamt gleich geblieben ist, ob er steigt oder fällt."
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Damit nicht genug. Ein Faktor scheint besonders geeignet zu sein, Frauen noch unglücklicher zu machen: das Altern. Männer hingegen werden mit zunehmenden Jahren immer zufriedener. Das stellte letztes Jahr eine Studie der Wirtschaftsprofessorin Anke Plagnol von der Universität Cambridge fest. Zusammen mit Richard Easterlin von der University of Southern California analysierte sie die Daten von 47.000 Männern und Frauen. Da zeigte sich, dass Frauen ihr Erwachsenenleben zwar glücklicher beginnen als Männer. Aber mit zunehmendem Alter nimmt ihre Zufriedenheit immer mehr ab, während die der Männer konstant steigt.
Mit 39 Jahren sind Männer mit ihrer Ehe bereits glücklicher als Frauen mit der ihren, mit 41 sind sie mit ihrer finanziellen Situation zufriedener und mit 44 Jahren, was ihren Besitz insgesamt betrifft. Bei 48 Jahren haben die Männer die Frauen überholt, die Glückskurve der Männer steigt weiter bis ins hohe Alter, die der Frauen sinkt. Und sinkt. Doppelt so viele Frauen wie Männer leiden laut der Weltgesundheitsorganisation WHO an Depressionen; nicht von ungefähr richten sich zwei Drittel aller Anzeigen der Pharmaziebranche gezielt an Frauen.
Glück definiert sich maßgeblich durch Finanzen und Familie. Wenn diese beiden Indikatoren stimmen, steigt das Glücksgefühl. Es zeichnet einfach die Realität nach. Denn ab einem Alter von 34 Jahren sind Männer öfter verheiratet als Frauen, und diese Schere wird im Alter immer größer. Je älter Männer werden, desto sicherer stehen sie auch finanziell da. Später im Leben, meint Pagnol, "nähern sich Männer der Erfüllung ihrer Erwartungen immer mehr an".
Für Frauen läuft es genau andersherum. Sie verlieren schneller ihre Jobs, ihr Einkommen steigt kaum noch oder gar nicht mehr, die Scheidungen nehmen zu und immer mehr Mütter sind alleinerziehend. Die allgemeine Kluft zwischen Arm und Reich ist in den letzten Jahren immer größer geworden, das Risiko vor dem wirtschaftlichen und sozialen Abstieg steigt. Und damit auch die Angst davor, vor allem für Frauen. Noch vorhandene Glücksgefühle werden dadurch wirklich nicht gestärkt.
Lag Betty Friedan etwa falsch mit ihrer These, Hausarbeit im sicher versorgten Heim mache die Frauen nur unglücklich?
Diese Schlussfolgerung hängt natürlich so verlockend über den statistischen Ergebnissen, dass all jene sie in ein paar einfache Sätze zu fassen brauchten, die sowieso immer schon davon überzeugt waren, dass Frauen den falschen Weg eingeschlagen hatten. Es war eben ein Fehler gewesen, dieser Wunsch, alles zu bekommen, dieses "Having it all". Frauen seien schon rein biologisch betrachtet viel besser dafür geeignet, Kinder nicht nur zu gebären, sondern später auch zu nähren, zu kleiden und zu erziehen; besser jedenfalls, als draußen in der Welt ihren Mann zu stehen. Genau, ihren Mann zu stehen. Es war ein netter Versuch, Mädels, wir haben es euch gestattet, nun müsst ihr eigentlich langsam merken, dass daraus nichts mehr wird. Also kommt endlich heim zu Papa.
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Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
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Endgültiger DFB-Kader für EM
Früher ("vor" der Emanzipationswelle) haben sich die Frauen von ihren Männern sagen lassen (müssen), was sie zu tun und zu lassen haben.
Dann haben sie es sich von den Feministinnen sagen lassen ("ihr müsst arbeiten", "ihr müsst euch aus der Mutter-/Ehefrau-/Hausfrauenrolle befreien", usw.).
Wahre Emanzipation haben die Frauen dann erreicht, wenn sie
1. das tun, was sie selbst gerne tun wollen
UND
2. dazu stehen, auch wenn von irgendeiner Seite mal kein Beifall dafür kommt.
Offensichtlich hat sich ein großer Teil der Zeitgenossinnen auch nach 50 Jahren des real existierenden Feminismus nicht von unnötigen Zwängen emanzipiert sondern nur die Regeln einer vermeintlichen, natürlich bösen, Männerwelt durch die Regeln einer schönen neuen Frauenwelt ersetzt. Dass deren Regeln nicht weniger unterdrückend, freiheitsfeindlich und chauvinistisch sein können dämmert vielen ZeitgenossInnen nur langsam aber um so schmerzhafter.
Mann ist versucht zu sagen: Recht so. Möge jeder und jede ernten was Er oder Sie gesät hat. Und wer sein Leben lang nur Unzufriedenheit, Geringschätzung und Jammer gesät hat soll eben dies auch ernten.
Wenn alte Rollenmuster in neuer Verklärung wiederbelebt werden, dann auch deshalb, weil provinzielle Lebens- und Sozialisationsformen statt großstädtischen strukturpolitisch gefördert werden und subsidiare Vorstellungen sich durchsetzen, statt dass man strukturpolitisch die Expansion der Großstädte fördert und dort auch im Wohnungsbau mehr investiert. Dann würden Lebensformen mehr Raum bekommen, die geeignet sind, Rollenzwänge zu lockern im Sinne einer Zunahme der Gruppe der großstädtischen Singles mit freien Beziehungsvorstellungen und flexiblen Lebenskonzepten, die auch in der Lebensmitte tragend bleiben, damit nicht Rollenzwänge schon ab 30-35 Jahren immer mehr Gewicht bekommen.
Diffamierende Meinungen tragen geschlechtsunabhängig gleicher Maßen viel zum Unglück bei. Zuletzt vorgetragen, Beiträge die anderen Teilnehmenden vorgehalten werden, unter anderen Vorzeichen. Ich weise in diesem Sinne Behauptungen vom Tennissocken-Mann und seiner Dienerin zurück, und möchte Sie bitten, Ihre defizitären Erfahrungen zu überdenken und nicht zu generalisieren. Aufgeklärte Menschen, sind wohl gleichermaßen unter Männern und Frauen zu finden, und ich kenne manchen davon.
Da es wohl keine empirische Grundlage für solche Behauptungen gibt, und es uns schwer fallen wird, das Thema in diesem Rahmen wissenschaftlich abzuarbeiten, sollte es allerdings möglich sein, fern von ständiger Contra-Rhetorik und der Freiheit wegen, eigene Erfahrungen vorzutragen, die häufig auch negative sind. Und auch Kritik zu üben. Und ich denke, dass der allgemeinen Diskussion gedient wäre, wenn wir weg von der Verklärung der Frauen, hin zu einer aufgeklärten Haltung kommen. Denn Verklärung trägt gleichermaßen zum Unglück bei; sie formuliert sich z.B. in der ewigen Zuschreibung vom emotional-naiven Wesen der gebärenden Frau.
Man muss wohl als aufgeklärter Mensch Frauen und Männern gleiche Befähigungen und Potentiale zuschreiben, im positiven wie im negativen Sinne. Und zuletzt meine ich zu beobachten, dass die Rolle der Frauen aufgeklärt wird. Dazu gehört z.B. Frauen im Nationalsozialismus oder Frauenkriminalität. Man muss dann wohl auch kritisieren, dass Frauen ständig und beliebig die Opferrolle einnehmen, und dass schließlich Gewissens- und Charakterlosigkeit in privaten Beziehungen, die manchen Mann beschäftigt, nicht nur männliches Privileg ist. Wie oft in der Art einer falschen Verklärung behauptet wird.
Welcher Mann wäre denn mit diesen Bedinungen für sich glücklich?
Paging