Die Softshell-Jacke ist zum SUV unter den Kleidungsstücken geworden: Sie wird im völlig verkehrten Umfeld getragen und ist deshalb einfach überflüssig.
Der Sinn von Outdoor-Kleidung liegt darin, dass man sie draußen trägt. "Out" gleich "draußen", "door" gleich "Tür". Draußen vor der Tür. Da sollten die Leute bleiben, die "Outdoor"-Kleidung zur "Indoor"-Kleidung umfunktionieren.
Outdoor-Kleidung sollte da bleiben, wo sie hingehört: Draußen. (© Foto: istock)
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Nicht nur, dass Khakigrün und Schlammbraun keine erhellenden Freuden für die ohnehin vom Bürograu geschundenen Augen sind. Zudem rufen diese Farben auch noch negative Bilder hervor: Matsch, Kälte, Feuchtigkeit. Wenn es draußen regnet und schneit. Wenn die roten Herbstblätter sich in ihre Einzelteile zersetzen. Wenn jeder Schritt die Gefahr birgt, im nächsten Moment mit gebrochenem Knöchel auf dem Bürgersteig zu liegen. Im warmen Büro möchte man nicht daran erinnert werden.
Die neueste Quälerei für das Auge aller Modebewussten: die Softshell-Jacke. Dieses Material kann mehrmals von einem tonnenschweren Lastwagen überfahren werden und Hagelschauern in der Eigernordwand trotzen, ohne dass auch nur ein Faden reißt. Neuerdings scheinen sich die Menschen auch vor Hagel im Büro zu fürchten. Beim Extrem-Klettern ist so eine Jacke ja vielleicht ganz hilfreich. Im Land der Büromöbel ist sie aber völlig deplatziert.
Der freundliche Jackenträger hat gar keine andere Wahl als zum Egoisten zu werden. Ständig ist ihm zu warm, also reißt er das Fenster auf, also friert der normal bekleidete Kollege. Nimmt er Rücksicht auf den Frierenden, ist ihm zu warm und er schwitzt. Weder Kälte noch schlechter Geruch sind gut für das Betriebsklima und stören den reibungslosen Arbeitsablauf. Ein Dominoeffekt, der mit angemessener Kleidung ganz einfach vermieden werden könnte.
Bevor jetzt Einwände kommen, angemessen sei immer das, worin man sich wohl fühlt, blabla: Falsch! Angemessene Kleidung ist, worin man sich wohl fühlt und womit man andere nicht körperlich einschränkt. Wer mit seiner Kleidung indirekt dafür sorgt, dass der Kollege erfriert oder erstickt, ist unangemessen gekleidet. Auch wer das modische Auge beleidigt.
Darüber hinaus ist es ja nicht so, dass der Outdoor-Indoor-Träger keine Wahl gehabt hätte. Schließlich kommt er nicht nach einer Bergtour oder einem Survival-Camp ins Büro. Er kommt direkt aus seinem zivilisierten Zuhause, mit einer funktionierenden Dusche, einem vernünftigen Bett und einem prallgefülltem Kleiderschrank.
Irgendwo zwischen Softshell-Jacken, Trekking-Hosen und Bergsteigerstiefeln finden sich hier bestimmt auch ein leichter Baumwollpulli, eine normale Jeans und bürotaugliche Schuhe. An die kann man dann zwar keine Steigeisen schnallen, dafür riechen sie aber auch nicht wie Schweizer Bergkäse.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
- Pro: Outdoor-Klamotten Ich bin so frei! 17.11.2008
(sueddeutsche.de/bilu/mmk)
Wettmanipulation im Fußball
Die einen nennen es Topmodel, andere belieben den Begriff Kleiderständer zu bevorzugen. Ich verstehe nicht, was dies mit zweckmäßiger Kleidung zu tun hat.
Ah, jetzt weiß ich's: Topmodels führen gewöhnlich keine zweckmäßige Kleidung vor, sondern Fetzchen und Läppchen, in denen ein normaler Mensch erfrieren und ausgelacht würde.
Ein treffliches Thema, über dass sich herrlich und so nutzbringend diskutieren lässt.
Also dazu kann ich nur sagen: Ein Softshell kann man ausziehen, und dann ist einem nicht zu warm!
Eine GoreTex Jacke ist vielleicht mehr als praktisch, wenn man mit dem Rad ins Büro fährt, 20, 30 oder mehr Minuten lang und es gießt aus Kübeln! Warum sollte ich dann nass werden nur weil meine Regenjacke grün ist??? Ich könnte mir eine zweite kaufen, in dezentem Farbton? Nein, denn die Dinger kosten ein vermögen, und sowohl in den Bergen als auch im Straßenverkehr ist gesehen werden ein unglaublicher Vorteil! Und da gehts um meine Gesundheit, da gehts um mein Leben,
Lieber Gesund und mit Outdoor-Jacke als mit Schlips krank im Bett!!!!!!!!!
Klar, es gibt Anlässe zu denen man sich anders kleiden sollte, aber warum sollte man funktionelle Kleidung denn von Grund auf verteufeln? Das ist doch Kinderkram!!!
Super, dass das Thema endlich einmal angesprochen wird: Outdoorklamotten im Büro - geht gar nicht. Auch nicht am Kleiderhaken.
Im benachbarten Ausland würde man kaum auf die Idee kommen, in der rot-schwarzen Outdoorjacke oder Wanderschuhen (und nicht zu vergessen: der Wandersandale) Büroräume zu betreten, oder gar in Innenstädten, das heißt im erschlossenen Gelände, damit herumzulaufen - dies tun dort nur deutsche oder amerikanische Touristen, die immer wieder aussehen, als hätten sie die Expedition 'Außenbesteigung Petersdom' geplant.
Zu Hause in Deutschland die gleiche modische Katastrophe. Und das in einem Land, das so viele Topmodels hervorbringt.
Deshalb an die Jack Wolfskin Fraktion: Bitte, bitte investiert in einen Wollmantel! Das modische Auge wird es Euch danken.
nach stundenlnager gründlicher Recherche bin ich zu folgendem Ergebniss gekommen...
- der Lagerarbeiter braucht a' Latzhos'n + a' paar alte Schuhe
- der Beamte braucht a'n Anzug, mit Krawatte, ausgenommen evtl. z.B Finanzbeamte:-)) (interner user Witz ), die schau'n manchmal schon wieder ganz anders aus
...die haben meistens ein dickes Fell an
- der Angestellte braucht durchschnittlich a'n Anzug, oftmals ohne Krawatte, Hauptsache der Eindruck ist seriös. Je nach Hirarchie. Outdoor ist aber im kommen.
- der Sportler braucht a' sportliches Dress, Trainingsanzug, meistens mit speziellen Turnschuhen verbunden, in Ausnahmefällen auch Fußballschuhe
- der Politiker, meih' war ich froh, als damals bei den Grünen die ersten Politiker ohne Krawatte auftauchten
- der Bauarbeiter sollte zum Outfit günstigerweise auch noch einen Helm tragen
- der Soldat, Polizeibeamte, die Stewardess etc. brauchen sich gar keine Gedanken darüber zu machen, denen wird eh' alles vorgeschrieben
- der Bauer, dem ist des sowieso wurscht, aber Gummistiefel ist unbedingte Pflicht
- der Bademeister/ in braucht in den meisten Fällen noch nicht mal eine Unterhose ( siehe 'baywatch' )
- dem Fotomodell, dem sag' ih', ziagh' di aus und ziag' des an...widerstandslos...wird ja auch dafür bezahlt
- die, die in dem Nachclub tanzt, braucht von alledem überhaupt gleich mal gar nichts
...ich könnte das noch endlos weiterführen...aber ein gestandener selbständiger Bayer wie ich sag' da nur :
eine Badehose, eine Unterhose + eine Lederhose und Haferlschuhe. Des reicht.
Und wenn's mal kalt wird, ziehe ich halt alle 3 Outfit's übereinander. Out of order halt.
mojito..wie immer zeitnah am Zeitgeschehen...
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