Die Berater ihres Mannes dagegen trieb die Sorge, dass zu aufwendige Präsentationen in der Öffentlichkeit nicht gut ankommen würden. So wurde offenkundig bewusst der Auftritt von Hollywood-Star Depp im Weißen Haus in der Rolle des Verrückten Hutmachers (aus Alice im Wunderland) verschwiegen, weil der Aufwand für 200 handverlesene Partygäste den Beratern des Präsidenten geradezu anstößig erschien in einer Zeit, da die Nation durch die größte Wirtschaftskrise seit der Großen Depression taumelte. Die Party hatte Desirée Rogers organisiert, eine Vertraute der Präsidentengattin. Sie wurde später geschasst.
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Vor allem aber hat Michelle Obamas Einfluss im Weißen Haus wohl zu erheblichen Friktionen innerhalb des Führungszirkels um ihren Mann geführt, ja sogar zu einem Wutausbruch des Präsidentensprechers. Schon nach wenigen Monaten, berichtet Kantor, begann sie Obamas Berater zu kritisieren - nicht offen, sondern daheim in der Privatwohnung des Präsidenten im ersten Stock des Weißen Hauses.
Wütend gemacht habe sie vor allem, dass Obamas Berater ihren Mann immer wieder zu politischen Kompromissen drängten. Michelle hingegen dürfte eine treibende Kraft hinter dem Entschluss Obamas gewesen sein, Reformvorhaben wie die Gesundheitsreform oder auch die (inzwischen nicht weiterverfolgte) Einwanderungsreform voranzutreiben - so unpopulär sie in der US-Öffentlichkeit auch waren.
David Axelrod, Obamas Chefstratege, der die Obamas seit Jahren kennt, nahm es offenbar philosophisch: "Wenn sie das Gefühl hat, dass etwas schief läuft, dann sagt sie es ihm, weil sie auf Nummer sicher gehen will." Dünnhäutiger reagierten Obamas erster Stabschef Emanuel und sein Sprecher Robert Gibbs auf Michelles Kritik. Emanuel ging ihr aus dem Weg, er zweifelte an ihren politischen Instinkten und ließ das auch alle wissen. Gibbs wiederum explodierte, nachdem sie angeblich sein Krisenmanagement kritisiert hatte, und belegte die abwesende Frist Lady vor Zeugen mit nicht druckbaren Schimpfwörtern.
Beide, Emanuel und Gibbs, sind inzwischen nicht mehr im Weißen Haus.
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Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
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(SZ vom 11.01.2012/leja)
Na und ?
Gut, wenn noch eine Stimme des Gewissens da ist und nicht in Ohnmacht und Hilflosigkeit oder Kaufräusche verfällt.
In so einem "hohen" Amt wird die Luft dünner und echte Freunde und Freundinnen werden rar.
Berater sind auch immer nicht die besten, haben Eigeninteressen, könnten Spitzel oder bestochen worden sein.
Sehe ich mir die Politik Obamas jetzt an, seine Zugeständnisse an Guantannamo oder an das Militär, welches jetzt jeden auch nur Terrorverdächtigen vor ein Militärgericht ohne Anklage stellen und inhaftieren kann, diese auch aus jedem anderen Land geholt werden und nur in Ausnahmefällen zivile Gerichte sich einschalten können,
dann ist eine unmanipulierbare, beherzte und ethisch verantwortliche Frau an seiner Seite mehr als Gold wert.
Frau Obama wird mir immer sympatischer
der etwas erzählen kann! "Schon nach wenigen Monaten begann sie Obamas Berater zu kritisieren - nicht offen, sondern daheim in der Privatwohnung" und woher will man es wissen, hat man Wanzen in der Wohnung installiert?
Als Obama die Präsidentschaft mit dem schwierigen Erbe von G.Bush übernahm, wusste man bereits, dass die "Aufräumarbeiten" länger als eine Wahlperiode dauern würden. Jetzt beginnen wieder die Wahlen mit den üblichen Schlammschlachten und dazu gehören eben auch Berichte wie in diesem Artikel. God bless America!