Boris Becker ist an das Leben in der Öffentlichkeit gewohnt. Nun gab er seine Verlobung mit Lilly Kerssenberg vor einem Millionenpublikum bekannt. Wer mehr wissen will, muss zahlen.
Boris Becker war lange Zeit der Mann, der zwar gut Tennis spielte, aber keinen geraden Satz herausbrachte. Das Image des unbeholfenen pickeligen Jungen aus der Provinz hat er lange hinter sich gelassen, und die "Ähs" hat er aus seinem Wortschatz eliminiert. Bekannt ist der gebürtige Leimener seit etlichen Jahren vor allem für eine Sache: Die Frauen in seinem Leben.
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So ein süßes Paar: Boris Becker und Lilly Kerssenberg turteln auch gerne mal in der Öffentlichkeit. (© Foto: AP)
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Seit einiger Zeit erscheinen seine Love Stories im Stil von Soap Operas im Fernsehen. Es geht dabei immer um die wahre Liebe, ums Verloben und Heiraten. Was Sarah Connor einst mit Herrn Terenzi gelang, muss doch einem wie Boris Becker spielerisch gelingen.
Im vorigen Jahr erfuhr ganz Deutschland, dass Sandy Meyer-Wölden die Auserwählte sei. Verlobung wurde gefeiert - doch zum öffentlichen Schwur ihrer Liebe in der ZDF-Show "Wetten, dass...?" kam es nicht mehr. Mit der Paarung machte Becker per SMS Schluss - um sich dann der Verflossenen zuzuwenden, dem niederländischen Model Sharleley "Lilly" Kerssenberg.
Am Samstagabend verkündeten die beiden bei Thomas Gottschalk in "Wetten, dass...", dass sie im Juni in St. Moritz heiraten werden - und Becker war sich nicht zu schade, vor einem Millionenpublikum durch ein flammendes Liebes-Herz zu springen. Kurz darauf lief die Vermarktung dieser Liebe an - unter merkwürdigen Umständen.
Gleich nach ihrem skurrilen ZDF-Auftritt in Düsseldorf baten Becker und Braut zum sogenannten Exklusiv-Interview in ihre Hotel-Suite. Auch der Interviewer war sorgsam ausgewählt: Es war Peter Lauterbach, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur By Lauterbach und Formel1-Moderator bei Premiere. Die Liebe zum Sport eint die beiden.
Lauterbach fragte, und es entstand ein 18-minütiges Dokument der Selbstdarstellung - aus dem die Kölner Medienagentur Setone - Emotional Media Geld machen will. Sie lizenziert die Videorechte unter dem knackigen Titel: "VNR: The only exclusive Interview after announcement of marriage of Boris Becker and Lilly Kerssenberg".
Genau bestimmt ist der Lizenzzeitraum - 2. März, 16 Uhr, bis 8. März, 24 Uhr. Und auch der Preis hat es, genau wie der Titel, in sich: 1500 Euro. So viel müssen Online-Anbieter auf ein Konto bei der Sparkasse Köln/Bonn überweisen. Im Übrigen ist das Material nicht exklusiv.
Wie auch? Über das Interview, vieles davon "rough cut", hat die Boulevardzeitung Bild in der Montagausgabe schon groß berichtet. Die Turteltäubchen vom Dienst reden über ihre Verlobung zu Silvester in St. Moritz, über Urvertrauen, Familie und "gelebte Kilometer".
Lilly Kerssenberg, schön und schlank im blauen Kleid anzusehen, schwadroniert dabei auf Englisch. Ihr Galan sieht fitter aus als vor einigen Monaten, als er mit der Kurz-Geschichte durch die Medien geisterte, in der Sandy Meyer-Wölden die Hauptrolle spielte - exklusiv begleitet von der Bild.
Nun also wieder Hochzeitspläne, und alles schön inszeniert. 1500 Euro für sechs Tage ist natürlich ziemlich viel Geld dafür, dass man Becker dabei zusehen darf, wie er sich in der Hotelsuite darstellt. Gibt das die Marke Boris Becker noch her? Spätestens die anstehende Traumhochzeit wird es zeigen - man darf gespannt sein.
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(sueddeutsche.de/jja)
Wettmanipulation im Fußball
Für wen hält sich dieser Boris Becker eigentlich?? Warum drängt er der Öffentlichkeit dauernd seine Bettgeschichten auf? Sigmund Freud hat mal gesagt: "Der Verlust der Scham ist das erste Anzeichen von Schwachsinn". Die Richtigkeit dieser Aussage kann man bei Becker und seinen diversen Damen bestätigt sehen. Die Dummheit ist ihm ins Gesicht geschrieben und auch wenn er sich seine Ähhhs abtrainiert hat, so sind doch seine Aussagen nicht intelligenter geworden. Er ist einfach süchtig nach Aufmerksamkeit, vermarket sein ganzes Privatleben und beschwert sich dann noch über die "aufdringliche Presse". Könnten ihn nicht mal alle Medien auf Entzug setzen und z.B. ein Jahr lang NICHTS über ihn berichten? Das wird aber leider nur mein Traum bleiben!
Und ob er Lilly heiratet, ist auch noch nicht gewiss. Wahrscheinlich begegnet ihm bis dahin wieder eine gaaaanz große Liebe, dann fängt das Spiel von vorne an......
... David und Victoria Beckham, Franjo und Verona Pooth, Michael und Frau Ballack, J.B. Kerner, Beckmann, Gottschalk, Jauch, sowie Tim Mälzer, Stefan Marquard, Johann Lafer und Horst Lichter, Sarah Connor, usw. usf. irgendwie in die nächste "Boris-hat-sich-ähh-schon-wieder-ähh-ver-oder-entlobt"-Meldung integrieren könnte...
... dann, und nur dann, wären diese Meldungen wirklich lesenswert!
Also, liebe SZ-Klatschspalten-Reporter: Beim nächsten mal besser aufpassen. ;-)
Boris Becker kommt aus seinem Klatschdrehbuch wohl nicht so schnell wieder heraus und wird noch viele Folgen durchhalten müssen, bis er merkt, dass das Leben hinter dem Vorhang wesentlich abwechslungsreicher ist.
wenn schon die Abendzeitung titelt: "peinlich..."
Oh Bobbele wie tief bist du gesunken.
Manchmal wünsche ich dir einfach nur einen wirklich guten Freund der bei einem Bier zu dir sagt: "Machs nicht Boris, sags nicht beim Gottschalk, spring nicht durchs brennende Reifchen, mach dich nicht zum Trottel. Was mögen deine Kinder von dir denken."
Stattdessen Stille. Boris Becker hat keine Freunde.
"Wer mehr wissen will, muss zahlen." Hihi. Eigentlich müsste B.B. uns allen etwas zahlen, da er uns in einer öffentlich-rechtlichen Sendung etwas aufgedrängt hat, was wir gar nicht wissen wollten.
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