Er ist ein Idealist, sicher. Aber kein Missionar, dagegen verwahrt er sich: "Wir machen das halt so. Wir sind sehr offen. Bäcker, Metzger, Landwirte können kommen und sich hier umschauen. Wir reden über unsere Wertvorstellungen, aber wir wollen niemanden missionieren. Wir akzeptieren es auch, wenn jemand billig und rationell arbeitet."
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Karl Schweisfurth, der die Verantwortung in Herrmannsdorf 1996 von seinem Vater übernommen hat. (© Foto: Pfauth)
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Antrieb für all seine Bemühungen um das Glück der Schweine ist für Karl Schweisfurth der Wunsch nach Qualität. "Für gutes Fleisch braucht man eben gute Tiere", sagt der Junior. Auch die meisten Metzger arbeiten nicht in Herrmannsdorf, weil sie Umweltaktivisten oder große Tierfreunde sind. Sondern weil im Betrieb das alte Handwerk gelehrt und angewendet wird. Es gibt kein Fließband, jede Wurst wird von Hand abgefüllt und gebunden. Es geht hier um Qualität, nicht um Quantität.
Dass Fleisch am Ende zart schmeckt, ist nämlich kein Zufall. Am schlimmsten, sagt Körber, sei, wenn das Fleisch seine Lebensenergie verliere - das passiert, wenn das Tier vor der Schlachtung Stress hat. "Wenn wir Angst haben, zittern uns auch die Beine", erklärt er - wenn eine Kuh oder ein Schwein den Tod nahen spüren, wird Adrenalin ausgeschüttet, "das Fleisch hat dann keine Kraft mehr, um das Wasser zu halten". Die Auswirkung: Das Schnitzel wird trocken und zäh.
Jürgen Körber deutet noch einmal auf die sorgfältig gewaschenen Schweinedärme, die von drei Metzgern gerade mit Wurstmasse gefüllt werden. Hinterher, sagt er, merkt man oft, dass es sich nicht nur so gehört, das ganze Tier zu verwerten. Sondern dass es sich auch finanziell rechnet.
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(sueddeutsche.de/bre/bgr)
Wettmanipulation im Fußball
gehalten werden, treten keine Verhaltenstörungen wie Kannibalismus, Stangenbeißen oder Trauern auf. Manipulationen am Tier, wie das Abkneifen der Zähne oder das Kupieren der Schwänze, sind überflüssig, da sich die Tiere mit der Einstreu beschäftigen können und nicht ersatzweise auf andere Schweine in der Bucht "ausweichen" müssen. Die Tiere sind weniger krankheitsanfällig, da sie weniger gestreßt sind. Zudem wird durch den Aufenthalt im Freien ihre Widerstandskraft gegen Krankheitserreger gestärkt. Auslauf wirkt sich weiterhin positiv auf die Kreislaufstabilität aus: Die prophylaktische Zugabe von Medikamenten wie Antibiotika entfällt. Aufgrund der größeren Bewegungsmöglichkeit treten kaum Beinschäden auf. Verluste durch Erdrücken der Neugeborenen sind nicht höher als bei fixierten Tieren.
@kwlandshut: Auch ich fahre seit ca. 12 Jahren dort hin und ich komme nicht aus München, bin auch nicht reich und schaue auch nicht verächtlich auf die Discountkäufer. Ich kaufe in Herrmannsdorf ein, weil es mir nicht egal ist, was ich esse.
Konstruktive Kritik gerne aber das.....
Die Diskussion, dass Bio zu teuer für jeden ist, geht mir auf die Nerven. Die Deutschen legen im Vergleich zum restlichen Europa kaum Wert auf Ihre Lebensmittel und deshalb ist es den meisten "zu teuer". Das liegt aber nicht daran, dass Bio sooooo viel mehr kostet, sondern daran, dass viele Bürger einfach kein Geld dafür ausgeben wollen. Für Statussymbole wie Auto, Urlaub, Flachbildschirme spielt Geld oftmals keine Rolle. Und das man immer als Beispiel die HartzIV-Fraktion rauszieht ist eher arm. In Deutschland leben nicht 80 Mio HartzIV-Menschen...
Die Horden an Wohlstands Ökos die mit ihren SUVs von München nach Hermannsdorf rausfahren und verächtlich auf die Discountkäufer herabschauen sind kein bißchen ökologischer als diese.
Aber man gönnt sich ka sonst nichts.
"Karl Ludwig Schweisfurth verkaufte die größte Wurstfabrik Europas, um von vorne anzufangen - mit glücklichen Schweinen."
auch diese Tiere werden gegessen! Auch diese Tiere sterben nicht freiwillig, mit einem Lächeln im Gesicht. Nein, auch diese Tiere werden geschlachtet, werden zur schnöden Ware. Wie sagt Thomas D von den 'Fantastischen Vier' "Das Klima hält unseren Fleischkonsum nicht mehr aus!". Thomas D ist Vegetarier und hat eine Freundin namens Erika, eine süße Sau, im wahrsten Sinne des Wortes.
entsprechend gehalten werden, treten keine Verhaltenstörungen wie Kannibalismus, Stangenbeißen oder Trauern auf. Manipulationen am Tier, wie das Abkneifen der Zähne oder das Kupieren der Schwänze, sind überflüssig, da sich die Tiere mit der Einstreu beschäftigen können und nicht ersatzweise auf andere Schweine in der Bucht "ausweichen" müssen. Die Tiere sind weniger krankheitsanfällig, da sie weniger gestreßt sind. Zudem wird durch den Aufenthalt im Freien ihre Widerstandskraft gegen Krankheitserreger gestärkt. Auslauf wirkt sich weiterhin positiv auf die Kreislaufstabilität aus: Die prophylaktische Zugabe von Medikamenten wie Antibiotika entfällt. Aufgrund der größeren Bewegungsmöglichkeit treten kaum Beinschäden auf. Verluste durch Erdrücken der Neugeborenen sind nicht höher als bei fixierten Tieren.
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