Bevölkerungsentwicklung Wie der demografische Wandel Deutschland verändert

Die Menschen in Deutschland werden weniger, die Gesellschaft immer älter - die Prognosen sind eindeutig. Doch was bedeutet diese Entwicklung für das Leben, das wir in der Bundesrepublik in der Zukunft führen werden? Wie werden die Alten zurechtkommen und was verändert sich für die Jüngeren? Ein Überblick.

Von Felicitas Kock, Johanna Bruckner und Jonas Schaible

Die Gesellschaft schrumpft rapide: Im Jahr 2060 könnten nur noch 65 Millionen Menschen in Deutschland leben - wenn die Geburtenrate so niedrig bleibt, wie sie ist und die Lebenserwartung weiter ansteigt. Doch die Bevölkerung wird aktuellen Prognosen zufolge nicht nur kleiner, sie wird auch immer älter. Der jüngste Demografiebericht der Bundesregierung rechnet vor, "dass im Jahr 2060 jeder Dritte 65 Jahre oder älter sein wird".

Immer weniger, immer älter: Die Bundesregierung mahnt dazu, den demografischen Wandel ernst zu nehmen.

(Foto: dpa)

Ob es sich nur um die Lupe am Einkaufswagen handelt oder um die aktuellen Debatten um Kranken- und Rentenversicherung - dass die Gesellschaft immer älter wird, lässt sich bereits jetzt an vielen Zeichen ablesen. Und auch, dass die Bevölkerung schrumpft, ist in strukturschwachen Regionen mit immer mehr leerstehenden Wohnungen und geschlossenen Schulen sichtbar.

Die Bundesregierung bezeichnet den demografischen Wandel mittlerweile als eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre. Beim ersten Demografiegipfel an diesem Donnerstag in Berlin, an dem neben Politikern auch Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft teilnahmen, forderte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich die Bereitschaft zu Veränderungen von jedem einzelnen Bürger. Wie diese Veränderungen auf der Landkarte, auf dem Arbeitsmarkt und im Privatleben aussehen werden, lässt sich bereits jetzt beschreiben.