Foodwatch fordert jetzt auch eine Uran-Angabe auf Wasserflaschen. Der Grund sind alarmierende Untersuchungen von gängigen Mineralwassern.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat nach der Diskussion um Uran im Trinkwasser eine entsprechende Kennzeichnungspflicht für Mineralwasser gefordert. "Abfüller müssen gesetzlich verpflichtet werden, Angaben über die jeweilige Urankonzentration auf jeder Mineralwasserflasche zu machen", sagte Foodwatch-Sprecher Andreas Eickelkamp der Bild am Sonntag.

Bild vergrößern

Lebenswichtig: Wasser. Aber welche Gefahr steckt in der Flasche? (© Foto: dpa)

Anzeige

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) lehnt eine solche Kennzeichnung dem Artikel zufolge ab. "Sie ist so überflüssig wie auch bei anderen Lebensmitteln wie Bier, Brot oder Joghurt", zitierte das Blatt VDM-Sprecher Arno Dopychai.

Laut einer Untersuchung des Braunschweiger Julius-Kühn-Instituts von 600 Sorten Mineralwasser liegt der Urangehalt teilweise bei über 26 Mikrogramm pro Liter, hieß es in dem Bericht. Für Trinkwasser habe das Umweltbundesamt einen Leitwert von 10 Mikrogramm festgelegt. Für Säuglinge empfehle das Bundesinstitut für Risikobewertung Mineralwasser mit höchstens 2 Mikrogramm Uran pro Liter.

Das radioaktive Schwermetall könne auch schon in sehr geringer Konzentration die Nieren schädigen und Krebs auslösen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Toxikologen.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Wüste bebt

Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...

(sueddeutsche.de/AP/bilu)